30 Pilot-Netzwerke und Entwicklung von Investitionsberechnungshilfen

30 Pilot-Netzwerke und Entwicklung von Investitionsberechnungshilfen

Aufbau von 30 Lernende Energieeffizienz und Klimaschutz-Netzwerke und Weiterentwicklung des LEEN-Managementsystems
Logo des Projekte 30 Pilot-Netzwerke
Vielfältige Aufgaben, wenig Zeit - dies ist die Situation der Energieverantwortlichen in mittelständischen Unternehmen. Ein moderierter Austausch der Erfahrungen, aufbauend auf der energietechnischen Bewertung des Betriebs nach dem LEEN-Standard hilft vorhandene Energieeffizienzpotentiale schneller zu heben.

Projektinformationen

Zielgruppe des Programms 
Wirtschaft
Projektlaufzeit 
01.11.2008 bis 30.06.2014
Förderkennzeichen 
03KS0036
Projektnehmer 
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.

Prof. Dr. Harald Bradke
Leitung Competence Center Energietechnologien und Energiesysteme
(+49) 721 6809-167
Harald.Bradke@isi.fraunhofer.de
www.fraunhofer.de

Kurzvorstellung

Lernende Energieeffizienz-Netzwerke setzen auf die Minderung der Such- und Entscheidungszeiten/ -kosten durch moderierten Austausch des vorhandenen Wissens von 10-15 Energieverantwortlichen der mittelständischen Industrie (Energiekosten von 150.000 Euro bis 50 Millionen Euro).

Grundlage ist eine energetische Bewertung des einzelnen Unternehmens mit Konzentration auf Querschnittstechnologien (zum Beispiel: Dampf-, Heißwasser-, Drucklufterzeugung und -verteilung, Beleuchtung). Das jährliche Monitoring spielt die erreichten Einsparungen an die Betriebe und das Netzwerk zurück.

Der Netzwerkarbeit zugrunde liegt das LEEN-Managementsystem, das sowohl durch ISO 50001 konforme Vorgaben einen Mindestqualitätsstandard sichert als auch zahlreiche Hilfsmittel zur Durchführung des Netzwerkes bietet. Moderator und energietechnischer Berater werden auf das System geschult.

Projektpartner:

Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES) GmbH
Modell Hohenlohe e.V.
Eproplan GmbH
Ökotec Energiemanagement GmbH

 

Ziele

Angesprochen sind in  erster Linie mittelständische Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes.

Das aus der Schweiz stammende Prinzip der lernenden Netzwerke soll als institutionelle Neuerung in allen Bundesländern bekannt gemacht werden und zur Beschleunigung energieeffizienzter Innovationen beitragen.

Eine regionale Kompetenz für die Initiierung, Moderation und den Betrieb derartiger Netzwerke ist in der gesamten Bundesrepublik aufzubauen, das LEEN-Managementsystem und Investitionsberechnungshilfen zur Unterstützung der energetischen Bewertung sind weiterzuentwickeln.

Durch den schnelleren Zugang zu energieeffizienteren Lösungen wird eine Verdopplung des energetischen Fortschritts gegenüber dem Durchschnitt der Industrie, verbunden mit einer erheblichen Minderung der CO2-Emissionen in den beteiligten Betrieben, erreicht.

 

Projektablauf

Durch regionale Institutionen (zum Beispiel: Wirtschaftsplattformen, Energieversorger) in ganz Deutschland  wurden seit Ende 2008 30 Pilot-Netzwerke initiiert und durch das Projektteam unterstützt. Sie bauen auf den im vorangegangen DBU-Projekt entwickelten LEEN-Standard auf.

Die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Begleitung fließen in die Weiterentwicklung des LEEN-Standards und in das LEEN-Managementsystems ein und dienen der Evaluation der erreichten Ergebnisse.

15 Investitionsberechnungstools ermöglichen die Berechnung von 95 verschiedenen Effizienzmaßnahmen und unterstützen die energetische Bewertung der Betriebe in Breite und Tiefe der Ergebnisse.

Das Projekt setzt neben der Anwendung und Diffusion von LEEN auf die Vernetzung der Teilnehmer und Netzwerkteams. Dazu finden jährlich regionale und bundesweite Treffen statt, die Projektergebnisse, Technikthemen, Praxisbeispiele und praktische Erfahrungen in der Netzwerkarbeit aufgreifen und den Austausch fördern.

Eine eigene Homepage bündelt alle Informationen zum Projekt.

 

Fazit

Im Durchschnitt erreichen die Teilnehmer eine Verdopplung der Energieeffizienzsteigerung gegenüber dem Durchschnitt der Industrie und durch Energieträgerwechsel oft überdurchschnittliche CO2-Minderungen (Ergebnis Monitoring 2012). Die Teilnehmer schätzen den Nutzen der Netzwerke als sehr hoch gegenüber dem Aufwand ein (Ergebnis Begleitforschung Oktober 2013).

Je etwa 100 Moderatoren und energietechnische Berater wurden auf das System geschult. Im Rahmen der Re- und Neuzertifizierung werden die Investitionsberechnungstools einer breiteren Verwendung zugeführt.

Vorläufige Endergebnisse,  Bewertungen des Projekts aus Sicht der Politik, der Netzwerkakteuren und der Teilnehmer sowie der Ausblick für die Weiterentwicklung der LEEN bietet die Abschlussveranstaltung am 19.2.2014 im Bundesumweltministerium Berlin.

 

Durch Novellierungen von Förderprogrammen ergeben sich teilweise Änderungen bei den Förderbedingungen. Die aktuellen Fördermöglichkeiten entnehmen Sie bitte der jeweils geltenden Richtlinie oder Förderinformation.