Projekt

KEEKS - Klima- und energieeffiziente Küche in Schulen

Bildung
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© KEEKS-Verbundprojekt
Das KEEKS-Projekt (Klima und energieeffiziente Küche in 24 Schulen) wird erstmals alle Einzelbereiche der Außer-Haus-Verpflegung (Menüs, Küchentechnik und –prozesse) am Beispiel Schulküche in sich verzahnend bezüglich der Klimagas- und Energie-Einsparpotenziale betrachten, optimieren und erproben.
Projektinformationen
Projektnehmer 
IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gGmbH
Projektkontakt 
Projektlaufzeit 
01. Mai. 2016 bis 30. Apr. 2019
Förderkennzeichen: 
03KF0037 A-F
Fördersumme in € 
1.609.802 €

Auf einen Blick

"Ernährung" ist für das Klima von vergleichbar großer Bedeutung wie die anderen energieintensiven Bereiche "Wohnen" oder "Mobilität". Die Klimawirkung unserer Ernährung ist aber im Gegensatz z.B. zur Tankanzeige im Auto oder dem Gas- und Stromverbrauch nicht direkt erfahr- oder sichtbar.

Das Projekt KEEKS – Klima- und energieeffiziente Küche in Schulen – will zeigen, dass wir auch bei der Ernährung Energie sparen und einen Beitrag für den Klimaschutz leisten können. Hierzu untersuchen wir die Schulverpflegung in den 24 offenen Ganztagsschulen des Netzwerk e.V. und entwickeln Vorschläge, wie die Küchen klima- und energieeffizient wirtschaften können.

Die Projektergebnisse sollen weit gestreut werden, weshalb der KEEKS-Verbund Vorträge und Weiterbildungen für Schulküchen, für Berufsschulen und für Schulen anbieten wird.

Am Projekt beteiligt sind sechs Forschungspartner: IZT Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gGmbH, Faktor 10 – Institut für nachhaltiges Wirtschaften gGmbH, VEBU Vegetarierbund Deutschland e.V., Netzwerk e.V. – Soziale Dienste und Ökologische Bildung, ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH.

Ziele

Die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung sehen für die nächsten Jahrzehnte in allen gesellschaftsrelevanten Bereichen deutliche Minderemissionen an Klimagasen vor. Zunehmend gewinnt die Außer-Haus-Verpflegung (AHV) bei der Ernährung an Bedeutung. Zur AHV gehört die Gemeinschaftsverpflegung, die Schulküchen sind neben den Kantinen und Mensen ein Teil davon. An den Schulen werden meist Qualitätsstandards der DGE und der aid genutzt, die sich explizit auf die gesundheitlichen Aspekte sowie die bedarfsorientierte Ernährung beziehen. Klima- und Energierelevanz spielen hierbei keine Rolle. Hier setzt das KEEKS-Projekt an. Wir wollen untersuchen, welche Spielräume es in dem sensiblen Bereich der Schulküche gibt. Die Kosten einer Mahlzeit, Anforderungen an gesunde Ernährung, eine weitreichende Nutzung von Mahlzeiten mit hohen Convenience-Graden sollten in Einklang mit Klima- und Energieeffizienz gebracht werden. Unser Ziel ist der Vorschlag von klima- und energieeffizienten Menüs und Prozessen, die die unterschiedlichen Interessen berücksichtigen.

Die Ergebnisse des Projektes sollen auf vielfältiger Weise breit gestreut werden: ein KEEKS-Leitfaden, eine KEEKS-Web-App, ein KEEKS-E-Kochbuch, eine KEEKS-Plattform, ein KEEKS-Fortbildungsmanual, 10 KEEKS-Videos sowie unterschiedliche Fortbildungsformate für Berufsschulen, Schulküchen und Schulen werden hierzu genutzt. 

Projektablauf

Das KEEKS-Projekt wird zuerst alle Einzelbereiche der Schulküche (Menüs, Küchentechnik und –prozesse, Einkauf, Entsorgung) bezüglich der Klimagas- und Energie-Einsparpotenziale untersuchen. Es folgt die Analyse von Hemmnissen für eine klima- und energieeffiziente Küche. Danach werden Problemlösungen durch praxistaugliche, spezifische Vorschläge erarbeitet (Einkäufe, Zutaten, energieeffiziente Geräte und Prozesse). Diese Vorschläge werden getestet, evaluiert, optimiert und schließlich in einem Transformationskonzept aufbereitet.

Fazit

Wir schätzen, dass sich deutliche Energie- und Emissionseinsparungen in den Schulmahlzeiten erzielen lassen. Es wird sicher eine Vielzahl von kleinen Beiträgen sein, wie die Reduzierung einiger Komponenten (Fleisch) oder eine energieeffiziente Kühltechnik, die in der Summe erst ihre Bedeutung zeigen. Erstmalig soll aber das Potenzial der Schulküchen untersucht werden. Mit den ersten Zwischenergebnissen wird Mitte 2017 gerechnet.

IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gGmbH

52.4307
13.2116
Schopenhauerstraße
Berlin
14129
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