Wettbewerb "Klimaaktive Kommune 2016"

Ministerin Hendricks zeichnet Gewinner aus

Film: 9. Kommunale Klimakonferenz und Preisverleihung "Klimaaktive Kommune 2016"
Alle Preisträgerfilme 2016 sowie die Filme der vergangenen Wettbewerbe finden Sie auch auf unserem Youtube-Kanal...

Der Wettbewerb 2016

Insgesamt gab es 99 Bewerbungen für den Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2016“. Die Preisträger erhalten jeweils ein Preisgeld von 25.000 Euro. Die Preisgelder werden von den Kommunen wieder in Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekte investiert. Initiator des Wettbewerbs, der Kommunen und Regionen auszeichnet, in denen beispielsweise Themen wie klimagerechtes Bauen und Sanieren, Klimaanpassung, klimafreundliche Mobilität, Suffizienz oder länderübergreifende Klimaaktivitäten eine Rolle spielen, ist das Bundesumweltministerium zusammen mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu). Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

Die Preisverleihung

Die neun Gewinnerkommunen wurden am 28. November 2016 auf der  9. Kommunalen Klimakonferenz „Schnittstellen erkennen – Synergien nutzen“ ausgezeichnet. Informationen zu den einzelnen Projekten der Preisträger finden Sie am Ende dieser Seite.

Bilder von der Preisverleihung
Finden Sie in unserer Bildergalerie zur Ansicht und zum Download sowie auf dieser Seite unten im Downloadbereich. Auf den einzelnen Preisträgerseiten s.u. steht außerdem jeweils ein Pressefoto zum Projekt bereit. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: lieder@difu.de
Fotorechte: Peter Himsel/Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Nutzungshinweis: Abdruck für redaktionelle Zwecke honorarfrei, werbliche Nutzung ist nicht gestattet!


Gewinner und Gratulanten Kategorie 1 (v.l.n.r.):
Dr. Barbara Hendricks, Bundesumweltministerin; Andreas Claus, Bürgermeister der Stadt Uebigau-Wahrenbrück; Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg; Wolfgang Herz, Erster Landesbeamter des Enzkreises; Cornelia Rösler, Deutsches Institut für Urbanistik, Leiterin Bereich Umwelt; Georg Huber, Vorsitzender des Umwelt- und Planungsausschusses des Deutschen Landkreistages; Sven Plöger, Moderator


Gewinner und Gratulanten Kategorie 2 (v.l.n.r.):
Sven Plöger, Moderator; Dr. Barbara Hendricks, Bundesumweltministerin; Cornelia Rösler, Deutsches Institut für Urbanistik, Leiterin Bereich Umwelt; Klaus Stapf, Bürgermeister der Stadt Karlsruhe; Denis Peisker, Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Jena; Hans-Josef Vogel, Bürgermeister der Stadt Arnsberg; Axel Welge, Hauptreferent des Deutschen Städtetages


Gewinner und Gratulanten Kategorie 3 (v.l.n.r.):
Dr. Barbara Hendricks, Bundesumweltministerin; Christian Heinrich-Jaschinski, Landrat des Landkreises Elbe-Elster; Johannes Arnold, Oberbürgermeister der Stadt Ettlingen; Bernd Bornemann, Oberbürgermeister der Stadt Emden; Cornelia Rösler, Deutsches Institut für Urbanistik, Leiterin Bereich Umwelt; Roland Schäfer, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes; Sven Plöger, Moderator

Die Preisträger und ihre Projekte

Kategorie 1: Kommunale Klimaprojekte durch Kooperation

Vorbildlich realisierte Klimaprojekte, die Ergebnis einer erfolgreichen Kooperation mit verschiedenen Akteuren in der Kommune und/oder mit anderen Kommunen sind. Relevant sind insbesondere die Resultate der Zusammenarbeit, wie z.B. Mobilitätsvorhaben, Bauprojekte oder Beratungsangebote.

