Termin
06. Dez. - 07. Dez. 2018 | Berlin

11. Kommunale Klimakonferenz: Klima- und Nachhaltigkeitsziele kommunal verankern

Kommunen
Bis spätestens 2050 gibt der Klimaschutzplan der Bundesregierung eine weitgehende Treibhausgasneutralität vor. Konkrete Lösungen für die Umsetzung auf kommunaler Ebene bietet die Agenda 2030, die im Kern die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) aufgreift. Da viele Aktivitäten im Bereich Klimaschutz von wechselseitigem Nutzen für eine nachhaltige Entwicklung sind, lag der Fokus der Konferenz auf den Synergien und Schnittstellen zwischen dem Klimaschutz und den Globalen Nachhaltigkeitszielen, die Kommunen bei der Umsetzung vor Ort nutzen können.
  • Grundsatzrede von Bundesumweltministerin Svenja Schulze
    © Peter Himsel/Difu
  • Begrüßung durch Professor Dr. Carsten Kühl, Geschäftsführer und Leiter des Deutschen Instituts für Urbanistik
    © Peter Himsel/Difu
  • Blick ins Plenum
    © Peter Himsel/Difu
  • Keynote von Dietmar Horn, Leiter der Grundsatzabteilung im Bundesumweltministerium
    © Peter Himsel/Difu
  • Diskussion zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit zusammen denken
    © Peter Himsel/Difu

>> Mehr Fotos von der Konferenz finden Sie unten auf dieser Seite.

Kommunen und Akteure im kommunalen Klimaschutz waren am 6. und 7. Dezember 2018 zur 11. Kommunalen Klimakonferenz in Berlin eingeladen. Professor Dr. Carsten Kühl (Geschäftsführer und Leiter des Deutschen Instituts für Urbanistik) eröffnete die Konferenz und verwies auf die vielfältigen kommunalen Antworten zum Schutz des Klimas:

„Der diesjährige Sommer hat ‚eindrucksvoll‘ gezeigt, welche Herausforderungen Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland zukünftig vermehrt meistern müssen, damit es gelingt, den Klimawandel zumindest abzuschwächen. Die Preisträger des Wettbewerbs leisten hierzu mit ihren vorbildlichen Maßnahmen und Strategien einen wertvollen Beitrag.“

Moderiert wurde die Veranstaltung wieder von Sven Plöger. Eine Keynote von Dietmar Horn (Leiter der Grundsatzabteilung im Bundesumweltminsterium) zeigte unter anderem auf, welche Maßnahmen notwendig sind bzw. welche Akteure aktiviert werden müssen, um den Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung erfolgreich umzusetzen. In der nachfolgenden Diskussionsrunde zum Thema „Klimaschutz und Nachhaltigkeit zusammen denken“ erörterten Dietmar Horn, Holger Robrecht (ICLEI), Jessica Baier (Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, SKEW) und Cornelia Rösler (Difu) die Kommunalen Aktivitäten und Herausforderungen bei der Umsetzung der Agenda 2030 und nannten gute Beispiele aus Kommunen - aus Deutschland, Europa und international.

Nach der Kaffeepause, die von den Teilnehmenden rege zum Austausch und Besuch der begleitenden Ausstellung genutzt wurde, folgten Blitzlichter aus der kommunalen Praxis:

  • Dr. Wilhelm Benfer (Landkreis Barnim) erläuterte das Projekt „Nachhaltiger Landkreis Barnim“, bei dem es darum ging zu untersuchen, inwieweit die Kommune als Organisation ihr Handeln an den Prinzipien der Nachhaltigkeit ausrichtet.
  • Dr. Klaus von Zahn (Stadt Freiburg i. Br.) stellte die Herausforderungen für die postfossile Versorgung eines neuen Stadtteils am Beispiel des Energiekonzepts zum neuen Freiburger Stadtteil Dietenbach vor.
  • Wolfgang Müller (Stadt Nürnberg) präsentierte die Idee der „Klimarundgänge", mit denen in Nürnberg Bürgerinnen und Bürger für den Umgang mit Energie, für Klimaschutz und Klimawandel in Geschichte und Gegenwart sensibilsiert werden, die sich bisher nicht intensiv mit den Themen Klimaschutz und Klimawandel auseinandersetzen.

