Projekt

Heizungs-Check / Pellets-Check

Entwicklung, Erprobung und Schulung von Dienstleistungen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Heizungsanlagen sowie zur Förderung des verstärkten Einsatzes von Holzpellets
Verbraucher
© Fraunhofer IFAM
Das Projekt hat zum einen Schulungsmaterialien für Heizungs-Checks entwickelt. Damit wurden Multiplikatoren aus dem Handwerk weitergebildet. Zudem ist der Pellets-Check als neue Dienstleistung entwickelt, erprobt und geschult worden. Mit diesem qualifizierten Schnelltest prüfen Handwerkerinnen und Handwerker vor Ort, ob Eigentumshäuser mit umweltfreundlichen Holzpellets beheizt werden können. Dadurch sollen sich langfristig mehr Menschen für Biomasse als Energieträger für Raumwärme und Warmwasser entscheiden.
Projektinformationen
Förderprogramm 
Projektnehmer 
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
Projektlaufzeit 
01. Sep. 2015 bis 31. Mär. 2019
Förderkennzeichen: 
03KF0011
Fördersumme in € 
637.350

Auf einen Blick

Durch das Projekt Heizungs-Check / Pellets-Check sind innovative Dienstleistungen für die Hauswärme entstanden. Über das Heizungsbau- und das Schornsteinfegerhandwerk kommen so umweltfreundliche Heizungsalternativen ins Gespräch.

Der Heizungs-Check ist eine Kurzanalyse nach der Norm DIN EN 15378. Dieser Check empfiehlt sich für Heizungsanlagen, die über 15 Jahre alt sind. Er zeigt auf, wie die Energieeffizienz verbessert werden kann. Und der Pellets-Check deckt auf, ob sich ein Gebäude für die Beheizung und Warmwasserbereitung mit Holzpellets, Holzhackschnitzeln und Ähnlichem eignet.

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und der Bundesverband Schornsteinfegerhandwerk (ZIV) waren Projektpartner.

Ziele

Ziel des Vorhabens war es, mit den neuen Dienstleistungen Eigentümerinnen und Eigentümer von Häusern beim Umstieg auf eine effizientere Beheizung ihrer Gebäude zu unterstützen. Dabei sollen die innovativen Testverfahren über das Heizungsbau- und das Schornsteinfegerhandwerk an die Zielgruppe gelangen.

Auf diesem Weg leistet das Projekt einen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen bei Gebäuden in Deutschland. Außerdem wird dadurch ein sparsamer Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Holz gefördert.

Projektablauf

Heizungs-Check

 Was  Wann  Zusätzliche Beteiligte

Schulung von Ausbilderinnen und Ausbildern, Erstellung von Lehrplänen und Schulungsmaterialien für den Heizungs-Check

Herbst 2015  bis Winter 2015/16

 ITG, Dresden
Marktforschung

Winter 2015/16 bis Frühjahr 2016

 Marktforschungsunternehmen 

Erstellung von Materialien zur Ansprache von Hauseigentümerinnen und -eigentümern zum Heizungs-Check

Herbst 2015 bis Frühjahr 2016

 ITG, Dresden
Feedback zum Heizungs-Check durch Befragung der Kundinnen und Kunden Frühjahr 2016 bis Winter 2017/18

Heizungsbau- und 
Schornsteinfeger­betriebe

Heizungs-Check-Kunden

Ergebnisdiffusion

ab Frühjahr 2016

 

 

Pellets-Check

 Was  Wann  Zusätzliche Beteiligte
Erster Entwurf eines Pellets-Checks

Winter 2015/16

 
Marktforschung

Winter 2015/16 bis
Frühjahr 2016 

 Marktforschungsunternehmen 

Zweiter Entwurf eines Pellets-Checks auf Basis der Marktforschungsergebnisse 

Frühjahr 2016 bis
Winter 2016/17
 

Vorbereitung, Durchführung und Auswertung eines Feldtests zum Pellets-Check

Frühjahr 2016 bis
Winter 2017/18

 Bis zu 40 beteiligte Betriebe

 Bis zu 100 begleitende Betriebe

 Bis zu 300 Hauseigentümerinnen und -eigentümer

Abschließende Determinierung eines Pellets-Checks

Winter 2017/18 bis
Sommer 2018
 

Erstellung von Schulungsunterlagen und Durchführung erster Schulungen 

Sommer 2018 bis Herbst 2018  NN

Abschätzung von Effekten

Sommer 2018 bis Herbst 2018  
Erstellung eines Muster-Förderprogramms Winter 2018 /19  
Ergebnisdiffusion Laufend  

Über eine Ausschreibung wurden im Dezember 2016 und Januar 2017 bis zu 40 beteiligte Betriebe aus dem Heizungsbau- und Schornsteinfegerhandwerk gesucht. Diese sollten einen Prototypen des Pellets-Checks bei bis zu 300 Eigentumshäusern testen.

Mit Erfolg: Im Februar 2017 wurden 39 beteiligte Betriebe unter Vertrag genommen. In zwei Schulungen in Kaiserlautern und Dietfurt (Bayern) wurden die Teilnehmer im März 2017 auf den Feldtest vorbereitet.

Von April bis November 2017 folgte dann die Praxisphase des Feldtests. 246 Pellets-Checks wurden bis Ende November 2017 durchgeführt. Das Vorhaben hat dazu ergänzend die Erfahrungen der Betriebe und Testkunden dokumentiert. Diese Befragungen wurden bis Ende Februar 2018 von weiteren 100 Betrieben aus der Branche geprüft und bewertet.

Aufbauend auf diesen Ergebnissen wurde das Verfahren des Pellets-Checks im Frühjahr und Sommer 2018 für Zentralheizungen fertig entwickelt. Im Herbst und Winter 2018/19 folgte eine ergänzende Version für Pellets-Öfen. Heizungsbauer und Schornsteinfeger wurden anschließend für die Durchführung des Checks geschult.

Abschließend hat das Projekt ein Muster-Förderprogramm entwickelt. Mit dieser Hilfe können Kommunen den Einsatz von Pellets-Checks in ihrem Bereich fördern.

Folgende Ergebnisse stehen zur Verfügung:

Heizungs-Check

Pellets-Check

Fazit

Beim Heizungs-Check wurden die Multiplikatoren mit den Schulungsmaterialien des Projekts erfolgreich vertraut gemacht. Beim Pellets-Check lieferte der Feldversuch wertvolle Ergebnisse, um das Verfahren zur Anwendungsreife bringen zu können. Ab dem Winter 2018/19 lernten erste Handwerksbetriebe diese innovative Analyse. Hauseigentümer reagieren gut auf den Pellets-Check, so die Erkenntnis der Praxiseinsätze. Bei alten Ölheizungen und auch bei Neubauten können Betriebe mit dem Pellets-Check eine Pellets-Heizung oder einen Pellets-Ofen als umweltfreundliche Heizungsalternative ins Gespräch bringen.

Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.

48.132318
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München
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