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Verkehrsmittel kombinieren, Gütertransport optimieren

Bundesumweltministerium fördert die Umstellung auf klimafreundliche Transportketten von Unternehmen
17.02.2017
Wirtschaftliche Vorteile durch ökologischere Transportplanung – ein neues Mobilitätsprojekt im Güterverkehr soll Unternehmen bei der Umstellung auf den kombinierten Verkehr unterstützen. Dabei setzen die Experten des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) sowie der Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr (SGKV) auf die Praxisanalyse, Erfahrungsaustausch und Umsetzung der errechneten Potenziale. „ERFA-KV“ heißt das vom Bundesumweltministerium geförderte Verbundprojekt, das einen weiteren Baustein zur Senkung der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor darstellt.
© Pixabay / HesselVisser

Die Projektpartner bauen in den Regionen Dortmund, Frankfurt und Regensburg gemeinsam mit den örtlichen Industrie- und Handelskammern (IHK) sogenannte Erfahrungsaustausch-Gruppen mit Unternehmen auf. Hier werden zunächst die vorhandenen Transportmengen, -güter und Verlagerungspotentiale identifiziert. Gleichzeitig werden die ökologischen Auswirkungen einer Transportverlagerung regional diskutiert und bewertet. Im Ergebnis der Gesamtanalysen lernen die beteiligten Unternehmen ihre Potenziale für die Transportverlagerung in ihren Lieferketten kennen, die sie unternehmensintern umsetzen können. Beispiele für Projektmaßnahmen sind etwa Bündelungen und Rückladungen.

Zum Abschluss des Projektes wird ein Praxisleitfaden erstellt, der weiteren Unternehmen über die die Möglichkeiten und notwendigen Umsetzungsstufen bei einer Transportverlagerung zum Kombinierten Verkehr (KV) informiert.

Das zweieinhalbjährige Projekt „ERFA-KV – Klimaschutz durch Transportverlagerungen auf den Kombinierten Verkehr – Förderung von Erfahrungsaustausch im KV“ wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit rund 500.000 Euro gefördert. Weitere aktuelle Förderprojekte des Bundesumweltministeriums im Bereich Logistik sind die Feldversuche zu Oberleitungs-LKWs in Hessen und Schleswig-Holstein sowie die Klima-Fortbildung „SYSLOG+“ für Logistiker und Spediteure.

Unternehmen, die an der Teilnahme an den ERFA-Gruppen interessiert sind, können sich an den Ansprechpartner beim Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, Herrn Achim Klukas, wenden: achim.klukas@iml.fraunhofer.de.