Projekt

Gute Wege

Nachhaltige Mobilität für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Wirtschaft
© ACE Auto Club Europa e.V.
Mobilitätsmanagement reduziert Pkw-Alleinfahrten. Mit "Gute Wege" realisiert der ACE Auto Club Europa eine Kampagne, um das Thema bundesweit in Betriebe zu tragen. Ein besonderer Fokus liegt auf Betriebs- und Personalräten als Multiplikatoren und Initiatoren von Mobilitätsmanagement.
Projektinformationen
Projektnehmer 
ACE Auto Club Europa e.V.
Projektlaufzeit 
01. Jun. 2015 bis 30. Sep. 2018
Förderkennzeichen: 
03KF0005
Fördersumme in € 
1.634.658

Auf einen Blick

Mit Mobilitätsmanagement steht ein innovatives Instrument zur Verfügung, das es erlaubt, Pkw-Verkehr effektiv auf den "Umweltverbund" (öffentliche und nicht motorisierte Verkehrsmittel sowie Fahrgemeinschaften) zu verlagern. Mobilitätsmanagement zielt dabei auf das Mobilitätsverhalten der Verkehrsteilnehmer. Auf Appelle wird weitgehend verzichtet, stattdessen werden handlungsleitende Faktoren und Rahmenbedingungen für die Verkehrsmittelwahl ermittelt und gezielt verändert:

  • Hemmnisse für die Nutzung des Umweltverbunds werden beseitigt.
  • Der Umweltverbund wird attraktiver gemacht.
  • Anreize für die Nutzung des eigenen Pkw werden reduziert.

Mit dem Projekt "Gute Wege" trägt der ACE das Thema nun bundesweit in Betriebe. Dabei werden betriebliche Akteure auf allen Ebenen angesprochen. Ein besonderer Fokus liegt auf Betriebs- und Personalräten. Sie können sich für Mobilitätsmanagement in den Betrieben stark machen und eine zentrale Rolle als Multiplikatoren übernehmen.  Unterstützt wird das Projekt vom DGB und seinen Mitgliedgewerkschaften sowie der  Allianz pro Schiene e.V.

Ziele

"Gute Wege" verfolgt folgende Ziele:

  • eine effektive Platzierung des Themas nachhaltige Mobilität im betrieblichen Umfeld
  • die Gewinnung und Qualifizierung von Betriebsräten und Personalräten als Multiplikatoren und zentrale Akteure für eine erfolgreiche Einführung und nachhaltige Verankerung von betrieblichem Mobilitätsmanagement
  • die Entwicklung und Erprobung von Mobilitätsberatungen für Mitarbeiter in räumlichen Umbruchsituationen als effizientes Instrument des betrieblichen Mobilitätsmanagements
  • und somit: die Reduzierung verkehrsbedingter CO2-Emissionen

Projektablauf

"Gute Wege" umfasst mehrere Arbeitspakete, die parallel umgesetzt werden:

AP1 Entwicklung von Beratungen für Beschäftigte in Umbruchsituationen: Beschäftigte, die neu in ein Unternehmen kommen, umziehen oder den Betriebsstandort wechseln, müssen ihren Arbeitsweg neu organisieren. In dieser Situation können Mobilitätsberatungen besonders wirkungsvoll ansetzen. Im Rahmen von „Gute Wege“ werden entsprechende Beratungstools und -materialien entwickelt, in zehn Pilotbetrieben erprobt und evaluiert.

AP2 Informationstage in Unternehmen für Beschäftigte: In 60 Betrieben werden Informationstage zum  Thema nachhaltige Mobilität für die Beschäftigten durchgeführt. Dabei werden auch lokale Fahrradhändler, Verkehrsunternehmen und andere Mobilitätsdienstleistern hinzu gezogen. Ziel ist es,  den Beschäftigten das Thema nachhaltige Mobilität  möglichst vielfältig und attraktiv nahe zu bringen – vom Pedelc-Parcour über elektronische Fahrgemeinschaftsbörsen bis zur ÖPNV-Routenberatung.

AP3 Aus- und Weiterbildung von betrieblichen Multiplikatoren: Betriebsräte können eine zentrale Rolle als Multiplikatoren und Initiatoren von betrieblichem Mobilitätsmanagement spielen. Im Rahmen von "Gute Wege" werden entsprechende Informationsmaterialien für Betriebsräte entwickelt. Außerdem werden gewerkschaftliche Betriebsratsschulungen und -konferenzen genutzt, um das Thema gezielt zu platzieren. 

AP4 Workshops und Konferenzen: Zwei Workshops und acht größere Regionalkonferenzen dienen der Vorstellung und Diskussion konkreter Mobilitätsmanagementlösungen. Zielgruppen der Veranstaltungen sind Unternehmensleitungen, aber auch Betriebsräte, Personalabteilungen, Umweltbeauftragte oder Fuhrparkmanager.

AP5 Kommunikation: Projektbegleitend wird ein breiter Mix aus Kommunikationsmaßnahmen umgesetzt – vom Onlineportal über eine intensive Pressearbeit und die Erstellung von Informationsmaterialien bis zu einer großen Abschlusskonferenz. Mithilfe Anzeigen in Gewerkschaftsmedien werden Beschäftigte und Betriebsräte zielgenau erreicht.

Fazit

Mobilitätsmanagement ist in seiner Wirksamkeit gut belegt. Im Durchschnitt lassen sich 20 Prozent der Pkw-Alleinfahrten auf öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad und Fahrgemeinschaften verlagern. Pro Beschäftigtem lassen sich CO2-Emissionen von rund 200 kg pro Jahr einsparen. Wenn es gelingt, vor allem Betriebs- und Personalräte im angestrebten Umfang von den Vorzügen von Mobilitätsmanagement für die Beschäftigten zu überzeugen und zu einem entsprechenden Engagement zu motivieren, wird eine Reduktion  der verkehrsbedingten Klimagasemissionen in nennenswertem Umfang möglich.

Die Ergebnisse des Projektes werden im Frühjahr 2018 in einer Broschüre dokumentiert und auf einer Abschlusskonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt.

ACE Auto Club Europa e.V.

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