  • 2016 Kategorie 1: Transfer- und Transformationszentrum energiegeladene LOUISE
    Kategorie 1: Transfer- und Transformationszentrum energiegeladene LOUISE
    © Hearts&Minds-Difu

    Stadt Uebigau-Wahrenbrück (Brandenburg): Kooperationsprojekt – Brikettfabrik „Louise“ als außerschulischer Lernort

    Zum Erhalt der ehemaligen Brikettfabrik „Louise“ als außerschulischer Lernort zur Vermittlung von Klima- und Energiethemen hat die Stadt Uebigau-Wahrenbrück weitreichende regionale Netzwerke und Partnerschaften auf- und ausgebaut. Es wurde ein Begegnungs- und Lernort geschaffen, an dem Menschen aller Generationen aktuelle und historische Themen rund um Klimaschutz, Energie und Ressourcen erfolgreich vermittelt werden.
  • 2016 Kategorie 1: Virtuelles Kraftwerk
    2016 Kategorie 1: Virtuelles Kraftwerk
    © Hearts&Minds-Difu

    Landkreis Ebersberg (Bayern): Virtuelles Kraftwerk als kommunales Gemeinschaftsprojekt

    Gemeinsam mit 19 kreisangehörigen Kommunen hat der Landkreis Ebersberg mit der Gründung eines der ersten kommunalen virtuellen Kraftwerke Pionierarbeit geleistet. Das Kooperationsprojekt ermöglicht den Zusammenschluss von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien aus dem gesamten Landkreis zu einem Energieversorgungsunternehmen. So ist es möglich, sicher und kostengünstig erneuerbare Energien aus der Region für die Region zu produzieren und somit die Energieziele des Landkreises – bis zum Jahr 2030 frei von fossilen Energieträgern zu sein – voranzubringen.
  • 2016 Kategorie 1: CO2-Vermeidung und CO2-Kompensation im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit
    2016 Kategorie 1: CO2-Vermeidung und CO2-Kompensation im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit
    © Hearts&Minds-Difu

    Enzkreis (Baden-Württemberg): CO2-Vermeidung und CO2-Kompensation im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit

    Beim Thema Klimaschutz kooperiert der Enzkreis auf lokaler, regionaler, bundesweiter und internationaler Ebene. Mit vielfältigen Klima-, Schul- und Projektpartnerschaften trägt er wirkungsvoll dazu bei, klimaschädliche Emissionen zu vermeiden, zu kompensieren und darüber hinaus einen Beitrag zu inklusiver Bildungs- und Entwicklungszusammenarbeit zu leisten.

Kategorie 2: Klimaanpassung in der Kommune

Erfolgreiche kommunale Ansätze, die das Querschnittsthema Klimaanpassung vor Ort voranbringen, z.B. konkrete Maßnahmen, fachübergreifende Strategien oder Modellprojekte. Dabei sind auch Synergien von Klimaschutz und Klimaanpassung wünschenswert.

  • 2016 Kategorie 2: Klimaanpassung durch Renaturierung von Gewässern im Stadtgebiet
    2016 Kategorie 2: Klimaanpassung durch Renaturierung von Gewässern im Stadtgebiet
    © Hearts&Minds-Difu

    Stadt Arnsberg (Nordrhein-Westfalen): Klimaanpassung durch Renaturierung von Gewässern im Stadtgebiet

    Die Stadt Arnsberg hat verschiedene Bachläufe und Abschnitte der Ruhr in ihrem Stadtgebiet systematisch naturnah umgestaltet. Diese Klimaanpassungsmaßnahmen zur Gewässerrenaturierung tragen effektiv zum Hochwasser- und Überflutungsschutz des Stadtgebietes bei und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Zugleich ist das Projekt beispielgebend für die Information und Einbindung der Bürgerschaft sowie für die Finanzierung von umfangreichen Umweltschutzprojekten in einer haushaltsschwachen Kommune.
  • 2016 Kategorie 2: Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel
    2016 Kategorie 2: Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel
    © Hearts&Minds-Difu

    Stadt Jena (Thüringen): Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel

    Mit dem Thema Stadtbäume bzw. urbanes Grün greift die Stadt Jena ein zentrales Anliegen der Klimaanpassung im verdichteten Raum auf. Eine umfassende Bestimmung von Standort und Raumtypen ermöglicht eine differenzierte Analyse, auf deren Grundlage praktisch anwendbare Planungshilfen wie eine Baumartenempfehlungsliste, Modellstraßen-Steckbriefe und Baumartenportraits entwickelt wurden. Die Methodik des detaillierten und auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnittenen Konzeptes ist gleichzeitig gut auf andere Kommunen übertragbar.
  • 2016 Kategorie 2: Anpassung an den Klimawandel – Bestandsaufnahme, Strategie, Umsetzung
    2016 Kategorie 2: Anpassung an den Klimawandel – Bestandsaufnahme, Strategie, Umsetzung
    © Hearts&Minds-Difu

