Mehr Wege als Einweg im Klimaschutz

Mehr Wege als Einweg im Klimaschutz

Migrantischer Einzelhandel aktiv für den Klimaschutz
Bonusaktion "Ohne Plastiktüte geht’s auch!"
Mit dem Projekt werden migrantische Einzelhandelsunternehmen dabei unterstützt, verschiedene Aktionen und innovative Strukturen zur Reduktion des Plastiktütenverbrauchs zu erproben und modellhaft zu etablieren. Damit werden sie zur langfristigen und aktiven Beteiligung am Klimaschutz motiviert.

Projektinformationen

Förderprogramm 
Förderung von innovativen Klimaschutz-Einzelprojekten
Zielgruppe des Programms 
Verbraucher
Projektlaufzeit 
01.09.2013 bis 31.07.2016
Zielgruppe des Projekts 
Verbraucher
Förderkennzeichen 
03KSF053
Projektnehmer 
LIFE - Bildung, Umwelt, Chancengleichheit e.V.

Martina Bergk (Projektleiterin)
Tel. 030 – 308 798 – 21
bergk@life-online.de
www.life-online.de

Beschreibung

Zentrales Ziel der Kampagne ist die Reduktion von CO2-Emissionen durch einen verminderten Verbrauch von Plastiktüten. Dafür sollen migrantische Einzelhandelsunternehmen und ihre Kunden und Kundinnen sensibilisiert, informiert und motiviert werden. Zu diesem Zweck werden 32 Berliner Einzelhandelsunternehmen als Kooperationspartner und Kooperationspartnerinnen gewonnen.

Video zur Kampagne: "Lebensretter Stofftasche - Hilft in jedem Fall!"

Ziele

Stofftasche

Der Verbrauch von über fünf Milliarden Plastiktüten pro Jahr in Deutschland belastet die Klimabilanz. Der Einzelhandel nimmt hier als Schnittstelle zu den Verbrauchern und Verbraucherinnen eine Schlüsselrolle ein. Zusammen mit dem migrantischen Lebensmitteleinzelhandel, wo die kostenlose Ausgabe von Plastiktüten noch immer selbstverständlich ist, sollen Aktionen und innovative Strukturen zur Reduktion des Verbrauchs von Plastiktüten erprobt und modellhaft etabliert werden. Der bundesweite Transfer des Kampagnenkonzepts soll eine aktive und langfristige Umsetzung des Klimaschutzes im migrantischen Einzelhandel fördern. Die Unternehmen mit ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie den Klimaschutz-Botschaftern und Klimaschutz-Botschafterinnen fungieren dabei als Vorbilder und Multiplikatoren sowie Multiplikatorinnen der Idee.

 

Projektablauf
Näherei

Bei öffentlichen Aktionen in 32 Berliner Einzelhandelsunternehmen werden Verbraucher und Verbraucherinnen informiert, wie sie auf unterschiedliche Weise auf den Gebrauch von Plastiktüten verzichten können. Begleitet werden die verschiedenen Aktionen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Geschäfte sowie Klimaschutz-Botschafter und Klimaschutz-Botschafterinnen. Sie werden im Vorfeld zu den Folgen des Plastiktütenkonsums, zu Anreize der Vermeidung von Plastiktüten sowie zu Handlungsmöglichkeiten für die Verbraucher und Verbraucherinnen geschult. Im Anschluss werden die Kooperationsunternehmen unterstützt, die Strategien zum Klimaschutz nachhaltig in ihrem Geschäft zu implementieren. Abschließend ist der Transfer des Kampagnenkonzepts in mindestens drei weitere Städte und Kommunen in Deutschland geplant. Für die beteiligten Unternehmen aus Berlin sowie die Transferpartner ist der Aufbau eines Netzwerks vorgesehen, der den Erfahrungsaustausch der Einzelhandelsunternehmen untereinander sowie die Vernetzung der Transferpartner fördert.

 

Fazit

Mit dem migrantischen Einzelhandel als zentrale Zielgruppe und der Verbindung des Klimaschutzes mit dem Konsum von Plastiktüten konzentriert sich das Projekt auf eine bisher unberücksichtigte Aufgabe. Die Gruppe der Migranten und Migrantinnen und die Vielzahl migrantischer Geschäfte sind bisher in das Thema Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz wenig integriert. Neben der konkreten Reduktion des Plastiktütenverbrauchs leistet die Kampagne durch die gezielte Beteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund einen Beitrag zur Klimaschutzbildung für diese Zielgruppe.

