Abgeschlossenes Projekt

Ko-Finanzierung für das europäische Projekt "Buy Smart+ - Beschaffung und Klimaschutz" als BMU-Einzelprojekt

Umweltfreundliche und klimaschonende Beschaffung
Wirtschaft
© Berliner Energieagentur
Das europäische Projekt „Buy Smart+ Beschaffung und Klimaschutz“ berät Beschaffer aus der öffentlichen Verwaltung und von privaten Unternehmen in der klimafreundlichen Ausgestaltung von Beschaffungsvorgängen.
Projektinformationen
Förderprogramm 
Projektnehmer 
B.&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH
Projektlaufzeit 
15. Feb. 2013 bis 15. Sep. 2014
Förderkennzeichen: 
03KSE065
Fördersumme in € 
19.029 €

Auf einen Blick

Das Projekt Buy Smart+ vermittelt Kommunen und Unternehmen grundsätzliche Informationen zur Einbindung umweltrelevanter Kriterien in Beschaffungsvorgänge unter Bezugnahme auf Kriterienkataloge anerkannter Umweltlabels (z.B. Blauer Engel). Dazu werden Leitfäden zur Einbindung umweltrelevanter Kriterien bei der Beschaffung von Produkten aus den Bereichen Produktgruppen Beleuchtung, IT, Fahrzeuge, Haushaltsgeräte und Ökostrom bereitgestellt. Ferner werden Nutzungsmöglichkeiten von Berechnungshilfen zur Ermittlung von Lebenszykluskosten, CO2-Einsparpotentialen und finanzieller Einspareffekte, resultierend aus der Beschaffung energieverbrauchsarmer Produkte, vorgestellt.

Das Projekt „Buy Smart + Beschaffung und Klimaschutz“ ist ein europäisches Kooperationsprojekt mit 18 Partnern aus 15 europäischen Ländern, das im Rahmen des Programms „Intelligent Energy Europe“ von der Europäischen Union gefördert wird. Neben der B.&S.U. mbH sind in Deutschland die Berliner Energieagentur und das Klimabündnis beteiligt.

Unterstützt wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit und Bauen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Ziele

Zielgruppe des Projektes sind Beschaffer aus der öffentlichen Verwaltung und Unternehmen sowie Energie-, Klimaschutz- und Umweltbeauftragte.

Die Europäische Union hat das Ziel, bis 2020 die CO2-Emissionen bezogen auf 1990 um 20% zu senken. Die Beschaffung durch die öffentliche Verwaltung wird dabei als wesentliches Handlungsfeld gesehen, um dieses Ziel zu erreichen. Daher verfolgte die Europäische Union die Strategie, dass bis 2010 die Hälfte aller Ausschreibungen klimaschutzbezogene Kriterien beinhalten sollten. Tatsächlich wurden jedoch 2011 im Durchschnitt nur in 26% aller öffentlichen Ausschreibungen entsprechende Kriterien berücksichtigt. Das Projekt Buy Smart+ wurde initiiert, um der öffentlichen Verwaltung und Beschaffern aus Unternehmen Informationen und Hilfsmittel an die Hand zu geben, klimaschutzbezogene Kriterien in Beschaffungsvorgängen zu berücksichtigen.

Ziele des Projekts:

  • Zusammenstellung themenspezifischer Informationen zur Berücksichtigung klimaschutzbezogene Aspekte bei der Beschaffung von Produkten aus den Bereichen Beleuchtung, IT Bürogeräte, Fahrzeuge, Haushaltsgeräte und Ökostrom
  • Umsetzung von Trainings- und Informationsseminaren
  • Individuelle Betreuung von Kommunen und Unternehmen bei Umsetzung von Beschaffungsvorgängen unter Berücksichtigung klimaschützender Kriterien (Pilotprojekte)
  • Öffentlichkeitsarbeit (Internetseite, Pressemitteilungen, Fachartikel, Präsentationen, Workshops, Konferenzen)
  • Förderung des Informationsaustausches zwischen Kommunen durch die Identifizierung von Gute Praxis-Beispielen

 

Projektablauf

Aufbauend auf dem Vorläuferprojekt „Buy Smart“ wurden Informationsmaterialien und Instrumente unter Berücksichtigung neuer gesetzlicher Vorgaben, überarbeiteter Kriterienkataloge anerkannter Umweltlabels, Informationsmaterialien des Umweltbundesamtes und anderer öffentlicher Institutionen aktualisiert. Darüber hinaus wurden den Beschaffungsverantwortlichen Schulungen, Beratungen und individuelle Betreuung angeboten.

Wesentliche Meilensteine sind:

  • Veröffentlichung eines Projektflyers in deutscher und englischer Sprache
  • Veröffentlichung eines halbjährlich erscheinenden Newsletters
  • Organisation einer internationalen Abschlusskonferenz im Rahmen einer größeren Konferenz, voraussichtlich in Brüssel
  • Identifizierung von mindestens 6 neuen Gute Praxis-Beispielen
  • Es werden mindestens 25 Schulungsmaßnahmen in Kommunen und/oder Unternehmen durchgeführt.
  • Es werden mindestens 60 Beratungen zur klimafreundlichen Umsetzung von Beschaffungsvorgängen umgesetzt.
  • Individuelle Betreuung von Kommunen und Unternehmen zur Umsetzung von 6 Pilotprojekten. 

 

Fazit

Das Thema umweltfreundliche Beschaffung wird von den Beschaffern aus der öffentlichen Verwaltung und Unternehmen mit sehr großem Interesse verfolgt. Die Potentiale zur Einsparung von Energiekosten und der Verminderung von CO2-Emissionen stehen im Mittelpunkt des Interesses hinsichtlich der Berücksichtigung klimaschützender Kriterien in Beschaffungsprozessen.

B.&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH

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