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19. Aug. 2016

Passivhaus-Schulen werden aktiv

Energiesparende Neubauten optimal nutzen – für Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und das Klima
Bildung
Nach dem Ende der Ferien steigt in den Schulen wieder der Energieverbrauch. Passivhaus-Schulen haben beste Voraussetzungen für einen geringen Verbrauch. Doch oft bleiben Einsparung und Komfort hinter den Erwartungen zurück. Was die ganze Schule dagegen tun kann, zeigt das Projekt "Passivhaus-Schulen werden aktiv" – und sucht noch bis März 2017 Teilnehmende für einen Wettbewerb.
  • Passivhaus-Schule im Bau
    © e&u Energiebüro GmbH

Trotz moderner Lüftung steht die Luftqualität meist ganz oben auf der Mängelliste. Es folgen: zu hohe Temperaturen im Sommer und zu niedrige im Winter. Um mehr über den Energieverbrauch und Komfort an Passivhaus-Schulen herauszufinden, wurden im Rahmen des Projektes seit 2015 insgesamt 26 Schulen in Berlin und Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen befragt. Außerdem gab es mehrere Messreihen. So haben die Initiatoren umfangreiche Daten zu den technischen Anlagen sowie zur Zufriedenheit und zum Einfluss der Nutzerinnen und Nutzer von Passivhaus-Schulen gesammelt.

Entstanden sind daraus bereits einige Tipps, die auf der Projektinternetseite vorgestellt werden. Neben Vorschlägen für den gebäudetechnischen Bereich werden auch Empfehlungen für den organisatorisch-pädagogischen Bereich von Passivhaus-Schulen entwickelt. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass die Maßnahmen gut umsetzbar sind. Auch sollten alle Nutzerinnen und Nutzer einbezogen und die Ideen in den Unterricht eingebunden werden können. An zehn ausgewählten Schulen wollen die Projektpartner bis Ende 2017 einige der Maßnahmen realisieren.

Wettbewerb für Schulen in Passivhäusern und Niedrigenergiegebäuden

Noch bis zum 31. März 2017 können sich Schulen, die in einem Passivhaus oder einem Niedrigenergiegebäude (KfW-Standard) untergebracht sind, für Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro bewerben. Bei dem Wettbewerb werden Projekte oder Gruppenarbeiten gesucht, die sich mit ihrem Schulgebäude oder der Bedeutung des energieeffizienten Bauens für den Klimawandel auseinandersetzen.

Alle Ergebnisse des Projekts "Passivhaus-Schulen werden aktiv" werden nicht nur online, sondern auch in einer Good-Practice-Broschüre veröffentlicht. Geplant ist, die Erkenntnisse zudem über Seminare und Fachtagungen zu vermitteln.