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Landeshauptstadt Hannover

25.000 Euro Preisgeld für 25 Jahre Energie sparen in Schulen, Kitas und Verwaltung
Kommunen

Die Auszeichnung wurde für das langjährige und umfassende städtische Engagement beim Einsparen von Energie vergeben. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Lehrerschaft, Erzieherinnen und Erziehern, Küchenteams, Hausmeisterinnen und Hausmeistern sowie Verwaltung werden praxisorientierte Konzepte entwickelt, die von Energiesparteams vor Ort umgesetzt werden. Durch das systematische Vorgehen konnten bereits rund 73.000 Tonnen klimaschädliches CO2 und rund 18 Millionen Euro Haushaltsmittel eingespart werden.

  • Das Team aus Hannover
    © hearts&minds/Difu

Jährlich rund 3.700 Tonnen klimaschädliches CO2 vermeiden

Die Zahlen sprechen für sich: Aktuell machen über 90 Schulen, rund 80 Kitas und etwa 60 weitere städtische Einrichtungen bei Energiesparprojekten der Landeshauptstadt Hannover mit. Pro Jahr werden so inzwischen rund 3.700 Tonnen CO2-Emissionen vermieden und über eine Million Euro gespart. Auf die Laufzeit gerechnet sind es rund 73.000 Tonnen CO2-Emissionnen und rund 18 Millionen Euro weniger. Allein in den teilnehmenden Schulen konnten in 25 Jahren mehr als 50.000 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte für Energieeinsparmöglichkeiten sensibilisiert werden. Hinter dem Erfolg steht der Fachbereich Gebäudemanagement, der in enger Abstimmung mit der Klimaschutzleitstelle des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün ein großes und gut funktionierendes Netz aufgebaut hat.

Video zum ausgezeichneten Projekt

>> Weitere Videos und eine barrierefreie Version des Films mit Untertitel finden Sie hier...

Karsten de Haan (Bereichsleiter für Grundsatzangelegenheiten im Fachbereich Gebäudemanagement der Landeshauptstadt Hannover) zur Verwendung des Preisgelds:

„Wir möchten das Preisgeld unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Gute kommen lassen, die das Energiesparprojekt erst zu einem Erfolgsmodell machen. Auf ihre Anregung hin haben wir in der Vergangenheit in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur der Region Hannover bereits einen "Reiseführer Energiesparen an Schulen" in Eigenregie erstellt. Diesen wollen wir nun professionell gestalten und drucken lassen.“

Ein Konzept – passend für viele verschiedene Zielgruppen

Ausgangspunkt der Aktivitäten war die Bildung der Gruppe schulisches Energiemanagement, kurz „GSE-Projekt“ im Jahr 1994. Hier entwickeln Stadt und Schulen gemeinsam Konzepte, um vor Ort Energie einzusparen, für deren Umsetzung Energiesparteams zuständig sind. Das Vorgehen wurde kontinuierlich verbessert und schließlich auf zwei weitere Projekte übertragen: „KliK“ beschäftigt sich seit 1999 mit Klimaschutz in Kindertagesstätten, bei „Tatort Büro“ geht es darum, in der Stadtverwaltung Energie und Wasser einzusparen. Den Projekten ist gemeinsam, dass sie sich gezielt an die jeweiligen Nutzerinnen und Nutzer der Einrichtungen wenden. Energiesparen und Klimaschutz werden zum Thema gemacht und sollen die Beteiligten zu einem bewussten Umgang mit Ressourcen motivieren. Als Mitmach-Anreiz profitieren die Einrichtungen auch selbst von den Sparmaßnahmen: Schulen und Kitas erhalten für die gesamte Dauer der Teilnahme jährlich einen Basis-Bonus in Höhe von zwei Euro pro Kind, beim „Tatort Büro“ liegt der Basis-Bonus zwischen 300 und 1.800 Euro, je nach Nutzungsart und Grundenergieverbrauch des Gebäudes. Beim Projekt „GSE“ können sich die Schulen zudem jedes Jahr um eine Leistungsprämie bewerben, deren Vergabe im Rathaus Hannover gefeiert wird. Der Projektablauf ist jeweils ähnlich: Nach der freiwilligen Anmeldung zu Teilnahme werden „Energiesparteams“ gebildet. In Schulen finden sich dazu beispielsweise Schülerinnen und Schüler, Hausmeisterinnen und Hausmeister, Vertreter aus Lehrer- und Elternschaft, in Kitas Erziehende sowie Küchenkräfte und in der Verwaltung Beschäftigte aus allen Arbeitsbereichen zusammen. Gemeinsam mit einem Energieberater erarbeiten die Teams ein individuelles Einsparkonzept und setzen es anschließend um. Hier kooperiert die Landeshauptstadt auch mit externen Dienstleistern, die entsprechende technische und pädagogische Kompetenzen haben.

Zu einem Grundeinsparkonzept gehören unter anderem ein bewusster Umgang mit Heizungswärme, Beleuchtung und elektrischen Verbrauchern, das Einhalten von em-pfohlenen Raumtemperaturen sowie das Suchen von „Energielecks“. „Tatort Büro“ konzentriert sich auch auf die Belange des Arbeitsplatzes. Hier stellen sich neben Fragen nach bedarfsgerechter Heizungssteuerung auch solche nach den Kosten von Standby-Verlusten oder wie der Drucker möglichst wenig Energie verbraucht. In den Schulen geht es darum, Schülerinnen und Schüler als „Energieverbraucherinnen und -verbraucher von morgen“ anzusprechen und ihnen sowohl Wissen zu eigenem Verhalten als auch zum Umgang mit Energie im Schulgebäude zu vermitteln. In den Kitas wurden zunächst nur die Erwachsenen angesprochen, inzwischen werden hier auch die Kinder im Sinne einer frühkindlichen Bildung für nachhaltige Entwicklung einbezogen.

Die Landeshauptstadt Hannover hat alle Projekte im Rahmen des Ersten Klimaschutzprogramms initiiert und stellt alle Ressourcen zur Verfügung. Im Projekt findet eine Vernetzung mit vielen örtlichen, regionalen, überregionalen und internationalen Akteuren statt.

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Ansprechpartner:
Regine Bethke-Wittke
Landeshauptstadt Hannover
Fachbereich Gebäudemanagement, 19.32 Energiemanagement
Telefon: 0511/168-42600
E-Mail: 19.32@Hannover-Stadt.de

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