Projekt

Do it Yourself (DIY)-Klimaschutz – Dein Mobilitätsprojekt

Gemeinsam mit jungen Erwachsenen Projekte für mehr nachhaltige Mobilität entwickeln und diese dadurch aktiv mitgestalten
Verbraucher
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)
Mobilität aktiv mitgestalten: Ob Online-Plattform für nachhaltiges Reisen, Bau eines Lastenrades für den Campus oder Podcast zum öffentlichen Raum – Durch „DIY. Dein Mobilitätsprojekt“ wurden junge Erwachsene unterstützt, die die ökologische Mobilitätswende aktiv selbst in die Hand nehmen möchten. So entstanden bundesweit über 17 lokale Projekte.
Projektinformationen
Förderprogramm 
Projektnehmer 
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)
Projektkontakt 

VCD Verkehrsclub Deutschland e.V.
diy.@vcd.org
https://diy.vcd.org/

Projektlaufzeit 
01. Okt. 2017 bis 31. Dez. 2020
Förderkennzeichen: 
03KF0074
.
Fördersumme in € 
905.481

Auf einen Blick

Mit „DIY. Dein Mobilitätsprojekt“ entwickelte der ökologische Verkehrsclub VCD für und mit jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren – auch in Kooperation mit Hoch- und Berufsschulen, Kommunen oder Unternehmen – Mobilitätsprojekte, die den Rad- und Fußverkehr, Sharing-Angebote oder den öffentlichen Verkehr stärken und somit eine Verlagerung von Autofahrten bewirken.

Das gesamte Projekt wurde in einen dreistufigen Aufbau (Aktivieren – Informieren – Umsetzen) gegliedert, um möglichst viele junge Menschen zu erreichen. Bei Aktionen und Lehrveranstaltungen wurden Studierende und Auszubildende für das Thema nachhaltige Mobilität sensibilisiert. Dabei wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man eigene Mobilitätslösungen entwickeln kann. Die Ideen wurden anschließend in Workshops zusammen mit dem DIY-Team weiter ausgebaut.

Ergänzend wurde in einem regelmäßigen Turnus ein Ideenwettbewerb ausgerufen, bei dem junge Erwachsene ihre Projektideen einreichen und damit eine inhaltliche wie auch finanzielle Unterstützung erhalten konnten. Alle unterstützten Projektgruppen bekamen während ihrer Umsetzungsphase eine bedarfsgerechte Betreuung und Beratung, sodass wichtige Kernkompetenzen wie Projekt- und Zeitmanagement, Budgetplanung und den Umgang mit sozialen Medien und Presse an die Projektmitglieder vermittelt werden konnten.

Neben der Projektförderung war ein wesentlicher Baustein die Vernetzung der Projektgruppen untereinander als auch mit Unternehmen und Kommunen, um neue Ideen anzuregen und ein Netzwerk an jungen engagierten Erwachsenen aufzubauen. Hierzu wurden jährlich Mobilitätskongresse veranstaltet, welche besonders auf interaktive Formate und Workshops setzten.

Alle Aktivitäten rund um das Projektgeschehen wurden kontinuierlich dokumentiert und über soziale Medien sowie die projekteigene Webseite verbreitet. Hierbei erhielten junge Erwachsene auch die Möglichkeit, ihre Interessen und ihr Wissen im Bereich der nachhaltigen Mobilität als Blogger*innen auf den Webseiten des Projekts zu veröffentlichen.

  • Was sollte das Projekt erreichen?

    Folgende Ziele verfolgte das Projekt maßgeblich:

    • Mindestens acht „DIY“-Projekte und sechs „Kick-off“-Projekte sollten unterstützt werden.
    • 74 eigene Aktionen, Workshops und Fachveranstaltungen rund um das Thema nachhaltige Mobilität sollten durchgeführt werden.
    • Die Durchführung von drei mehrtägigen Kongressen zum Thema nachhaltige Mobilität, an denen jeweils 100 Auszubildende, Studierende sowie Partner und Interessierte aus Bildungseinrichtungen, Kommunen und Unternehmen teilnehmen.
    • Eine aktive Teilnahme der Auszubildenden, Studierenden und Partnern an externen Tagungen, Kongressen und sonstigen Veranstaltungen, bei denen sie die Projektinhalte verbreiteten.
  • Was hat das Projekt erreicht?

