Projekt

Stromspar-Check Kommunal

Haushalte mit geringem Einkommen schützen das Klima
Verbraucher
© Stromspar-Check 2014
Mit der kostenlosen Energiesparberatung des Stromspar-Check Kommunal schonen Menschen mit geringem Einkommen das Klima und ihren Geldbeutel. Teilnehmende Haushalte erhalten Hilfe zur Selbsthilfe durch eine intensive Beratung im eigenen Haushalt und nützliche Energie- und Wassersparartikel.
Projektinformationen
Projektnehmer 
Deutscher Caritasverband e.V. (DCV) und Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e. V.
Datum 
01. Apr. 2016 bis 31. Mär. 2019
Förderkennzeichen 
03KE0029 A/B
Fördersumme 
29.980.774 €
  • Stromspar-Teams besuchen interessierte Haushalte.
    © Stromspar-Check 2014
  • Hilfe zur Selbsthilfe durch eine intensive Beratung im eigenen Haushalt.
    © Stromspar-Check 2014
  • Die kostenlosen Energiesparberatung des Stromspar-Check Kommunal.
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Auf einen Blick

Stromspar-Teams besuchen interessierte Haushalte, dokumentieren den Strom- und Wasserverbrauch des Haushalts und analysieren das Nutzerverhalten. Die Stromsparhelfer erstellen aus diesen Angaben eine individuelle Auswertung und berechnen die Einsparpotenziale. Jede Auswertung wird in eine Projektdatenbank eingepflegt.

Bei einem zweiten Besuch erhält der Haushalt kostenlos sinnvolle Energie- und Wassersparartikel sowie praktische Tipps für Einsparmöglichkeiten durch Verhaltensänderungen, beispielsweise beim Heizen und Lüften, Kochen oder Waschen. Hinzu kommt ein 150-Euro-Gutschein für ein Kühlgerät, wenn der Haushalt sich zum Austausch seines alten "Stromfressers" gegen einen A+++-Gerät entscheidet.

Der Stromspar-Check richtet sich an Bezieher und Bezieherinnen von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag sowie an Personen, deren Einkommen oder Rente unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegt. Das Angebot kann mittlerweile in rund 160 Städten und Landkreisen genutzt werden. Die Beratung wird durch geschulte, ehemals langzeitarbeitslose Menschen in Beschäftigungsförderung durchgeführt. Sie werden durch professionelle Energieberater energiefachlich begleitet.

Auf lokaler Ebene wird der Stromspar-Check vielerorts von den Kommunen, Jobcentern, Energieversorgern, Wohnungsbaugesellschaften und weiteren Akteuren aus dem Sozial- und Umweltbereich unterstützt.

Projektablauf

  1. Einrichtung von Standorten und die Rolle der Beschäftigungsförderung – das Angebot des Stromspar-Check Kommunal soll für möglichst viele Haushalte erreichbar sein, die Standorte sind im ganzen Bundesgebiet verteilt. Passgenau qualifizierte, langzeitarbeitslose Menschen beraten die Haushalte auf Augenhöhe.
  2. Kommunale Integration des Stromspar-Check – Ansätze zur Verstetigung werden anhand von verschiedenen Konzepten zur Zusammenarbeit mit kommunalen Strukturen entwickelt und in lokalen Netzwerken erprobt.
  3. Modelle zur anteiligen kommunalen Finanzierung des Stromspar-Check – unterschiedliche Modelle zur Finanzierungsbeteiligung durch lokale Netzwerke werden entwickelt und erprobt.
  4. Beratungsleistung – die Kernberatung im Haushalt wird im Hinblick auf die Verbrauchssteuerung und die Auswahl der Strom- und Wassersparartikel weiter optimiert und auf das Thema Wärme erweitert. Der Kühlgerätetausch bleibt ein Baustein zur Effizienzsteigerung.
  5. Monitoring – der Abgleich zwischen Hochrechnung und tatsächlichem Verbrauch wird standardisiert, Ergebnisse zur Wasser und Wärmeeinsparungen werden in den Fokus genommen und die Langzeitwirkung der Beratung wird analysiert.
  6. Öffentlichkeitsarbeit und Haushaltsakquise – die Breitenwirkung wird intensiviert und neue Haushalte zur Teilnahme an dem Programm gewonnen.
  7. Infrastruktur, Standards und Qualitätssicherung –  die bundesweiten Projektstandards werden überprüft, gesichert und weiterentwickelt, um die klimapolitischen und ökologischen Ziele des Projekts erreichen zu können.

Ziele

Die langfristigen Gesamteinsparungen des Vorhabens belaufen sich, unter Berücksichtigung der geplanten 125.000 Beratungen und dem Kühlgerätetauschprogramm, auf ca. 273.000 Tonnen CO2.

Der Stromspar-Check verbindet auf ideale Weise Klimaschutz und Sozialpolitik, Beschäftigungsförderung und Umweltbildung miteinander. Durch Beratung und Soforthilfen sparen Haushalte mit geringem Einkommen Energiekosten. Der geringere Energieverbrauch hilft wiederum beim Klimaschutz, ehemals langzeitarbeitslose Menschen finden eine sinnvolle Arbeit und die Kommunen profitieren durch geringere Sozialausgaben bei den Kosten der Unterkunft.

Die Projektdatenbank umfasst mittlerweile Auswertungen von mehr als 220.000 Haushalten mit geringem Einkommen und bildet somit eine bundesweit einmalige Datenbasis, die unter verschiedenen Aspekten – unter anderem zum Thema Energiearmut – ausgewertet und wissenschaftlich analysiert werden kann.

Im SSC Kommunal wird durch unterschiedliche Modelle geprüft, inwiefern tragfähige kommunale Netzwerke aufgebaut und neue Finanzierungsmodelle entwickelt werden können, um so den Stromspar-Check als Beratungsangebot langfristig vor Ort zu etablieren. Hierzu wird im Rahmen des Projekts eine Chancen-/Hemmnisanalyse erstellt.

Fazit

Bis März 2019 geht es im Stromspar-Check Kommunal um:

  • die Minderung von CO2-Emmissionen, Energieverbrauchssenkung und damit Unterstützung beim Erreichen der bundesweiten Klimaschutzziele durch eine Energiesparberatung in den Bereichen Strom-, Wasser und Wärme in Haushalten mit geringem Einkommen,
  • die Integration der Energiesparberatung in kommunale Klimaschutzaktivitäten z. B. durch die Kooperation mit Kommunen im Rahmen von Lenkungskreisen, der Entwicklung von kommunalen Finanzierungsbeteiligungen, der Einbindung in Aktivitäten im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt usw. und die Aktivierung von (neuen) Netzwerken in den Kommunen,
  • die Beratung von weiteren 125.000 Haushalten mit geringem Einkommen zur Senkung ihrer Energieverbräuche und -kosten, damit Entlastung der Haushalte selbst sowie der öffentlichen Hand (Bund und Kommune) auf Grund sinkender Kosten der Unterkunft,
  • den Aufbau von Motivation und Wissen in Haushalten mit geringem Einkommen zur rationellen Energie- und Wasserverwendung sowie zur nachhaltigen Senkung von Verbräuchen, Kosten und Emissionen.

Deutscher Caritasverband e.V. (DCV) und Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e. V.

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