Projekt

Die Förderung der Marktdurchdringung der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung in urbanen Gebieten als Beitrag zur Energiewende (TriMa - Trigeneration Market)

Eine empirische Analyse der Hemmnisse und mögliche Lösungsoptionen anhand von acht repräsentativen Kommunen
Kommunen
Logo des Projekts "TriMa - Trigeneration Market"
© Projekt Trima, TH Nürnberg
Das Projekt soll die Marktdurchdringung der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung unterstützen. KWKK-Anlagen stellen hocheffizient und nachhaltig planbare Kraftwerksleistung zur Verfügung. Sie werden als Residuallast für die fluktuierenden erneuerbaren Energien Wind und Sonne herangezogen.
Projektinformationen
Förderprogramm 
Projektnehmer 
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Projektlaufzeit 
01. Jan. 2015 bis 31. Aug. 2018
Förderkennzeichen: 
03KF0013A/B
Fördersumme in € 
544.633

Auf einen Blick

Die Kraft-Wärme-Kältekopplung (KWKK) stellt eine zukunftsweisende und hocheffiziente Klimaschutztechnologie dar, der es in Deutschland bislang trotz ihrer Vorteile an einer umfassenden Marktdurchdringung mangelt. Gemeinsam mit Technologiepartnern aus Industrie, Verbänden und Energieversorgung sowie Anwenderinnen und Anwendern von KWKK werden Maßnahmen zur Überwindung bestehender Hemmnisse beim Ausbau der KWKK entwickelt und Lösungsansätze ermittelt.

Ziele 

Das Ziel des Forschungsvorhabens besteht im verstärkten Einsatz der KWKK-Technologie zur Reduzierung des hohen Stromverbrauchs in der Kältebereitstellung, der derzeit vor allem durch elektrisch betriebene Kompressionskälteanlagen verursacht wird. Durch die Substitution des Strombedarfs der Kompressionskälteanlagen durch KWKK verbleiben unter anderem mehr Stromerzeugungskapazitäten an planbarer und flexibel einsetzbarer elektrischer Leistung. Diese Kapazitäten können als Ergänzung der fluktuierenden Erneuerbaren Energien (hauptsächlich durch Photovoltaik und Windkraft) in der Stromerzeugung dienen.

Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die relevanten Akteure bei der Marktdurchdringung der KWKK-Technologie unterstützt werden. Der Fokus liegt bei einer KWKK-Anwendung in den Kommunen, beispielsweise in kommunalen Kliniken, Verwaltungs- oder Veranstaltungsgebäuden. Durch die verschiedenen Technologiepartner und die zwei relevanten Verbände „Bundesverband KWK“ (B.KWK) und „Greenchiller e.V.“ wird auch die Industrie eingebunden.

Als öffentlichkeitswirksame Leistungen werden drei regionale Workshops im Bundesgebiet durchgeführt. Die Bereitstellung des Online-Tools „KWKK in der Kommune“ zum wirtschaftlichen KWKK-Einsatz und ein Handbuch ergänzen das Informationsangebot.

Projektablauf

In einem ersten Schritt werden eine technische Beschreibung und eine Analyse des Angebots an KWKK-Anlagen vorgenommen. Daneben werden die aktuellen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen analysiert. Ein Schwerpunkt liegt anschließend auf der detaillierten Analyse der Hemmnisse für einen verstärkten KWKK-Einsatz.

Ausgehend von dieser Hemmnis-Analyse kann ein Strategie-Mix entwickelt werden, der sich aus verschiedenen Optionen zusammensetzt. Daraus folgend werden differenzierte Strategien für die unterschiedlichen Kommunen und Anwendungskategorien erarbeitet. Ein wichtiger Punkt während des gesamten Projektablaufes sind die Rückkopplung und die Integration von Expertenwissen der Projektpartner.

Ein Hauptaugenmerk dieses Projektes liegt auf der Verbreitung der Projektergebnisse. Diese Verbreitung wird unter anderem mithilfe der folgenden Maßnahmen durchgeführt, die gleichzeitig als Meilensteine im Projektablauf gelten:

  • Erstellung und Veröffentlichung des Online-Tools "KWKK in der Kommune"
  • Handbuch zu den Einsatzbestimmungen der Kraft-Wärme-Kältekopplung – mit besonderem Fokus auf die Kommunen (inklusive Versand an Kommunen)
  • Entwicklung einer Unterstützungssoftware
  • Aufbau einer Adressdatenbank von wichtigen Akteuren
  • Analyse der wichtigsten Änderungen im neuen KWK-Gesetz 2016 (KWKG 2016) und deren Auswirkung auf den zukünftigen Einsatz von KWKK-Anlagen
  • Durchführung von drei regionalen Workshops für Kommunen aus dem gesamten Bundesgebiet zu den Projektergebnissen

Fazit

Es wird erwartet, dass sich mithilfe des Projektes ein besseres Verständnis für potenzielle Hemmnisse beim Einsatz der KWKK in technischer, ökonomischer und nicht-ökonomischer Hinsicht entwickelt. Darauf aufbauend können Strategien und Maßnahmen entwickelt werden, die eine stärkere Marktdurchdringung der KWKK unterstützen. Um beispielsweise eine breitenwirksame Veröffentlichung zu erreichen, werden die Ergebnisse im Rahmen des Online-Tools „KWKK in der Kommune“ und des Handbuchs verarbeitet. Die (Zwischen-) Ergebnisse werden mit den (ideellen) Projektpartnern diskutiert. Die Veröffentlichung der ersten Ergebnisse geschieht im Rahmen des Handbuchs und des Online-Tools im zweiten und dritten Quartal 2017.

Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

49.4536881
11.089438500000028
Keßlerplatz
Nürnberg
  • Bayern
90489
Weiterführende Informationen