Förderprogramm

Kälte-Klima-Richtlinie

Förderung von energieeffizienten Kälte- und Klimaanlagen mit nicht-halogenierten Kältemitteln in stationären und Fahrzeug-Anwendungen
Kommunen
Wirtschaft
Gefördert werden Kälteerzeuger mit nicht-halogenierten Kältemitteln in stationären Kälte- und Klimaanlagen (einschließlich Komponenten und Speicher) sowie CO2-Fahrzeug-Klimaanlagen in Bussen und Bahnen. Die Förderung erfolgt auf Zuschussbasis mit Festbeträgen.
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Programminformationen
Förderregion 
Bundesweit
Programmlaufzeit 
01. Jan. 2019 bis 31. Dez. 2021
Der Förderrechner

Sie möchten Ihre Kälte- und Klimaanlagen modernisieren? Berechnen Sie jetzt einfach und schnell Ihre mögliche Förderung - mit unserem praktischen Förderrechner.

Das Bundesumweltministerium fördert seit 2008 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen. Die mit Investitionszuschüssen geförderten Anlagen verbrauchen durch Verwendung hocheffizienter Komponenten und Systeme erheblich weniger Energie und verursachen dadurch deutlich geringere CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung. Zugleich setzen die Anlagenbetreiber mit Hilfe der Förderung nicht-halogenierte Kältemittel ein und reduzieren dadurch die direkten Emissionen von treibhauswirksamen Gasen. Die Anlagen tragen so zum Klimaschutz bei.

Zum 1. Januar 2019 ist die novellierte Richtlinie zur Förderung von Kälte- und Klimaanlagen mit nicht-halogenierten Kältemitteln in Kraft getreten. Ziel ist insbesondere

  • das adressierte Potenzial durch eine Erweiterung des Förderumfangs zu erhöhen, beispielsweise bei den Klimaanlagen durch die erstmalige Förderung von adiabaten Verdunstungskühlanlagen sowie durch Fahrzeug-Klimaanlagen in Bussen und Bahnen,
  • Anlagen mit nicht-halogenierten Kältemitteln konsequent zu fördern und
  • das Antragsverfahren zu vereinfachen.

Wie bisher kann die Förderung von Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen, Kommunen, kommunalen Gebietskörperschaften, Zweckverbänden und Eigenbetrieben, Schulen, Krankenhäusern sowie kirchlichen Einrichtungen (unabhängig von der Gewinnerzielungsabsicht) beantragt werden.

Die Förderung umfasst

  • stationäre Anwendungen (Sanierung und Neuerrichtung), d.h. Kälteanlagen, Klimaanlagen
  • Fahrzeug-Klimaanlagen in Bussen und Bahnen

Im Bereich der stationären Anlagen ist die Förderung modular aufgebaut. Gefördert werden: Kälteerzeuger – und in Kombination damit - zugehörige Komponenten und Systeme sowie Speicher.

Im Einzelnen gefördert werden:

Kälteerzeuger(einheiten) (siehe Tabellen 1a bis 1c der Richtlinie):

  • Flüssigkeitskühlsätze mit Kältemitteln der Sicherheitsklasse A3 (R-290, R-1270, R-600a, R‑170)
  • Flüssigkeitskühlsätze mit Kältemitteln der Sicherheitsklassen B2 und B2L (R-717, R-723)
  • andere Kälteerzeuger, zum Beispiel adiabate Verdunstungskühlanlagen, Supermarkt- und Gewerbekälteanlagen mit R-744, Turboverdichter mit R-718 sowie Vakuumeiserzeuger, Ad- und Absorptionsanlagen.

Zugehörige Komponenten und Systeme (siehe Tabelle 1d der Richtlinie):

  • Tiefkühlstufen mit R-744,
  • Luft- und Rückkühler,
  • Freikühler,
  • Wärmepumpen zur Abwärmenutzung,
  • Kühlmöbel für Supermarktanlagen,
  • Leitungen für Kühlsolekreisläufe.

Zusätzliche Thermische Speicher (siehe Tabelle 1e der Richtlinie):

  • Wasserspeicher für Warm- oder Kaltwasser,
  • Eisspeicher,
  • Latentwärme-Speichersysteme.

Besonderheiten bzw. was zu beachten ist:

  • Die Förderung der Kälteerzeuger und Speicher ist auf bestimmte Leistungs- bzw. Kapazitätsbereiche eingeschränkt und für Supermarkt-Kühlmöbel gilt ein Höchstwert für die spezifische Leistungsaufnahme von 0,6 Kilowatt pro Laufmeter Kühlmöbel.
  • Es gelten maßnahmenspezifische Voraussetzungen, bspw. in Bezug auf die Energieeffizienz von Flüssigkeitskühlsätzen oder für die Wärmequelle bei Sorptionskälteanlagen (siehe Kapitel 2.4 der Richtlinie).
  • Beim Einsatz von Freikühlern erhöht sich der Zuschuss für den bzw. die Kälteerzeuger und Rückkühler um fünf Prozent.
  • Es kann eine Planungspauschale beantragt werden, bspw. für Systeme mit zwei bis zehn Luftkühlern oder für die Integration von einem oder mehreren Kälte- bzw. Wärmespeichern.
  • Es kann ein Kombinationsbonus gewährt werden, wenn zeitgleich und im räumlichen Zusammenhang eine Anlage zur Erzeugung regenerativer Energien errichtet wird (siehe Kapitel 2.5 der Richtlinie).

Außerdem gefördert werden Fahrzeug-Klimaanlagen mit Kohlenstoffdioxid (CO2) als Kältemittel in

  • Bussen und Schienenfahrzeugen (bspw. Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen, Regionalbahnen).

Die Nachrüstung von solchen Klimaanlagen wird nur bei Schienenfahrzeugen gefördert.

Die Förderung erfolgt auf Zuschussbasis mit Festbeträgen. Die Höhe der Zuschüsse hängt dabei von der der Art der Anlage, der Kälteleistung (bzw. der Speicherkapazität oder dem Speichervolumen) und ggf. von sonstigen Anforderungen ab. Die möglichen Förderbeträge können mit dem Förderrechner ermittelt werden (Angaben ohne Gewähr). Die Förderhöchstsumme beträgt 150.000 Euro pro Maßnahme.

Förderanträge nach der novellierten Richtlinie nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) seit dem 1. Januar 2019 entgegen. Für die Antragstellung ist das elektronische Antragsverfahren zu verwenden. Auf der Internetseite des BAFA können weiterführende Erläuterungen und Hinweisblätter zur Richtlinie eingesehen werden.

Eine Förderung der Beratung erfolgt im Rahmen dieser Richtlinie nicht. Hierzu wird auf die einschlägigen Programme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) verwiesen: www.deutschland-machts-effizient.de

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Besucheradresse 
Frankfurter Straße 29-35
65760 Eschborn,

Postfach 51 60
65726 Eschborn

Tel: 06196 – 908 1249

E-Mail: kki@bafa.bund.de
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