Investive Maßnahmen: Viele Themenfelder, viele Möglichkeiten

In technischen Anlagen und Gebäuden liegen besonders hohe Potenziale zu direkter Energieeinsparung und zur nachhaltigen Reduktion von Treibhausgasemissionen. Um diese Potenziale kurzfristig zu erschließen, wird die Förderung für investive Klimaschutzmaßnahmen gewährt. Neu ist die Förderung von Klimaschutz in Rechenzentren. Neben weiteren Klimaschutztechnologien sind auch Maßnahmen der nachhaltigen Mobilität sowie die In-situ-Stabilisierung stillgelegter Siedlungsabfalldeponien förderfähig.

Das Bundesumweltministerium legt im Rahmen seiner Förderung einen besonderen Fokus auf Kindertagesstätten (Kitas), Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Sportstätten. Für die genannten Einrichtungen bzw. ihre Träger wird eine besondere Förderung für ausgewählte investive Klimaschutzmaßnahmen gewährt.

Zwischen                                                                          

  • dem 1. Juli und 30. September und
  • dem 1. Januar und 31. März

können Sie Anträge auf Zuwendung für investive Maßnahmen stellen.

Investive Klimaschutzmaßnahmen

Klimaschutz bei der LED-Außen- und -Straßenbeleuchtung sowie bei LED-Lichtsignalanlagen

Im Regelfall erfolgt die Förderung von Maßnahmen an Außen- und Straßenbeleuchtungsanlagen durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss:

  • in Höhe von bis zu 20 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bei einer Treibhausgasemissionsminderung von mindestens 70 Prozent,
  • in Höhe von bis zu 25 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bei einer Treibhausgasemissionsminderung von mindestens 80 Prozent, wenn bei der Sanierung eine Steuer- und Regelungstechnik installiert wird.

Bei Lichtsignalanlagen erfolgt die Förderung für den Einbau hocheffizienter LED-Beleuchtung im Regelfall durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss:

  • in Höhe von bis zu 30 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bei einer Treibhausgasemissionsminderung von mindestens 70 Prozent.

Klimaschutz bei der LED-Innen- und Hallenbeleuchtung

Gefördert wird die Nutzung hocheffizienter Technologien bei der Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung. Es muss eine Treibhausgaseinsparung von mindestens 50 Prozent erreicht werden.

Im Regelfall erfolgt die Förderung durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 30 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Im Rahmen der Förderung wird ausschließlich der Einbau kompletter LED-Leuchten gefördert. Andere technische Lösungen, wie z.B. der Einbau eines LED-Leuchtmittels in eine Bestandsleuchte, sind somit nicht förderfähig, auch wenn diese die geforderte Treibhausgasemissionsminderung von mindestens 50 Prozent erbringen kann.

Klimaschutz bei raumlufttechnischen Anlagen

Gefördert werden die Sanierung sowie der Austausch raumlufttechnischer Geräte im Regelfall durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 25 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Klimaschutz in Rechenzentren

Gefördert werden Maßnahmen zur Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz von Rechenzentren durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Bezuschusst wird die Optimierung der bestehenden Infrastruktur, beispielsweise bei der Nutzung freier Kühlung, der Wärmestromführung oder der Abwärmenutzung. Ebenfalls zuwendungsfähig ist der Ersatz einzelner oder mehrerer Hardwarekomponenten (zum Beispiel Server, Kälteanlagen, effiziente Netzteile und intelligente Power Distribution Units) inklusive der notwendigen Dienstleistungen. Zusätzlich können Maßnahmen zur Zertifizierung des Rechenzentrums mit dem Umweltzeichen Blauer Engel beantragt werden.

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Klimaschutz und nachhaltige Mobilität

Um nachhaltige Mobilitätsformen zu unterstützen, sind folgende infrastrukturelle Maßnahmen zuwendungsfähig: 

  • die Errichtung verkehrsmittelübergreifender Mobilitätsstationen,
  • die Einrichtung von Wegweisungssystemen für den alltagsorientierten Radverkehr,
  • die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur durch die Ergänzung vorhandener Radwegenetze (Lückenschluss durch Radwege, Fahrradstraßen, Radschnellwege oder Radfahr- und Schutzstreifen), die Umgestaltung von Knotenpunkten sowie die LED-Beleuchtung der neu errichteten Radwege,
  • die Errichtung von Radabstellanlagen an Verknüpfungspunkten mit öffentlichen Einrichtungen oder dem öffentlichen Verkehr.

Im Regelfall erfolgt die Zuwendung durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Der Zuschuss ist pro Antrag auf 350.000 Euro begrenzt.

