Förderung von Klimaschutz in Masterplan-Kommunen

Klimaschutz-Master gesucht!
Landkreis Osnabrück
Ab 2016 werden wieder Kommunen bei der Königsdisziplin des kommunalen Klimaschutzes unterstützt. Der "Masterplan 100% Klimaschutz" fördert Kommunen, die ihre Treibhausgasemission bis 2050 um 95 Prozent senken wollen. In einem ersten Schritt müssen interessierte Kommunen bis 31. August 2015 eine aussagekräftige Projektskizze einreichen.

Förderinformationen

Förderung 
  • Bundesförderung
  • Bundesumweltministerium
Titel 
Förderung von Klimaschutz in Masterplan-Kommunen

Inhalte

Die Masterplan-Richtlinie teilt sich im Folgenden in drei Förderschwerpunkte auf. Die ersten beiden richten sich an Kommunen, die ein neues Masterplanvorhaben beginnen möchten. Der dritte Förderschwerpunkt richtet sich an die bestehenden "Masterplaner", die zur Verstetigung ihrer Klimaschutzaktivitäten, im Rahmen des Masterplans, Fördermittel beantragen können.

1. Erstvorhaben "Masterplan 100 % Klimaschutz" (MPK 2016)

Gefördert werden:

  • Sach- und Personalausgaben für externe Dienstleister bei der Erstellung eines Masterplans unter intensiver Einbeziehung der Bevölkerung und aller klimarelevanten Akteure vor Ort, der sich durch einen hohen Anspruch und einen langfristig angelegten Managementprozess auszeichnet;
  • die Sach- und Personalausgaben für im Rahmen des Vorhabens zusätzlich eingestellte Masterplanmanager während der Erstellung und erster Schritte zur Umsetzung des Masterplans;
  • Ausgaben für Dienstreisen zur Vernetzung und zum Austausch mit anderen Masterplan-Kommunen;
  • Sachausgaben für die Öffentlichkeitsarbeit in Höhe von bis zu 20.000 Euro;
  • Sachausgaben für den Anstoß eines zivilgesellschaftlichen Prozesses zum Masterplan und dessen Umsetzung in der Masterplan-Kommune in Höhe von bis zu 20.000 Euro

2. Ausgewählte Klimaschutzmaßnahme im Rahmen des Masterplanmanagements (MPK 2016)

Die Realisierung einer beispielhaften investiven Klimaschutzmaßnahme mit Modellcharakter und besonders hohem Beitrag zum Klimaschutz kann einmalig im Rahmen der Masterplanförderung durch eine Zuwendung gefördert werden. Damit soll beispielhaft gezeigt werden, dass die anspruchsvollen bundesweiten Klimaschutzziele erreichbar sind.

Gefördert werden:

  • Ausgaben für Investitionen zur Durchführung der ausgewählten Maßnahme, soweit sie klimarelevant sind.

In der Regel erfolgt die Förderung einer ausgewählten Maßnahme im Rahmen des Masterplanmanagements durch eine nicht rückzahlbare Zuwendung in Höhe von bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Die maximale Zuwendung beträgt 200.000 Euro. Der Bewilligungszeitraum für die ausgewählte Maßnahme beträgt maximal 36 Monate. Diese soll innerhalb des Förderzeitraums abgeschlossen werden.

3. Anschlussvorhaben Masterplanmanagement (MPK 2012)

Kommunen, die bereits im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom 1. Dezember 2010 eine Förderung als Masterplan-Kommune erhalten haben (MPK 2012), sind berechtigt, ein Anschlussvorhaben zu beantragen.

Das Anschlussvorhaben dient der Verstetigung des Masterplan-Prozesses und der Umsetzung folgender Ziele:

  • Vernetzung mit den MPK 2016 und weitere Unterstützung,
  • Stärkung der Identität der Kommune als Masterplan-Kommune,
  • Stärkung der zivilgesellschaftlichen Prozesse auf dem Weg zu 100 % Klimaschutz.

Gefördert werden:

  • die Fortsetzung der Stelle(n) der/des Masterplanmanager(s), die im Rahmen des Masterplan-Fördervorhabens geschaffen wurde(n) sowie
  • die Stärkung des zivilgesellschaftlichen Prozesses bei der Umsetzung des Masterplans.

Im Rahmen des Anschlussvorhabens muss innerhalb von drei Monaten ein Konzept zur Stärkung des zivilgesellschaftlichen Prozesses in der Kommune erstellt werden.

Zuwendungsfähig sind

  • Personal- und Sachausgaben für das Masterplanmanagement maximal bis zum Stellenumfang des geförderten Erstvorhabens in seiner Umsetzungsphase (Phase 2);
  • Ausgaben für Dienstreisen zur Vernetzung und zum Austausch mit anderen Masterplan-Kommunen und zur Unterstützung der MPK 2016 und
  • Sachausgaben für Maßnahmen zur Stärkung zivilgesellschaftlicher Prozesse im Umfang von maximal 20.000 Euro, sofern das Konzept genehmigt ist.

