Kälte-Klima-Richtlinie

Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen an Kälte-und Klimaanlagen
Klima-Kälterichtlinie
© iStock/nikamata
Mit der Kälte-Klima-Richtlinie werden die Neuerrichtung, die Vollsanierung und die Teilsanierung von energieeffizienten Kälte- und Klimaanlagen gefördert. Die Förderung erfolgt auf Zuschussbasis mit Festbeträgen.

Programm Informationen

Förderregion 
Bundesweit
Zielgruppe des Programms 
Kommunen
Wirtschaft
Einreichungsfrist 
01.01.2017 bis 31.12.2019

Beschreibung

Das Bundesumweltministerium fördert seit 2008 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen. Die mit Investitionszuschüssen geförderten Anlagen verbrauchen durch Verwendung hocheffizienter Komponenten und Systeme erheblich weniger Energie und verursachen dadurch deutlich geringere CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung. Zugleich setzen die Anlagenbetreiber mit Hilfe der Förderung in vielen Fällen holgenfreie Kältemittel oder Kältemittel mit geringer Treibhauswirksamkeit ein und reduzieren dadurch die direkten Emissionen. Die Anlagen tragen so zum Klimaschutz bei.

Zum 1. Januar 2017 ist die novellierte Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen in Kraft getreten. Ziel ist insbesondere

  • das adressierte Potenzial durch eine Erweiterung des Förderumfangs zu erhöhen,
  • nicht-halogenierte und weniger treibhausgaswirksame Kältemittel zu fördern und
  • den Förderprozess zu vereinfachen.

Wie bisher kann die Förderung von Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen, Kommunen, kommunalen Gebietskörperschaften, Zweckverbänden und Eigenbetrieben, Schulen, Krankenhäusern sowie kirchlichen Einrichtungen (unabhängig von der Gewinnerzielungsabsicht) beantragt werden.

Durch die Novellierung werden künftig neben der Neuerrichtung und Vollsanierung von Anlagen auch Teilsanierungen gefördert.

Im Rahmen der Basisförderung sind die folgenden vier Anlagenklassen förderfähig:

  • kleine Kompressions-Kälte- und Klimaanlagen mit 2 bis 5 kW elektrischer Leistungsaufnahme;
  • Kompressions-Kälte- und Klimaanlagen mit 5 bis 300 kW elektrischer Leistungsaufnahme (außer Ammoniakanlagen);
  • Ammoniakanlagen mit 5 bis 200 kW elektrischer Leistungsaufnahme;
  • Sorptionsanlagen mit 5 bis 500 kW Kälteleistung.

Sorptionskälteanlagen müssen über eine bereits vorhandene Wärmequelle betrieben werden, die in den Sommermonaten wenig genutzt werden kann oder alternativ über eine neu zu installierende Solarthermieanlage.

Im Rahmen der Basisförderung werden Zuschüsse auf Basis von Festbeträgen gewährt, die von der Kälteleistung und der Art der Anlage abhängig sind. Die Förderbeträge sind hier in Form von Grafiken und Tabellen dargestellt: www.bafa.de.

Bei der Vollsanierung von Bestandsanlagen erhöht sich die Basisförderung der jeweiligen Anwendung um 10 Prozent, wenn das Kältemittel nach der Sanierung ein GWP < 750 aufweist (Kältemittel-Bonus).

Zur Steigerung der Effizienz des Gesamtsystems werden zudem folgende Maßnahmen im Rahmen der Bonusförderung gefördert:

  • Wärmespeicher mit Wärmeübertrager zur Abwärmenutzung der Kälte- oder Klimaanlage;
  • Wärmepumpen zur Abwärmenutzung der Kälte- oder Klimaanlage (für Wärmespeicher);
  • Kältespeicher mit Wärmeübertrager;
  • Freikühler mit Rohrleitungen, Pumpen, Tank, MSR-Technik und gegebenenfalls zusätzlichem Wärmeübertrager.

Im Rahmen der Bonusförderung werden bei den drei erstgenannten Maßnahmen ebenfalls Zuschüsse auf Basis von Festbeträgen gewährt. Diese sind von der Wärme- bzw. Kältespeicherkapazität (in Kilowattstunden) bzw. von dem aufgenommenen Nennwärmestrom (bzw. der Kälteleistung) der Wärmepumpe abhängig. Die Förderbeträge sind hier in Form von Grafiken und Tabellen dargestellt: www.bafa.de.

Beim Einsatz von Freikühlern erhöht sich die Höhe der Basisförderung der jeweiligen Anwendung um 30 Prozent.

Förderanträge nach der novellierten Richtlinie nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) seit dem 1. Januar 2017 entgegen. Für die Antragstellung ist das elektronische Antragsverfahren zu verwenden. Auf der Internetseite des BAFA (www.bafa.de) können auch die Förderkurven und Fördertabellen zur Ermittlung der Festbeträge sowie die weiterführenden Erläuterungen zur Richtlinie eingesehen werden.

Die Förderung der Beratung erfolgt nicht mehr im Rahmen dieser Richtlinie. Hierzu wird auf die einschlägigen Programme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) verwiesen (www.deutschland-machts-effizient.de).

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Besucheradresse 
Frankfurter Straße 29-35
65760 Eschborn,

Postfach 51 60
65726 Eschborn

Tel: 06196 – 908 1249

Mail: kki@bafa.bund.de

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