Klimafreundliche Geldanlage

Klimafreundliche Geldanlage

Hilfestellung für private Anleger und Verbraucher
Logo "Klimafreundliche Geldanlage"
Das Projekt „Klimafreundliche Geldanlage“ veröffentlicht umfassende Informationen und etabliert ein entsprechendes bundesweites Beratungsangebot bei den Verbraucherzentralen, damit Verbraucher sich einen Überblick über klimafreundliche Finanzprodukte verschaffen können.

Projektinformationen

Förderprogramm 
Förderung von innovativen Klimaschutz-Einzelprojekten
Zielgruppe des Programms 
Verbraucher
Projektlaufzeit 
01.06.2012 bis 31.07.2015
Zielgruppe des Projekts 
Verbraucher
Förderkennzeichen 
03KSF010
Projektnehmer 
Verbraucherzentrale Bremen e. V.

Altenweg 4
28195 Bremen
Monika Pietsch-Hadré
Projektleitung
0421 / 160 77 962
pietsch-hadre@vz-hb.de
www.verbraucherzentrale-bremen.de

Kurzvorstellung

Der Markt der ethisch-ökologischen Geldanlagen ist unübersichtlich, und Verbraucher sind häufig verunsichert. Denn Begriffe wie „nachhaltige“, „ethisch-ökologische“ oder „klimafreundliche“ Geldanlage sind nicht geschützt. Vorsicht ist zudem hinsichtlich der Risiken bei Beteiligungen und direkten Investitionen in Unternehmen oder Projekte - wie zum Beispiel in einen Wind- oder Solarpark - geboten. Damit Verbraucher verlässliche und unabhängige Informationen zu klimafreundlichen und ethisch-ökologischen Geldanlagen erhalten, entwickelt das Projekt „Klimafreundliche Geldanlage“ ein deutschlandweites Beratungsangebot für die Verbraucherzentralen. Zusätzlich werden  umfassende Informationen rund um das Thema veröffentlicht.

Ziele
Anleger können mit ihren Geldanlageentscheidungen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das private Vermögen der Deutschen - immerhin fast fünf Billionen Euro - spielt eine zentrale Rolle bei der Energiewende und beim Klimaschutz. Eine Studie zeigt, dass Anleger zum Beispiel mit einem klimafreundlichen Sparprodukt (im Vergleich zu einem herkömmlichen) 67 Prozent Treibhausgasemissionen einsparen können. Das Klima über die Geldanlage zu schützen, bedeutet dabei nicht nur Investitionen in Erneuerbare Energien, den Netzausbau oder in Energieeffizienzmaßnahmen, sondern auch, dass keine Gelder mehr in klimaschädigende Branchen wie die Öl- und Kohleindustrie fließen. Durch das Beratungsangebot der Verbraucherzentralen und die veröffentlichten Informationen erfahren Verbraucher, wie sie mit ihrer Geldanlage das Klima schützen können.

Projektablauf

Der Fokus des Projektes lag zunächst auf klimafreundlichen Sparanlagen wie Fest- und Tagesgelder, Sparbücher und Sparbriefe. Im Dezember 2012 veröffentlichte das Projekt eine Marktübersicht zu klimafreundlichen Sparanlagen sowie Hintergrundinformationen zu ethisch-ökologischen Banken. Seit Mai 2013 können Verbraucher sich zudem bei vielen Verbraucherzentralen umfassend zu klimafreundlichen und ethisch-ökologischen Sparanlagen beraten lassen.

Im weiteren Projektverlauf werden Verbraucherinformationen und ein Beratungsangebot zu klimafreundlichen Investmentfonds und Rentenversicherungen entwickelt. Zum Ende der Projektlaufzeit wird ein bundesweites Beratungsangebot rund um das Thema klimafreundliche Geldanlage bei den Verbraucherzentralen etabliert sein.

Um Verbraucher vor vermeintlich lukrativen aber hochriskanten Umweltinvestments wie Beteiligungen und direkte Investitionen in Unternehmen und Projekte zu schützen, wird der Markt kontinuierlich beobachtet und Unternehmen, die versuchen Anleger mit Werbung zu täuschen, werden abgemahnt.

Zudem bringt sich das Projekt „Klimafreundliche Gelanlage“ in die politische und öffentliche Diskussion um Mindeststandards für ethisch-ökologische Geldanlagen ein. Gesetzliche Mindeststandards sind notwendig, damit Verbraucher eine wirksame Orientierungshilfe in diesem unübersichtlichen Bereich bekommen.

Fazit
Verbraucher soll bewusst werden, dass sie auch mit ihrer Geldanlage zum Klimaschutz beitragen können. Damit sie auch eine bedarfsgerechte Anlageentscheidung treffen können, stellen wir ihnen die dafür notwendigen Informationen und Beratungen zur Verfügung. So soll die Nachfrage nach klimafreundlichen Finanzprodukten stimuliert werden - zum Schutz des Klimas.
Blick ins Projekt 

Aktuelles

Im Februar 2015 fand die gemeinsame Fachtagung der Verbraucherzentrale Bremen mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) "Geld rettet die Welt?" in Berlin statt. Akteuren aus Finanzwirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verbänden wurden unter anderem die Ergebnisse des Projekts vorgestellt und aktuelle Themen diskutiert.

Auf besonderes Interesse der über 120 Teilnehmer stieß die von der Verbraucherzentrale Bremen in Zusammenarbeit mit der South Pole Group durchgeführte Analyse "Der Klima-Fußabdruck von Investmentfonds". Es handelt sich hierbei um eine exemplarische Untersuchung der finanzierten Treibhausgasemissionen von Aktienfonds.

Das Projekt führte gemeinsam mit der Stiftung Warentest eine bundesweite Marktuntersuchung zu ethisch-ökologischen Investmentfonds durch. Die Ergebnisse wurden im Finanztestheft 09/2014 und im Sonderdruck der Verbraucherzentrale Bremen "Fonds auf grüner Welle" veröffentlicht.

gefördert durch

Durch Novellierungen von Förderprogrammen ergeben sich teilweise Änderungen bei den Förderbedingungen. Die aktuellen Fördermöglichkeiten entnehmen Sie bitte der jeweils geltenden Richtlinie oder Förderinformation.