Nach der Grundsatzrede von Bundesumweltministerin Svenja Schulze stand auch die Bekanntgabe der zehn Gewinner im Wettbewerb "Klimaaktive Kommune 2018" auf der Agenda des ersten Veranstaltungstages. Svenja Schulze überreichte die Preise zusammen mit Vertretern der kommunalen Spitzenverbände und des Umweltbundesamts die Preise. Sie gratulierte den Gewinnerkommunen und betonte die Bedeutung des kommunalen Engagements:

„Kommunen und Regionen sind Schrittmacher im Klimaschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel. Für einen erfolgreichen Klimaschutz gilt es, global und lokal zugleich zu handeln: In Kattowitz verhandeln wir den globalen Rahmen, vor Ort zeigen Kommunen, wie Klimaschutz in der Praxis funktioniert. Klimaschutz steht hier für Innovation, Lebensqualität und regionale Wertschöpfung.“

Konferenzfilm

>> Eine barrierefreie Version des Films mit Untertitel finden Sie hier.

Am zweiten Konferenztag konnten die Teilnehmenden zwischen vier parallelen Fachforen entscheiden.
>> Fotos von den gemeinsam erarbeiteten Ergebnissen der Foren finden Sie weiter unten auf dieser Seite zum Download.
>> Die Folien der Referenten werden zeitnah ergänzt und können dann durch Klick auf die Vortragstitel heruntergeladen werden.

Forum 1: Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsziele in der Verwaltung verankern – Strukturen, Maßnahmen und Instrumente
- Sebastian Dürselen (SKEW): Global Nachhaltige Kommune – Praxisbeispiele zur Lokalisierung der Agenda 2030 auf kommunaler Ebene
- Herbert Brüning (Stadt Norderstedt): Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Norderstedt
- Silke Sesterhenn (Stadt Nürnberg): Nachhaltigkeit ist eine Aufgabe für Verwaltung und Zivilgesellschaft
Forum 2: Klima- und Ressourcenschutz zur Umsetzung der SDGs
- Britta Rösener (RWTH Aachen): Klimanetze: Klimaschutz - Hand in Hand!
- Reiner Erben (Stadt Augsburg): Kommunale Zukunftsleitlinien zur Erreichung der SDG am Beispiel der Stadt Augsburg
Forum 3: Ernährungswende ist Klimaschutz – beides beginnt vor Ort!
- Dr. Werner Ebert (Stadt Nürnberg): Kommunen fördern nachhaltige Ernährung - gute Beispiele aus der BIO-Metropole Nürnberg
- Florian Sander (Ernährungsrat Köln): Kommunale Ernährungswende – Handlungsmöglichkeiten aus Sicht der Zivilgesellschaft
Forum 4: Nachhaltige und klimafreundliche Kommunen durch umweltbezogenen Gesundheitsschutz
- Dr. Julia Hackenbruch (Stadt Karlsruhe): Gesundheitsrisiken durch den Klimawandel begegnen - die Klimaanpassungsstrategie der Stadt Karlsruhe
- Lisa Bartholomä/Tobias Meigel (Stadt Herrenberg): Stadtluft verbessern - Modellstadt Herrenberg
- Thomas Preuß (Difu): Umweltbezogener Gesundheitsschutz - Chancen integrierter Ansätze

Am Ende wurden die beiden Veranstaltungstage durch ein Improvisationstheater zusammengefasst

Konferenzbegleitende Aussteller:
In diesem Jahr waren

Veranstalter
Ausrichter der Konferenz war das Bundesumweltministerium und das Deutsche Institut für Urbanistik in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund.

Veranstaltungsort
dbb forum berlin
Friedrichstraße 169
10117 Berlin

Rückblick
10. Kommunale Klimakonferenz, 22./23. Januar 2018

Veranstaltungswebseite
Abschnitte 
Ausstellung
© David Ausserhofer/Difu
Forum 1: Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsziele in der Verwaltung verankern - Strukturen, Maßnahmen und Instrumente
© David Ausserhofer/Difu
Forum 2: Klima- und Ressourcenschutz zur Umsetzung der SDGs
© David Ausserhofer/Difu
Forum 3: Ernährungswende ist Klimaschutz - beides beginnt vor Ort!
© David Ausserhofer/Difu
Forum 4: Nachhaltige und klimafreundliche Kommunen durch umweltbzeogenen Gesundheitsschutz
© David Ausserhofer/Difu
Ausstellung
© David Ausserhofer/Difu
Das Improvisatiopnstheater Fast Forward fasst zusammen.
© Peter Himsel/Difu
Moderator Sven Plöger zum Klimawandel
© Peter Himsel/Difu
Austausch im Atrium
© Peter Himsel/Difu
Das Publikum ist gefragt!
© Peter Himsel/Difu
Blick ins Plenum
© Peter Himsel/Difu
Am Ausstellungsstand des Improvisationstehater wurde Nachhaltigkeitspoesie geschrieben.
© David Ausserhofer/Difu
Alle Gewinnerteams des Wettbewerbs 2018 mit Gratulanten
© Peter Himsel/Difu
© Peter Himsel/Difu