Allgemeine Information

Landeshauptstadt Dresden

25.000 Euro Preisgeld für die Selbstverpflichtung zur Klimaanpassung bei kommunalen Hochbauvorhaben
Kommunen

Die Auszeichnung im "Wettbewerb Klimaaktive Kommune 2020" wurde für die Selbstverpflichtung zur Klimaanpassung bei kommunalen Hochbauvorhaben vergeben. Mit einem ämterübergreifenden Erarbeitungsprozess ist es der Stadt erfolgreich gelungen, das Thema Klimaanpassung in der Verwaltung sowie bei vielen Akteuren zu verankern, um die Stadt klimagerecht weiterzuentwickeln.

  • Das Team aus Dresden
    © hearts&minds/Difu

Grün in der Stadt zur Pflicht gemacht

Ende 2019 hat der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden die Richtlinie „Dresden baut grün“ erlassen. Seit 2020 ist es nun Pflicht, bei allen Hochbauvorhaben der Stadt Fassaden und Dächer zu begrünen, egal ob es um Neubau, Umbau oder bauliche Erweiterungen geht. Außerdem müssen bei der Gestaltung von Freiflächen im Stadtgebiet die Belange einer naturnahen Regenwasserbewirtschaftung berücksichtiget werden. „Dresden baut grün“ ist das Ergebnis eines intensiven Arbeitsprozesses zwischen verschiedenen Geschäftsbereichen der Verwaltung. Darüber wurde das Thema Klimaanpassung verstärkt in die gesamte Verwaltung getragen und Hemmnisse hinsichtlich der künftigen Umsetzung von Gebäudebegrünungsmaßnahmen abgebaut. Ein besonderes Augenmerk legt die Stadt auf viel „Grün“ in Schulen und Kindergärten, da gerade hier wichtige Effekte für den kommunalen Gesundheitsschutz durch Klimaanpassung erwirkt werden können.

Mit der neuen Richtlinie geht die Stadt eine Selbstverpflichtung ein und wird damit ihrer wichtigen Vorbildfunktion gerecht. Obwohl die Richtlinie noch so gut wie druckfrisch ist, zeigen sich bereits positive Effekte, da die Integration von „Grün“ bei allen Baumaßnahmen konsequent berücksichtigt wird. Die Stadt plant, die Richtlinie nach zwei Jahren zu evaluieren und eine Ausweitung auf städtische Eigenbetriebe und Beteiligungsgesellschaften vorzunehmen. Einige Eigenbetriebe haben sich bereits zur Umsetzung der Richtlinie bekannt.

Um „Dresden baut grün“ in der ganzen Stadt bekannt zu machen, organisierte das Umweltamt bereits im Vorfeld des Erlasses öffentliche Schulungen zum Thema Gebäudebegrünung und rief den Fotowettbewerb „Dresden baut grün“ für Privatleute aus. Gesucht wurden die schönsten Dach- und Fassadenbegrünungen. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen überreichte im Rahmen einer feierlichen Prämierung im Rathaus Preisgelder in Höhe von jeweils 500 Euro.

Video zum ausgezeichneten Projekt

>> Weitere Videos und eine barrierefreie Version des Films mit Untertitel finden Sie hier...

 

Oberbürgermeister Dirk Hilbert zur Verwendung des Preisgelds:

„Wir planen an einem kommunalen Gebäude, welches bereits eine Dachbegrünung hat, weitere Schritte zur klimaangepassten Bauweise vorzunehmen. So soll der Gebäudekomplex in der Gehestraße 8 in Dresden-Pieschen zusätzlich eine Fassadenbegrünung erhalten. Um die öffentliche Wahrnehmung der Themen Klimawandel und Klimaanpassung zu erhöhen, werden Ausstellungstafeln im angrenzenden Grünzug aufgestellt. Sie informieren Interessierte über die Notwendigkeit und Ziele eines solchen Projektes und zeigen, welche positive Wirkung Gebäudebegrünung für das Stadtklima haben kann.“

Gründachkartierung zur Ermittlung geeigneter Flächen

 

Hintergrund für die Strategie der Landeshauptstadt ist die Tatsache, dass auch Dresden wie viele andere deutsche Kommunen zunehmend von Hochwasser, Überflutungen durch Starkregen sowie im Sommer von Überhitzung betroffen ist. Um die Belastung durch Hitze zu vermindern, Regenwasser zu sammeln und sich besser vor Überflutungen zu schützen, setzt die Stadt auf geeignete Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel wie die ausreichende Ausstattung der Stadt mit „Grün“. Allerdings findet sich in den verdichteten und überwärmten Stadtquartieren Dresdens kaum Platz, um neue Grünflächen zur Klimaregulierung zu entwickeln. Auf der Suche nach alternativen Lösungen hat die Stadt m Sommer 2019 eine Gründachkartierung vorgenommen mit dem positiven Ergebnis, dass Dresdens Dächer noch erhebliche Potenziale für den Einsatz von „Grün“ bieten. Der nächste Schritt war dann die Umsetzung von „Dresden baut grün“. Mehr Informationen zur Gründachkartierung im Themenstadtplan der Landeshauptstadt Dresden: http://stadtplan.dresden.de, Thema: Umwelt – Stadtklima – Gründachkartierung.

 

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Ansprechpartner:
Franziska Reinfried
Landeshauptstadt Dresden
Umweltamt
0351/488-6221
umwelt.stadtoekologie@dresden.de

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