    Im Laufe der drei Jahre konnte das Vorhaben:

    • 17 Mobilitätsprojekte bei ihrer erfolgreichen Umsetzung unterstützen,
    • über 30 Bildungsveranstaltungen wie Workshops und Vorträge anbieten und mit 66 Aktionstagen an Hoch- und Berufsschulen bundesweit präsent sein,
    • zwei Mobilitätskongresse in Berlin und einen digitalen Mobilitätskongress mit insgesamt 322 Teilnehmenden durchführen.
    • Alle diese Aktivitäten wurden mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aktiv begleitet, sodass 6,8 Millionen Menschen über das Vorhaben informiert wurden.
    • Zusätzlich zu den Projektaktivitäten unterstützte das Vorhaben 101 Studierende bei ihren Abschlussarbeiten im Bereich der nachhaltigen Mobilität.
  • Wie ging es weiter?

    Das Vorhaben bewirkte:

    • Sensibilisierung der jungen Zielgruppe für die Folgen unserer Mobilität und ein Aufzeigen nachhaltiger Möglichkeiten,
    • Aktivierung der jungen Zielgruppe für das Thema nachhaltige Mobilität,
    • Unterstützung bei der Entwicklung sowie Verstetigung eigener Projektideen.
    • Weiterhin konnten eine Stärkung des Dialogs und der Vernetzung der Zielgruppe mit Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen befördert werden.
    • Verleih der Wanderausstellung
  • Beitrag zum Klimaschutz

    Mobilität neu denken

    Junge Menschen sind nicht nur sehr mobil, sie sind auch offener für klimafreundlichere Mobilitätsangebote als andere Zielgruppen. Außerdem werden sie bis 2050 und darüber hinaus das Mobilitätsgeschehen mitbestimmen.
    Inhalt des Projekts war es die Zielgruppe darin zu bestärken, Flugzeug, Pkw und Motorräder weniger zu nutzen und in ihrem Ausbildungsfeld Impulse für eine nachhaltige Mobilität zu setzen. Dies sollte ein Umdenken begünstigen und dazu beitragen, dass die jungen Menschen einen langfristigen Klimaschutzbeitrag leisten können.

    Mobilität mitgestalten

    Die aktive Unterstützung junger Erwachsener bei der Umsetzung der gemeinsam entwickelten Ideen führte weiterhin dazu, dass das Interesse sowie das Bewusstsein der Zielgruppe wuchs und sie darin bestärkte, selbst etwas verändern zu können. Basierend auf diesen Erfahrungen bauten viele Projektgruppen auch nach der Beendigung der Unterstützung durch das Vorhaben ihre Ideen weiter aus, fanden weitere Fördern*innen und verstetigten so ihr Projekt langfristig.
    Dieses Engagement wurde vereinzelt durch besondere Auszeichnungen, Preise und wachsende öffentliche Aufmerksamkeit belohnt. So konnten die Projektinhalte sowie die Bedeutung nachhaltiger Mobilitätslösungen in die breite Öffentlichkeit getragen werden.

     

  • Tipps und Tricks für interessierte Institutionen

    Presse und Öffentlichkeitsarbeit

    Das Vorhaben konnte alle seine gesetzten Meilensteine erreichen. Erreicht wurde dies, indem frühzeitig mit der Zielgruppe gearbeitet wurde, ein intensiver Austausch mit den Bildungseinrichtungen stattfand und Kooperationspartnerschaften im Bildungsbereich früh die Projektinhalte verbreiteten.
    Neben einer klaren Online-Darstellung der Projektinhalte war eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit über Social-Media, die Zusammenarbeit mit Influencer*innen und Partnerwebseiten maßgebend, um bundesweit die Unterstützungsformate des Vorhabens vorstellen zu können. Durch regelmäßige Blogbeiträge aus der Zielgruppe konnten zudem inhaltliche Einblicke in die verschiedenen Themenbereiche der Mobilität ermöglicht werden.

