Projekt des Monats Februar 2016: Produktionsbezogene Nachhaltigkeitskompetenz (ProNaK)

Informationsveranstaltung zu ProNaK für interessierte Unternehmen.
Informationsveranstaltung zu ProNaK für interessierte Unternehmen.
© ProNaK

Ziel des Projektes ist es, den CO2-Ausstoß in Industrie-Unternehmen zu senken, denn dort entsteht ein Großteil der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Hierzu werden Potenziale für eine nachhaltigere Produktion erschlossen. Dabei gilt es vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Fertigung zu erreichen und zur Energieeinsparung zu animieren.

Erfahrungsbasiertes Lernen

Die Projektbeteiligten wollen dabei jedoch kein Wissen vermitteln, das nicht zum beruflichen Alltag passt. Sie setzen auf erfahrungsbasiertes Lernen: Sie beziehen die Erfahrungen und Handlungsweise in den Betrieben mit ein und richten die Wissensvermittlung danach aus. Der Grund hierzu liegt nahe: Wenn jemand jahrelang mit einer bestimmten Anlage arbeitet, kennt er diese sehr genau. Nur wenn seine Arbeit wertgeschätzt wird und er selbst in den Prozess der Ideenfindung miteinbezogen wird, kann das nachhaltige Handeln auch langfristig im Berufsalltag gelingen.

Um möglichst viele Aspekte miteinfließen zu lassen, ist das Projekt in Sachen Forschung breit aufgestellt. So teilen sich die Schwerpunkte der einzelnen Projektbeteiligten in vier Bereiche:

  1. Arbeitswissenschaft mit Fokus auf Industrial Engineering
    Technische Universität Chemnitz
  2. Arbeitswissenschaft mit Fokus auf Subjekt
    Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V.
  3. Erfahrungsbasiertes Lernen
    Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung e.V.
  4. Evaluierung
    Universität Hohenheim

Das Workshop-Konzept

Schon bei dem Auftakt der dreiteiligen Workshop-Reihe werden Veränderungsansätze gesammelt und dem Vorgesetzten präsentiert. In der anschließenden Praxisphase werden die Ideen auf Ihre Alltagstauglichkeit hin getestet. In einem zweiten und dritten Workshop – unterbrochen von einer zweiten Praxisphase - tauscht man sich über die Erfahrungen aus und konkretisiert die Ideen.    

Das Projekt wurde Anfang 2016 mit dem Qualitätssiegel Werkstatt N ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird vom Rat für Nachhaltige Entwicklung verliehen und fördert nachhaltige Ideen und Projekte.