KLIK – Klimamanager für Kliniken

KLIK – Klimamanager für Kliniken

Logo des Projekts "Klimamanager für Kliniken"
Krankenhäuser sind große Energieverbraucher mit hohem Einsparpotenzial. In bundesweit fünfzig Einrichtungen werden Verantwortliche als sogenannte Klimamanager etabliert, die klinikspezifische umweltrelevante Maßnahmen planen und umsetzen. Beteiligte Kliniken senken sowohl ihre CO2-Emissionen als auch deutlich ihre Betriebskosten.

Projektinformationen

Förderprogramm 
Förderung von innovativen Klimaschutz-Einzelprojekten
Zielgruppe des Programms 
Wirtschaft
Projektlaufzeit 
01.01.2014 bis 31.12.2016
Zielgruppe des Projekts 
Wirtschaft
Förderkennzeichen 
03KSF057A / B
Projektnehmer 
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband Berlin e.V. (BUND Berlin)

Annegret Dickhoff
Projektleitung
+49 30 78 79 00-21
dickhoff@bund-berlin.de
www.bund-berlin.de

Porojektpartner:
viamedica - Stiftung für gesunde Medizin
www.viamedica-stiftung.de

Kurzvorstellung

Im Vorhaben werden fünfzig bundesdeutsche Kliniken bei der Planung sowie Umsetzung von nicht- oder gering-investiven Energiesparmaßnahmen begleitet. Da jede beteiligte Einrichtung einen Klimamanager etabliert, wird diese/r im Projekt zum Thema Energiesparmaßnahmen fortgebildet. Der Klimamanager muss nicht zwangsläufig der Technische Leiter der Einrichtung sein. Vielmehr soll die Person eine Affinität zum Thema sowie persönliche und soziale Voraussetzungen mitbringen, um innerhalb der Klinik ein Netzwerk aufzubauen und bei klimarelevanten Entscheidungen mitzuwirken.

Ziele

Zielgruppe des Projektes sind Krankenhäuser, die derzeit ein hohes CO2-Einsparpotenzial aufweisen und gleichzeitig offen für das Thema Klimaschutz und Energieeinsparung sind.

Der Energiebedarf, vor allem der Stromverbrauch in Kliniken steigt stetig an. Dabei beliefen sich in Deutschland die Energiekosten in Kliniken auf 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2012. Der jährliche Bedarf an Wärme und Strom für ein Krankenhausbett entspricht dem von bis zu vier Einfamilienhäusern. Gleichzeitig liegt das Energieeinsparpotenzial pro Einrichtung bei bis zu fünfzig Prozent. Insgesamt könnten die Energiekosten in Deutschland um jährlich 600 Mio. Euro und. die klimaschädlichen Kohlenstoffdioxidemissionen um sechs Millionen Tonnen sinken, wenn der Betrieb an den tatsächlichen Bedarf angepasst und Technik sowie Gebäuden modernisiert werden.

Das Ziel des Projektes ist es, durch die Etablierung und Ausbildung von Klimamanagern, den sogenannten KLIK, Kompetenzen in den ausgewählten Krankenhäusern zu generieren. Durch klinikinterne Netzwerke zum Thema Energie, die im Projekt aufgebaut werden, lassen sich ungenutzte klimarelevante Reserven erschließen und Maßnahmen umsetzen.

In der Projektlaufzeit von 2014 bis 2016 soll eine gesamte Minderung der CO2-Emissionen von 30.000 Tonnen für alle beteiligten Krankenhäuser erreicht werden. Das entspricht einer Reduktion von circa 10 % pro Klinik.

Es erfolgt eine Strukturanalyse zu Stärken und Hemmnissen bei der Planung und Umsetzung von klimarelevanten Aufgaben in den beteiligten Kliniken. In einem Leitfaden werden diese Ergebnisse zusammen gefasst und der Öffentlichkeit online zur Verfügung gestellt.

Eine Datenbank zur Vorstellung von guten Beispielen wird im Vorhaben erstellt und dient den Projektbeteiligten und anderen Kliniken zur Vorstellung ihrer Referenzen auch über die Laufzeit des Vorhabens hinaus.

Projektablauf

KLIK startet mit der Entwicklung des Logos und der Entstehung der Website. Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit werden nun die Zielgruppen in den Kliniken angesprochen, parallel wird das Schulungskonzept entwickelt. Die erste KLIK Schulung findet im Winter 2014 / 2015 statt. Anschließend folgen drei Workshops und die aktive Betreuung der KLIK Teilnehmer über den Projektzeitraum. Es wird eine Projektdatenbank online gestellt, die praktische Referenzen beinhaltet. Aus den Erkenntnissen des Projekts wird ein Leitfaden erarbeitet und online gestellt.

Fazit

Mit der Durchführung von KLIK verbinden die Projektnehmer die Erwartung, das Thema Klimaschutz in den deutschen Kliniken zu einem festen und gewichtigeren Bestandteil werden zu lassen. Über die Projektlaufzeit hinaus soll die Weiterbildung zum KLIK zu einer festen Größe für die Qualifizierung von Beschäftigten in Kliniken werden.

Erste Ergebnisse werden im Zwischenbericht nach der ersten Schulung aufgeführt. Wesentlich werden die Ergebnisse im Projektleitfaden und im Abschlussbericht zusammengefasst dokumentiert.

gefördert durch

Durch Novellierungen von Förderprogrammen ergeben sich teilweise Änderungen bei den Förderbedingungen. Die aktuellen Fördermöglichkeiten entnehmen Sie bitte der jeweils geltenden Richtlinie oder Förderinformation.