Lernende Energieeffizienz– und Klimaschutz-Netzwerke (LEEN)

Lernende Energieeffizienz– und Klimaschutz-Netzwerke (LEEN)

Anschub zu 100 und mehr Lernenden Energieeffizienz-Netzwerken in Deutschland
Logo Leen
© Fraunhofer ISI
Der Aufbau weiterer 40 Netzwerke sorgt für eine Verbreitung des sehr erfolgreichen LEEN-Managementsystems - basierend auf den positiven Ergebnissen des Projekts 30 Pilot-Netzwerke und der Unterstützung der Netzwerke-Initiative sowie der laufenden Aktualisierung der LEEN-Elemente und Weiterentwicklung zu einer Web-Plattform-Nutzung.

Projektinformationen

Förderprogramm 
Förderung von innovativen Klimaschutz-Einzelprojekten
Zielgruppe des Programms 
Wirtschaft
Projektlaufzeit 
01.08.2014 bis 31.12.2017
Zielgruppe des Projekts 
Wirtschaft
Förderkennzeichen 
03KE0001A / B
Projektnehmer 
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.

Verbundprojekt:

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung
Prof. Dr. Harald Bradke
Leitung Competence Center Energietechnologien und Energiesysteme
(+49) 721 6909-167
Harald.Bradke@isi.fraunhofer.de
www.fraunhofer.de

Stiftung für Ressourceneffizienz und Klimaschutz
Prof. Dr. Eberhard Jochem
(+49) 721 9152636-26
E.Jochem@streks.org
www.streks.org

Projektpartner:

Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien IREES
Dipl.-Ing. Michael Mai
www.irees.de

Kurzvorstellung

Energieverantwortliche der mittelständischen und größeren Unternehmen in Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleist­ungen haben in der Regel vielfältige Aufgaben und wenig Zeit, sich um Lösungen für Energiekostensenkung zu kümmern. Insbesondere beachten sie Querschnittstechnologien zu wenig.

Kernelemente des Konzepts des LEEN-Managementsystems:

  • 10 bis 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer - meist unterschiedlicher Branchen (keine Marktkonkurrenten!) - bilden ein Netzwerk für mindes­tens drei bis vier Jahre.
  • Basis ist ein Energieaudit für jeden Betrieb mit Bericht und tabellarischer Übersicht der bewerteten Maßnahmen und das mehrjährige Ziel für Effizienzsteigerung und CO2-Minderung für den Betrieb (vertraulich) und das Netzwerk (öffentlich).
  • Viermal pro Jahr treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu vorbereiteten und moderierten Treffen in einem der Teilnehmerbetriebe. Erfahrungsaustausch, Betriebsrundgang und gegebenfalls ergänzende Fachvorträge sichern eine breite, praxisnahe Information.
  • Ein jährliches standardisiertes Monitoring.

Die Berichte des Energieaudits und des Monitorings sind ISO 50001 konform und können für die (Re-)Zertifizierung genutzt werden. Qualitätssicherung durch das Managementsystem und die zertifizierten Moderatoren und energetischen Berater.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) stellt durch Finanzierung der Aktualisierung und Weiterentwicklung des LEEN-Systems die neu entstehenden Netzwerke bis 2017 von den Lizenzgebühren frei.

Die Ergebnisse der 30 Pilotnetzwerke:

Energieeffizienz doppelt so schnell steigern wie der Durchschnitt der Industrie.

Das Projekt wurde 2014 mit dem DENA-Label "Good Practice  Energieeffizienz" in der Kategorie "Information&Motivation" ausgezeichnet.

Ziele

Im Durchschnitt verminderten die teilnehmenden Betriebe der 30  Pilot-Netzwerke die CO2-Emissionen um 2,4%/Jahr  und steigerten die Energieeffizienz um 2,1%/Jahr.