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Klimaschutz bei stillgelegten Siedlungsabfalldeponien

Technologien zur Minderung von Treibhausgasemissionen in stillgelegten Siedlungsabfalldeponien werden gefördert, sofern die Maßnahme ein Emissionsminderungspotenzial von mindestens 50 Prozent besitzt.

Im Regelfall erfolgt die Zuwendung durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Der Zuschuss ist auf höchstens 450.000 Euro begrenzt.

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Investive Maßnahmen in Bildungs-/ Jugendfreizeiteinrichtungen sowie Sportstätten

In der Kommunalrichtlinie sind Klimaschutzmaßnahmen in Kindertagesstätten (Kitas), Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Sportstätten mit besonders attraktiven Förderquoten bedacht. Antragsberechtigt sind die genannten Einrichtungen bzw. ihre Träger – Sportstätten und Schwimmhallen müssen sich für den Antrag im kommunalen Eigentum befinden.

Zuschüsse werden für folgende Schwerpunkte gewährt:

  • Klimaschutz bei der Außenbeleuchtung,
  • Klimaschutz bei der Innen- und Hallenbeleuchtung,
  • Klimaschutz bei raumlufttechnischen Anlagen,
  • Austausch von Elektrogeräten,
  • Klimaschutz in Rechenzentren,
  • weitere Klimaschutzinvestitionen.

Die Höhe der zuwendungsfähigen Ausgaben muss so bemessen sein, dass sich eine Mindestzuwendung in Höhe von 5.000 ergibt.

Klimaschutz bei der Außenbeleuchtung

Gefördert wird die Sanierung der Außenbeleuchtung durch LED-Beleuchtungstechnik. Im Regelfall erfolgt die Förderung durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss:

  • in Höhe von bis zu 30 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Klimaschutz bei raumlufttechnischen Anlagen

Gefördert werden die Sanierung und der Austausch zentraler raumlufttechnischer Geräte unter Berücksichtigung hoher Effizienzanforderungen sowie möglichst hoher Energieeinsparung. In Kindertagesstätten und Schulen wird zusätzlich die Nachrüstung bzw. der erstmalige Einbau energieeffizienter dezentraler raumlufttechnischer Geräte gefördert. Im Regelfall erfolgt die Förderung durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss:

  • in Höhe von bis zu 35 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Klimaschutz bei der Innen- und Hallenbeleuchtung

Gefördert wird die Sanierung der Innen- bzw. Hallenbeleuchtung durch LED-Beleuchtungstechnik. Im Regelfall erfolgt die Förderung durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss:

  • in Höhe von bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bei einer Treibhausgasminderung von mindestens 50 Prozent.

Austausch von Elektrogeräten

Gefördert wird der Austausch ineffizienter Elektrogeräte in Schul- und Lehrküchen sowie in Kitas gegen Elektrogeräte der höchsten Effizienzklasse (EU-Label) durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Klimaschutz in Rechenzentren

Gefördert werden Maßnahmen zur Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz von Rechenzentren durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Bezuschusst wird die Optimierung der bestehenden Infrastruktur, beispielsweise bei der Nutzung freier Kühlung, der Wärmestromführung oder der Abwärmenutzung. Ebenfalls zuwendungsfähig ist der Ersatz einzelner oder mehrerer Hardwarekomponenten (zum Beispiel Server, Kälteanlagen, effiziente Netzteile und intelligente Power Distribution Units) inklusive der notwendigen Dienstleistungen. Zusätzlich können Maßnahmen zur Zertifizierung des Rechenzentrums mit dem Umweltzeichen Blauer Engel beantragt werden.

Weitere Klimaschutzinvestitionen                                              

Einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben wird gewährt für:

  • Austausch alter Pumpen durch Hocheffizienzpumpen (bei Heizung und Warmwasserzirkulation) inkl. hydraulischer Abgleich,
  • Dämmung von Heizkörpernischen,
  • Ersatz ineffizienter zentraler Warmwasserbereitungsanlagen gegen dezentrale Warmwasserbereitung,
  • Nachrüstung einer Wärmerückgewinnung aus Grauwasser (bei Schwimmhallen und Sportstätten),
  • Austausch nicht regelbarer Pumpen gegen regelbare Hocheffizienzpumpen für das Beckenwasser (nur bei Schwimmhallen),
  • Einbau einer Gebäudeleittechnik,
  • Einbau von Verschattungsvorrichtungen mit Tageslichtnutzung (nur wenn eine aktive Kühlung bereits vorhanden ist oder ein nachweislich notwendiger Einbau einer aktiven Kühlung vermieden werden kann).