Förderprogramm

Kälte-Klima-Richtlinie

Förderung von energieeffizienten Kälte- und Klimaanlagen mit nicht-halogenierten Kältemitteln in stationären und Fahrzeug-Anwendungen
Kommunen
Wirtschaft
Gefördert werden Kälteerzeuger mit nicht-halogenierten Kältemitteln in stationären Kälte- und Klimaanlagen (einschließlich Komponenten und Speicher) sowie Fahrzeug-Klimaanlagen in Bussen und Bahnen. Die Förderung erfolgt auf Zuschussbasis mit Festbeträgen.
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Programminformationen
Förderregion 
Bundesweit
Programmlaufzeit 
01. Dez. 2020 bis 31. Dez. 2023
Der Förderrechner

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Das Bundesumweltministerium fördert seit 2008 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen. Gefördert werden Kälteerzeuger mit nicht-halogenierten Kältemitteln in stationären Kälte- und Klimaanlagen (einschließlich deren Komponenten) sowie Fahrzeug-Klimaanlagen in Bussen und Bahnen. Die Förderung erfolgt auf Antrag und Zuschussbasis mit Festbeträgen.

Mit Hilfe der Förderung setzen Anlagenbetreiber nicht-halogenierte Kältemittel ein und reduzieren dadurch die direkten Emissionen von treibhauswirksamen Gasen. Durch Verwendung hocheffizienter Komponenten und Systeme verbrauchen geförderte Anlagen erheblich weniger Energie und verursachen dadurch deutlich geringere CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung. Die Anlagen tragen so zu Energieeinsparungen und zum Klimaschutz bei.

Zum 1. Dezember 2020 ist die aktualisierte Richtlinie zur Förderung von Kälte- und Klimaanlagen mit nicht-halogenierten Kältemitteln in Kraft getreten. Die Kälte-Klima-Richtlinie im Überblick:

  • NEU: Kälteanlagen im niedrigen Leistungsbereich (ab einem Kilowatt Kälteleistung) werden in die Förderung aufgenommen.
  • NEU: Anlagen im höheren Leistungsbereich, die bisher ausgeschlossen waren, werden nunmehr gefördert.
  • NEU: Das Antragsverfahren wird vereinfacht und übersichtlicher gestaltet.

Es werden ausschließlich Anlagen mit nicht-halogenierten Kältemitteln gefördert.

Wie bisher kann die Förderung von Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen, Kommunen, kommunalen Gebietskörperschaften, Zweckverbänden und Eigenbetrieben, Schulen, Krankenhäusern sowie kirchlichen Einrichtungen (unabhängig von der Gewinnerzielungsabsicht) beantragt werden.

Die Förderung umfasst

  • Stationäre Kälteerzeuger, also die vollständige oder teilweise Neuerrichtung von Kälteanlagen, Klimaanlagen sowie von Wärmepumpen zur Nutzung von Prozessabwärme,
  • Fahrzeug-Klimaanlagen in Bussen und Bahnen, sofern die Anlagen mit nicht-halogenierten Kältemitteln betrieben werden.

Im Bereich der stationären Anlagen ist die Förderung modular aufgebaut. Gefördert werden: Kälteerzeuger – und in Kombination damit - zugehörige Komponenten und Systeme einschließlich Speicher.

Fördergegenstände:

  • Kälteerzeuger(einheiten) (siehe Kapitel 5.2.1, Tabelle 1 der Richtlinie)

    • Flüssigkeitskühlsätze zur Normalkühlung sowie für Klimaanlagen,
    • Ab- und Adsorptionsanlagen (ohne Komponenten und Systeme für den Freikühlbetrieb),
    • Gewerbekälteanlagen für die Normal- und Tiefkühlung (Direktverdampfungsanlagen),
    • Kälteanlagen im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) einschließlich Kühlmöbel
    • Kälteerzeuger mit indirekter Verdunstungskühlung beziehungsweise mit adiabatischer Kühlung in Rückkühlern (adiabate Systeme),
    • Wärmepumpen zur Nutzung von Prozessabwärme sowie
    • Kombinationen aus Sorptions- und Kompressionsanlagen.
  • Ergänzende Komponenten, Systeme und Speicher (siehe Kapitel 5.2.2, Tabelle 2 der Richtlinie)

    • Tiefkühlstufen für Flüssigkeitskühlsätze,
    • Luftkühler / Verdampfer für NK-/TK-Kälteanlagen, Klima- und Prozesskühlanlagen,
    • Rückkühler für flüssigkeitsgekühlte Anlagen sowie Adiabate Rückkühler (Hybridkühler),
    • Wasserspeicher für Warm- oder Kaltwasser,
    • Eisspeicher,
    • Latentwärmespeicher
    • Leitungen für Kühlsolekreisläufe sowie
    • Komponenten für Wärmepumpen (Außenverdampfer), zur Abwärmenutzung der Kälteanlagen und für den Freikühlbetrieb.

Außerdem gefördert werden Fahrzeug-Klimaanlagen mit nicht‑halogenierten Kältemitteln in Bussen und Schienenfahrzeugen (zum Beipsiel Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen, Regionalbahnen).

Lassen Sie sich beraten!

Förderanträge nach der novellierten Richtlinie nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) seit dem 1. Dezember 2020 entgegen. Für die Antragstellung ist das elektronische Antragsverfahren zu verwenden. Bei Fragen zu Fördermöglichkeiten oder dem Antragsverfahren berät Sie das Team der BAFA gern, telefonisch unter: 06196 – 908 1249 oder per Mail an: kki@bafa.bund.de. Auf der Internetseite des BAFA können außerdem weiterführende Erläuterungen und Hinweisblätter zur Richtlinie eingesehen werden.

Eine Förderung der Beratung erfolgt im Rahmen dieser Richtlinie nicht. Hierzu wird auf die einschlägigen Programme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) verwiesen: www.deutschland-machts-effizient.de

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Besucheradresse:
Frankfurter Straße 29-35
65760 Eschborn

Postfach 51 60
65726 Eschborn

Tel: 06196 – 908 1249
E-Mail: kki@bafa.bund.de
www.bafa.de