Die Einbindung der verschiedenen Aktionen und Strategien für eine verminderte Ausgabe von kostenlosen Plastiktüten bietet den Geschäften den Einstieg in eine klimaschonendere Ausgestaltung ihres Unternehmens. Einhergehende Kosteneinsparungen können zusätzlich in längerfristige energie- und ressourcensparende Maßnahmen (z.B. Umstellung auf energieeffiziente Geräte, sortenreine Mülltrennung) investiert werden. Mit der Kampagne werden der Ausbau einer ökologischeren Wirtschaft sowie ein klimafreundliches Einkaufsverhalten bei Verbraucher und Verbraucherinnen gefördert.

Blick ins Projekt 

Kiezbaum statt Plastiktüte

© LIFE e.V.

Am 1. Februar 2016 startete die Aktion "Kiezbaum statt Plastiktüte" im Klausenerplatz-Kiez, die von LIFE e.V. und dem Klimaschutzmanagement Klausenerplatz ins Leben gerufen wurde. Bei dieser Aktion spenden Einzelhandelsgeschäfte aus dem Kiez bis zum 30. September 2016 pro eingesparte Plastiktüte 5 Cent. Das Geld wird für die Kunden gut sichtbar in Spendenboxen gesammelt und am Ende der Aktion in einen Kiezbaum investiert.

Bei der Aktion sollen mindestens 500 Euro zusammen kommen. In diesem Fall unterstützt der Berliner Senat im Rahmen seiner Kampagne "Stadtbäume für Berlin" das Vorhaben mit weiteren 500 Euro.

Weitere Informationen auf der Internetseite zur Aktion

Aktiv für die Zukunft

Unter dem Motto "Plastiktüten vermeiden, Klima schützen, Bildung fördern" ist am 15. Januar 2016 eine neue Aktion in den Filialen einer türkischen Lebensmittelkette gestartet. Für jeden plastiktütenfreien Einkauf in ihrem Unternehmen im Jahr 2016 wird die Lebensmittelkette 5 Cent spenden. Das Geld landet direkt in der Spendenbox an der Kasse. Die gesammelte Spende geht am Ende an insgesamt drei Berliner Schulen in Kreuzberg, Neukölln und Wedding, die davon Klimaschutzprojekte vor Ort realisieren. So soll beispielsweise ein grünes Klassenzimmer umgesetzt werden.

Weitere Informationen auf der Internetseite zur Aktion

© LIFE e.V. 

Plastiktütenfreier Tag

LIFE e.V. zeigt mit Aktionsfest & Aktionswoche: Ohne Plastiktüte geht’s auch!

Es gibt Alternativen zur Plastiktüte

© LIFE e.V.

In Berlin werden täglich über 616 000 Plastiktüten verbraucht, die die Umwelt belasten und dem Klima schaden. Von der Produktion bis zur Entsorgung setzt die Plastiktüte viele klimaschädliche Gase frei. Landet sie in der Umwelt, braucht sie bis zu 400 Jahre, bis sie verrottet ist. Unter dem Motto "Ohne Plastiktüte geht’s auch!" ruft LIFE e.V. gemeinsam mit dem Aktionsbündnis aus Umweltorganisationen zum 3. Juli 2015, dem Internationalen Plastiktütenfreien Tag, alle dazu auf, nur mit Mehrwegtaschen einzukaufen und sich an Aktionen gegen die Einweg-Plastiktüte zu beteiligen.

Aktionen zum Aktionstag

  •  Aktionsfest am Alexanderplatz, 3. Juli 2015: Mitmach-Aktionen, Infostände, Preisverleihung und Modenshow zum BagUp Fashion AWARD, Gesprächsrunde mit Politikerinnen und Politikern zur EU-Regelung zur Plastiktüte
  • Aktionswoche (3. bis 10.7.2015) mit Veranstaltungen zum Thema "Plastik(tüten)frei leben"
  • Bereits über 100 Berliner Geschäfte beteiligen sich mit Aktionen am Aktionstag
  • Aufruf zum Einkaufen ohne Plastiktüte
  • Klimaschutz animiert! Trickfilme zum "Lebensretter: Stofftasche"

 

Aktionsbündnis Plastiktütenfreier Tag Berlin:

Das Aktionsfest am Alexanderplatz wird organisiert von LIFE e.V. und unterstützt mit Infoständen und Aktionen vor Ort durch das Aktionsbündnis aus: BUND Berlin, BUNDjugend, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace Berlin, GRÜNE LIGA Berlin e.V., KlimaWerkstatt Spandau e.V., NABU, NAJU, VIS-NATURA MÜNCHEN Stiftung, WWF Jugend, Yeşil Çember. Der Plastiktütenfreie Tag Berlin ist Teil der Kampagne "Mehr Weg als Einweg im Klimaschutz" von LIFE e.V.

gefördert durch

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