Ziel des Projektes ist die weitere Diffusion der LEEN-Netzwerke in das Verarbeitende Gewerbe und den GHD-Sektor hinzu 100 realisierten Netzwerken und Anschub zu mehr. 

Projektablauf

2014: Konstituierung der Arbeitsgemeinschaft Energieeffizienz-Netzwerke Deutschland e.V. (AGEEN) als Institution, die sich um die Qualität und Diffusion von Energieeffizienz-Netzwerken bemüht

2014-2015: Strategie zur Kommunikation und deren Umsetzung zur Verbreitung der Netzwerke

2014 bis Anfang 2016: 10 LEEN-Netzwerke arbeiten und der Anstoß zu weiteren ist gegeben;

2015-2017: AGEEN: Entwicklung eines Qualitäts-Labels und eines DIN-Standards für den Betrieb von Energieeffizienz-Netzwerken; Aktualisierung und Weiterentwicklung der LEEN-Management-Elemente, Web-Plattform

2015-2017: 30 weitere Netzwerke sind gestartet, oder es zeichnet sich ab, dass sie realisiert werden können

Fazit

Zu erwarten ist eine weitere Bestätigung der sehr positiven Netzwerk- und Bewertungsergebnisse, die zu einer weiteren Diffusion der Netzwerke beitragen. Zu beobachten ist ein zu­nehmendes Interesse der Öffentlichkeit (Beitrag in der Tages­schau, mehrere Interviewanfragen), aber besonders der für die mittelständische Industrie relevanten Verbände und der Betriebe selber. 

Im Dezember 2014 beschlossen die Bundesregierung und die Verbände der deutschen Wirtschaft bis 2020 in einer Initiative rund 500 Energieeffizienz-Netzwerke zu gründen. Das Projekt unterstützt Initiatoren und Netzwerkträger dabei LEEN-Netzwerke aufzubauen und soll damit entscheidend zum Erfolg der Netzwerke-Initiative beitragen. Das Projekt trägt auch dazu bei, dass mehrheitlich Energieeffizienz-Netzwerken mit einem hohen Qualitätsstandard entstehen, da es die Vorteile in Form von Energieeinsparung, Kosteneinsparung und Treibhausgasreduzierung für Unternehmen verdeutlicht.

Als besondere Hürde ist die erforderliche Überzeugungsarbeit bei den Betrieben anzusehen, die sich bisher nicht für das Thema Energieeffizienz und Klimaschutz interessiert haben.

Zwischenergebnisse zum Stand der Netzwerkverbreitung und zu Evaluationsergebnissen werden auf der Homepage und in den Jahreskonferenzen sowie im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt.

Ein Zwischenbericht ist für Anfang 2016 und der Endbericht für Ende 2017 vorgesehen.

Blick ins Projekt 

Film zu den LEEN-Netzwerken

LEEN Energieeffizienz Netzwerke (Kurzfassung)

Erstes Netzwerk-Treffen

Am 24. April 2015 fand in Frankfurt am Main die erste Veranstaltung im Rahmen des Projekts "Lernende Energieeffizienz-Netzwerke" (LEEN 100) statt. 

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (M.) mit Unternehmensvertretern im Rahmen des Projekts "LEEN 100"; Foto: Salome Roessler
Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (M.) mit Unternehmensvertretern im Rahmen des Projekts "LEEN 100"
Umweltdezernentin Rosemarie Heilig eröffnete im Kaisersaal die Veranstaltung und würdigte die Initiative der beteiligten Firmen, die Klimaziele der Stadt Frankfurt aktiv zu unterstützen. Energieeffizienzsteigerung sei "die stärkste Verbündete zur Erreichung der Klimaschutzziele der Stadt", so Heilig. Für die Zukunft soll angestrebt werden, die derzeit knapp zwölf Tonnen CO2-Emissionen pro Einwohner bis 2030 zu halbieren und bis 2050 den Energiebedarf weitgehend durch erneuerbare Energien zu decken.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Veranstaltungsrückblick.

 

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