Allgemeine Information

Kreis Plön

25.000 Euro Preisgeld für Wärmeplanungskataster Plus
Kommunen

Die Auszeichnung wurde für das vorbildliche Engagement des Kreises vergeben, um eine klimafreundliche Wärmeversorgung im ländlichen Raum zu fördern und zu unterstützen.

  • Wärmeplanungskataster
    © hearts&minds/Difu

Klimafreundliche Wärmeversorgung im ländlichen Raum voranbringen

Im Kreis Plön wird, wie auch deutschlandweit, die Hälfte der genutzten Energie zur Erzeugung von Wärme eingesetzt. Der Wärmesektor wiederum ist für 40 Prozent der klimaschädlichen CO2-Emissionen verantwortlich. Beide Zahlen zu senken und eine klimafreundliche Wärmeplanung im Kreis aufzubauen, ist eine Herausforderung, der sich seit Oktober 2017 erfolgreich ein für den Kreis zuständiger Klimaschutzmanager stellt. Als erste Aufgabe stand die Erarbeitung eines Wärmeplanungskatasters an, das den kreisangehörigen Kommunen kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Das besondere Plus des Katasters ist, dass sowohl der jeweilige Wärmebedarf der Gebäude als auch große Wärmeverbraucher und -quellen systematisch dargestellt werden. Zusammen mit der Erfassung von relevanten Infrastrukturelementen geben die Wärmedichteangaben umfassend Auskunft über die Gegebenheiten vor Ort. Die kreisangehörigen Kommunen haben damit eine fundierte Grundlage, auf deren Basis sie konkrete Projekte planen und umsetzen können. Für Fragen, wie nun möglichst viele institutionelle und private Akteure vor Ort mit ins Boot geholt werden können, ist ebenfalls der Kreis-Klimaschutzmanager zuständig. Er steht den vielen kleinen, überwiegend ehrenamtlich geführten Gemeinden im Kreis Plön mit Rat und Tat zur Seite und ist eine wertvolle und unabdingbare Unterstützung in Sachen Klimaschutz und systematischer Wärmeplanung.

Video zum ausgezeichneten Projekt

>> Weitere Videos und eine barrierefreie Version des Films mit Untertitel finden Sie hier...

Stephanie Ladwig (Landrätin) zur Verwendung des Preisgeldes:

"Wir freuen uns sehr, dass die Klimaschutzanstrengungen des Kreises durch die Preisverleihung gewürdigt werden. Das Preisgeld werden wir sogleich in die nächste Maßnahme investieren – und zwar in die Erstellung eines kreisweiten Solarpotenzialkatasters. Dies wird eine sinnvolle Ergänzung zum Wärmeplanungskataster darstellen. Für die erkannten Wärmebedarfe wird so eine mögliche Option sichtbar, die für eine regenerative Versorgung mit Wärme oder Strom genutzt werden kann – die Sonnenkraft! Wir hoffen, dass dies weitere Motivation in den Kommunen erzeugt, sich intensiv mit den Chancen des Klimaschutzes auseinanderzusetzen."

Potenziale für alle sichtbar machen und nutzen

Als Grundlage für das Wärmeplanungskataster dient ein klassisches Wärmekataster, das die Wärmebedarfe der Gebäude durch die Erhebung verschiedener Daten wie Baualtersklasse, Gebäudenutzung, Art der Wärmeerzeugung oder Anschlussgrad bei Erdgasversorgung berechnet und grafisch darstellt. Zusätzlich werden weitere, für die Wärmeplanung relevante, Informationen eingebunden. Dies sind unter anderem Auskünfte zum geologischen Untergrund, zur Betrachtung des geothermischen Potenzials, zu Biogasanlagen und ihrer möglichen Abwärmenutzung sowie zu Unternehmen mit hohem Energiebedarf oder hohem Abwärmepotenzial. Auch öffentliche Gebäude, Kirchen, Schwimmbäder oder Senioren- und Pflegeheime werden in das Kataster aufgenommen. Geeignete Ansprechpartner können so leicht identifiziert und gezielt auf das Thema Wärmeplanung angesprochen werden. Das Wärmeplanungskataster ist für die kreisangehörigen Kommunen über die GIS-Anwendung des Kreises vollumfänglich zugänglich. Zusätzlich wird das Kataster in reduzierter Version auch öffentlich über die Internetseite des Kreises sowie über eine Einbindung in das Geoportal der Geodateninfrastruktur Schleswig-Holstein (GDI-SH) zugänglich gemacht. Mit der Erfassung und Verarbeitung verschiedener Daten zu einem Kataster mit grafischer Darstellung wird Städten und Gemeinden im Kreisgebiet sowie weiteren interessierten Akteuren eine fundierte Grundlage zur weiteren Wärmeplanung bereitgestellt, die eine erhebliche Arbeitsentlastung bedeutet und die dabei hilft, die vorhandenen Strukturen energieeffizient zu nutzen und das Klima zu schonen.

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Ansprechpartner:
Dr. David-Willem Poggemann
Kreis Plön
Fachbereich 1 – Zentrale Dienste und wirtschaftliche Entwicklung
Telefon: 04522/743-290
E-Mail: david-willem.poggemann@kreis-ploen.de

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