    Stadt Karlsruhe (Baden-Württemberg): Anpassung an den Klimawandel – Bestandsaufnahme, Strategie, Umsetzung

    Mit ihrem Projekt „Anpassung an den Klimawandel – Bestandsaufnahme, Strategie, Umsetzung“ stellt sich die Stadt Karlsruhe den komplexen Herausforderungen des Klimawandels. Nach der Verabschiedung einer umfassenden Klimaanpassungsstrategie im Mai 2013 durch den Gemeinderat ist die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen in Karlsruhe weit vorangeschritten. Beispielhaft ist auch die Berücksichtigung von Schnittstellen zwischen Klimaanpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen im Sinne einer klimagerechten Stadtentwicklung.

Kategorie 3: Kommunale Klimaaktivitäten zum Mitmachen

Erfolgreich umgesetzte Aktionen, um Menschen vor Ort zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und/oder Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu motivieren, z.B. kommunale Kampagnen oder spezifische Angebote.

  • 2016 Kategorie 3: Schulwettbewerb – Klimaschutz ist (eine) Kunst
    2016 Kategorie 3: Schulwettbewerb – Klimaschutz ist (eine) Kunst
    © Hearts&Minds-Difu

    Landkreis Elbe-Elster (Brandenburg): Schulwettbewerb – Klimaschutz ist (eine) Kunst

    Der Landkreis Elbe-Elster hat mit seinem Wettbewerb „Klimaschutz ist (eine) Kunst“ Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur sechsten Klasse attraktiv und nachhaltig zur Auseinandersetzung mit dem Thema Klimaschutz angeregt. Durch Recycling und Upcycling von ausrangierten (Werk-)Stoffen haben die Kinder über die Erstellung von eigenen Exponaten einen kreativen Zugang zum Thema gefunden. Dank der geschickten Nutzung von Kooperationen und Synergien konnte der Wettbewerb trotz eines geringen Budgets eine große Reichweite erzielen.
  • 2016 Kategorie 3: Ein Schlemmerfest setzt Zeichen. Emden à la Carte. Regionale Küche – köstlich und klimafreundlich
    2016 Kategorie 3: Ein Schlemmerfest setzt Zeichen. Emden à la Carte. Regionale Küche – köstlich und klimafreundlich
    © Hearts&Minds-Difu

    Stadt Emden (Niedersachsen): Ein Schlemmerfest setzt Zeichen. Emden à la Carte. Regionale Küche – köstlich und klimafreundlich

    Die Stadt Emden hat ein seit langem etabliertes Gourmet-Festival im Jahr 2015 bewusst unter das Motto „Regionale Küche – köstlich und klimafreundlich“ gestellt, um durch die Verbindung von Klimaschutz mit positiven Emotionen wie Genuss und Freude sowohl Gäste als auch Organisatoren für das Thema „Ernährung und Klimaschutz“ zu sensibilisieren und nachhaltig zu regionalen, klimagerechteren Ernährungsgewohnheiten im Alltag zu motivieren. Auch bei der Durchführung der Veranstaltung wurde auf Nachhaltigkeit Wert gelegt.
  • 2016 Kategorie 3: Energiesparboxen-Reihe für den Klimaschutz
    2016 Kategorie 3: Energiesparboxen-Reihe für den Klimaschutz
    © Hearts&Minds/Difu

    Stadt Ettlingen (Baden-Württemberg): Energiesparboxen-Reihe für den Klimaschutz

    Mit den von der Stadt entwickelten, produzierten und finanziell geförderten Energiesparboxen zu den Themen Strom, Warmwasser, Heizwärme und Mobilität werden Tipps und Technologien zum Energiesparen direkt in die Ettlinger Haushalte getragen. Die ausgewählten Geräte ermöglichen messbare Einspareffekte und bringen die Nutzung effizienter Einspartechnologien voran. Nutzerinnen und Nutzer werden darüber hinaus zu wirkungsvollen Multiplikatoren für das Thema Energiesparen, indem sie ihre guten Erfahrungen weitergeben.