    Aktivierung

    Die direkte Ansprache der Zielgruppe war ebenfalls ein entscheidender Baustein für den Projekterfolg. Hierbei wurde festgestellt, dass konkrete Angebote und Anleitungen notwendig sind, um die Zielgruppe in ihren Ideen zu bestärken. Aus diesem Grund entwickelte das Projekt-Team einen bundesweiten Ideenwettbewerb, der neben einer finanziellen Unterstützung auch eine kontinuierliche Betreuung durch das Projekt-Team enthielt.
    Bei der Erstellung des Wettbewerbskonzepts wurde darauf geachtet, mit konkreten Formulierungen und Schwerpunkten die Einstiegshürden möglichst gering zu halten. Insgesamt wurde der Ideenwettbewerb sechsmal durchgeführt.

    Projektförderung

    Während der Zusammenarbeit mit den Projektgruppen wurde festgestellt, dass die finanzielle Unterstützung zwar wichtig für den Projektbeginn, die inhaltliche Betreuung und Zusprache durch das Projekt-Team jedoch das meist wichtigere Angebot für die Zielgruppe war.
    Aus diesem Grund erhielt jede geförderte Projektgruppe zwei Betreuer*innen aus dem DIY-Team, die sich im Besonderen um die verschiedenen Anliegen kümmerten. Dies erforderte zu Hochzeiten die gesamten Kapazitäten des Vorhabens und muss bei ähnlichen Vorhaben berücksichtigt werden. Besonders bei der Zusammenarbeit mit Auszubildenden bedarf es einer intensiveren Unterstützung, da diese Zielgruppe deutlich jünger ist und die Ausbildungspläne meist nicht viel Spielraum für flexibles Arbeiten lassen.

  • Produkte des Projekts

    Im Rahmen des Vorhabens sind mehrere Produkte entstanden:

    1. Sieben Schulungsdokumente zum Download. Durch die Bereitstellung von Informationen soll der Start des eigenen Projekts vereinfacht werden. Themen sind:

    • Projektmanagement
    • Finanzierungsmöglichkeiten
    • Umgang mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    • Planung und Durchführung von Aktionen
    • Soziale Netzwerke
    • Bloggen
    • die Bedeutung von Creative Commons

    2. Wanderausstellung „Mobilität anders angehen“ inklusive einer Zusatzsäule zum Thema nachhaltige Mobilität an Hochschulen. Diese Ausstellung kann von allen Interessensgruppen für mehrere Tage und Wochen ausgeliehen werden. Aufgebaut besteht die Ausstellung aus vier Holzsäulen, die mit Informationen und interaktiven Modulen das Thema Mobilität aus verschiedensten Blickwinkeln beleuchten.

    3. Good-Practice-Broschüre „Nachhaltige Mobilität an Hochschulen“ als Printprodukt und zum Download. Die Broschüre legt den Fokus gezielt auf Projekte und Strukturen der nachhaltigen Mobilität an Hochschulen in ganz Deutschland. 19 Projekte werden im Detail dargestellt, um einerseits ihre Strahlkraft zu erhöhen und andererseits Hochschulangehörigen bestehende Anknüpfungspunkte aufzuzeigen.

  • Checkliste der Erfolgsfaktoren

    • zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit
    • intensive Zusammenarbeit mit der Zielgruppe in verschiedenen Tiefen (niedrigschwellige Aktionen, vertiefende Bildungsveranstaltungen und Workshops)
    • Kooperationen und Vernetzung mit Bildungseinrichtungen, Kommunen und Unternehmen
    • Entwicklung von zielgruppenspezifischen Unterstützungsangeboten

     

 

Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)

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