Erprobung und Verbreitung von Strategien für Neubürger/innen in Nordrhein-Westfalen zum klimaschützenden Konsum

Erprobung und Verbreitung von Strategien für Neubürger/innen in Nordrhein-Westfalen zum klimaschützenden Konsum

Bonner Bürgermeiste und Vertreter des Projektteams begrüßen Neubürgerinnen
Michael Sondermann / Presseamt
Ein Umzug bedeutet für viele Bürgerinnen und Bürger Veränderung auf verschiedenen Ebenen: Sie wechseln nicht nur den Wohnort, sondern nutzen den Umzug oft auch, um alte Verhaltensmuster zu überdenken – eine gute Gelegenheit, auch an den Klimaschutz zu denken.

Projektinformationen

Förderprogramm 
Förderung von innovativen Klimaschutz-Einzelprojekten
Zielgruppe des Programms 
Verbraucher
Projektlaufzeit 
01.07.2012 bis 30.06.2015
Zielgruppe des Projekts 
Verbraucher
Förderkennzeichen 
03KSF022A / B / C / D / E / F / G
Projektnehmer 
Verbraucherzentrale NRW e.V.

Mandy Courtney (Verbundleiterin)
Telefon: 0211 3809 748
mandy.courtney@vz-nrw.de
www.vz-nrw.de

Projektpartner:

Verbraucherzentrale des Saarlandes e.V.
www.vz-saar.de

Verbraucherzentrale Hamburg e.V.
www.vzhh.de

Verbraucherzentrale Hessen e.V.
www.verbraucher.de

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.
www.verbraucherzentrale-rlp.de

Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V.
www.vzsa.de

Öko-Institut. Institut für angewandte Ökologie e.V.
www.oeko.de

Beschreibung

Ein Umzug bedeutet für viele Bürgerinnen und Bürger Veränderung auf verschiedenen Ebenen: Sie wechseln nicht nur den Wohnort, sondern nutzen den Umzug oft auch, um alte Verhaltensmuster zu überdenken – eine gute Gelegenheit, auch an den Klimaschutz zu denken.

„Neustart fürs Klima“ wendet sich an Menschen, die neu in eine Stadt ziehen. Sechs Verbraucherzentralen beteiligen sich mit sechs Modellkommunen und bieten für Neubürgerinnen und Neubürgern ein speziell auf ihre Situation zugeschnittenes Beratungsangebot sowie Veranstaltungen und Informationen rund um den klimafreundlichen Neustart in ihrer neuen Stadt an. Das Öko-Institut begleitet das Projekt mit einem Fragebogen gestützten Fachmonitoring. Ergebnisse und Erfahrungen werden auch anderen klimaschutzaktiven Kommunen zugänglich gemacht, sodass ihnen eine effektive Ansprache von Zugezogenen möglich ist. 

Alltagsentscheidungen im Sinne des Klimaschutzes

Jede Konsumentscheidung, jedes Alltagsverhalten nimmt Einfluss auf die individuelle CO2-Bilanz. Das Projekt „Neustart fürs Klima“ setzt dort an, wo Gewohnheiten durchbrochen werden, wo Gelegenheiten zur Verhaltensänderung entstehen – beim Umzug in eine neue Stadt oder eine neue Wohnung. Mit einem Beratungs- und Informationsangebot erhalten Neubürgerinnen und Neubürger das Know-how, Alltagsentscheidungen auch im Sinne des Klimaschutzes zu treffen. Die Beraterinnen und Berater im Projekt „Neustart fürs Klima“ helfen bei allen Fragen rund um die Mobilität in der neuen Stadt, den sparsamen Umgang mit Energie sowie den klimafreundlichen Lebensmitteleinkauf.

Mit dem „NeuBürgerTreff“ bieten die Verbraucherzentralen etwa Stadtrundgänge, Kochkurse, Informationsveranstaltungen und mehr an. So lernen Zugezogene ihre Umgebung und auch die neue Nachbarschaft besser kennen. In der Beratung erhalten alle „Neuen“ ein Willkommensgeschenk mit beispielsweise Gutscheinen und Stadtplänen sowie Tipps zum Klimaschutz im Alltag.

Ein Projekt in sechs Modellkommunen

So wird unter Einbindung von Privathaushalten dazu beigetragen, das große Ziel der Nationalen Klimaschutzinitiative zu erreichen: die Verringerung der Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 gegenüber dem Jahr 1990 um 40 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent.
 
Insgesamt sind in den Modellkommunen Bonn (Nordrhein Westfalen), Dillingen (Saarland), Hamburg (Hansestadt Hamburg), Halle (Sachsen-Anhalt), Kassel (Hessen) und dem kommunalen Zusammenschluss Alzey & Wörrstadt (Rheinland Pfalz) Projektteams für den Klimaschutz aktiv. Die in den Modellkommunen gewonnenen Erkenntnisse werden wissenschaftlich diskutiert und in einem Leitfaden für Kommunen bundesweit zur Verfügung gestellt.

Projektablauf
 

  • 06/2012 bis 04/2013 Konzeption und Vorbereitung
  • 04-05/2013 bundesweite und lokale Auftaktveranstaltungen, 
Start der aktiven Beratungsphase sowie der Neubürger-Angebote
  • 01-03/2014 Durchführung regionaler Workshops
  • Ende 2014/Anfang 2015 Durchführung einer bundesweiten Fachtagung und 
Veröffentlichung eines Leitfadens
  • 3/2015 Projektabschluss

Gewiss ist die Phase des Umzugs eine stressige Zeit, doch die Gelegenheit zur Veränderung von Alltagsverhalten ist eine ebenso große Chance. Mit Angeboten, die neben dem Wissen über klimaschonendes Alltagsverhalten auch praktische Tipps rund um die neue Stadt beinhalten und einfach Spaß machen, können Neubürgerinnen und Neubürger trotz Umzugsphase angesprochen werden.
 
Mit fast  150.000 Neubürgerinnen und Neubürgern, die jährlich in die sehr verschiedenen Modellkommunen ziehen, hat das Projekt eine gute Basis zur Erprobung möglicher Strategien zur Ansprache der Zielgruppe. Zentrales Ergebnis der Projektarbeit wird der Leitfaden für den Transfer der Projektergebnisse an mögliche „Nachahmer-Kommunen“ sein.

 

Projektpartner:
Öko-Institut e.V.

Verbraucherzentralen:
Hamburg
Hessen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen-Anhalt

gefördert durch

Durch Novellierungen von Förderprogrammen ergeben sich teilweise Änderungen bei den Förderbedingungen. Die aktuellen Fördermöglichkeiten entnehmen Sie bitte der jeweils geltenden Richtlinie oder Förderinformation.