In der Regel erfolgt die Förderung eines Anschlussvorhabens Masterplanmanagement durch eine nicht rückzahlbare Zuwendung in Höhe von bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Der Bewilligungszeitraum beträgt maximal 24 Monate.

Art der

Förderung

 

1. Erstvorhaben "Masterplan 100 % Klimaschutz" (MPK 2016)

In der Regel erfolgt die Förderung eines Erstvorhabens "Masterplan 100 % Klimaschutz" durch eine nicht rückzahlbare Zuwendung in Höhe von bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Der Bewilligungszeitraum beträgt insgesamt für die Erstellung des Masterplans maximal 12 Monate und anschließend für die ersten Schritte der Umsetzung maximal 36 Monate.

Die notwendigen Investitionen für die Umsetzung der Inhalte des Masterplans liegen in der Verantwortung des Zuwendungsempfängers.

2. Ausgewählte Klimaschutzmaßnahme im Rahmen des Masterplanmanagements (MPK 2016)

In der Regel erfolgt die Förderung einer ausgewählten Maßnahme im Rahmen des Masterplanmanagements durch eine nicht rückzahlbare Zuwendung in Höhe von bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Die maximale Zuwendung beträgt 200.000 Euro. Der Bewilligungszeitraum für die ausgewählte Maßnahme beträgt maximal 36 Monate. Diese soll innerhalb des Förderzeitraums abgeschlossen werden.

3. Anschlussvorhaben Masterplanmanagement (MPK 2012)

In der Regel erfolgt die Förderung eines Anschlussvorhabens Masterplanmanagement durch eine nicht rückzahlbare Zuwendung in Höhe von bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Der Bewilligungszeitraum beträgt maximal 24 Monate.

Antrags-

verfahren

1. Erstvorhaben "Masterplan 100 % Klimaschutz" (MPK 2016)

Die Antragsfrist (31. August 2015) ist bereits abgelaufen und das Antragsverfahren läuft. Der Projektstart wird für den 1. Juli 2016 angestrebt.

2. Ausgewählte Maßnahme des Masterplanmanagements (MPK 2016)

Das Antragsverfahren ist einstufig. Förderanträge können innerhalb von 12 Monaten nach Fertigstellung und Beschluss des Masterplans beim Projektträger eingereicht werden, sofern die Voraussetzung für das Erstvorhaben "Masterplan 100 % Klimaschutz" (MPK 2016) erfüllt sind.

3. Anschlussvorhaben Masterplanmanagement (MPK 2012)

Das Antragsverfahren ist einstufig. Der Zuwendungsempfänger soll durch eine rechtzeitige Beantragung des Anschlussvorhabens (6 bis 12 Monate vor Ende des Erstvorhabens) einen nahtlosen Anschluss an das Erstvorhaben ermöglichen.

4. Allgemeine Informationen

Projektskizzen und -anträge für alle Förderschwerpunkte sind einzureichen bei:

Projektträger Jülich (PtJ)
Forschungszentrum Jülich GmbH
Geschäftsbereich Klima (KLI)
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin

Tel: 030 / 20 199 577
Fax: 0 30 / 20 199 3100
E-Mail: ptj-ksi@fz-juelich.de

 

Handbuch

methodischer

Grundfragen

Mit dem "Handbuch methodischer Grundfragen" sollen Masterplan-Kommunen die Erstellung ihres Masterplans strukturiert, methodisch und einheitlich angehen. Es soll sowohl die Masterplan-Managerinnen und -Manager bei ihrer Arbeit als auch die den Masterplan erstellenden externen Dienstleister unterstützen.

Das Handbuch erleichtert es den Kommunen, den Masterplan innerhalb eines Jahres zu beschließen, da sie nach einem einheitlichen Schema arbeiten können und alle wichtigen Aspekte, die sie bei der Erstellung berücksichtigen müssen, im Handbuch ausführlich beschrieben werden.

Das Handbuch wurde im Rahmen des Projektes "Die kommunale Effizienzrevolution für den Klimaschutz in den deutschen Städten – Voraussetzungen, Transformationspfade, Wirkungen", kurz "KomRev",  vom Solar-Institut Jülich, Wuppertal Institut und DLR erstellt. Im Projekt wurden zwei weitgehend CO2-freie Energienutzungs- und Versorgungskonzepte mit hohen kommunalen Energieerzeugungsanteilen beispielhaft für die Masterplan-Kommune Rheine entwickelt. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter der Rubrik "Nützliche Links".