Projekt

FoodLabHome

Klimabildung zur Reduktion häuslicher Lebensmittelabfälle
Verbraucher
Bildung
Lebensmittelabfälle sind ein bedeutsamer Verursacher von Treibhausgasemissionen. FoodLabHome macht sie zum Gegenstand einer Bildungsintervention. Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen erforschen die Klimarelevanz von Lebensmittelabfällen in ihren Haushalten, entwickeln wirksame Interventionsstrategien und tragen durch Abfall-Reduktionen messbar zum Klimaschutz bei.
Projektinformationen
Projektnehmer 
Leuphana Universität Lüneburg, Technische Universität Berlin
Projektlaufzeit 
01. Okt. 2018 bis 30. Sep. 2021
Förderkennzeichen: 
03KF0103 A / B
Fördersumme in € 
459.193

Auf einen Blick

FoodLabHome ist als Modellvorhaben konzipiert, das einen neuen Bildungs- und Forschungsansatz erprobt. Das Projekt erarbeitet Lösungen, mit denen Lebensmittelabfälle (LMA) in Privathaushalten reduziert und so Treibhausgasemissionen gesenkt werden können. Darüber hinaus soll Kapazitätsaufbau gefördert werden. Um eine Modellhaftigkeit des gewählten Ansatzes sowie die Gültigkeit der Ergebnisse für diverse Settings (Haushalte, Schultypen, städtische Strukturen) zu erreichen, arbeitet FoodLabHome in zwei Fallregionen (das kleinstädtische Lüneburg im Westen Deutschlands und das großstädtische Berlin im Osten Deutschlands) und mit zwei verschiedenen Schultypen (allgemeinbildend und berufsbildend).

Ziele

Ziel ist es, einen innovativen und partizipativen Bildungsansatz zu entwickeln, der auf den Prinzipien des Forschenden Lernens basiert und Schülerinnen und Schüler an klein- und großstädtischen Sekundarschulen des allgemein- und berufsbildenden Bereichs selbst zu Forschenden und ihre Haushalte zum Labor werden lässt. In der Bildungsintervention untersuchen die Schülerinnen und Schüler Aufkommen, Zusammensetzung und Ursachen von Lebensmittelabfällen in ihren eigenen Haushalten und analysieren deren Klimarelevanz. In einem zweiten Schritt entwickeln und erproben sie anschließend Wege, um LMA im Privathaushalt zu reduzieren. Dabei bedienen sie sich verschiedener Nudging-Maßnahmen, die sich in anderen Konsumfeldern als wirksame Interventionstechniken bewährt haben, und reflektieren anschließend die Wirksamkeit und Potenziale von Interventionsstrategien zur Vermeidung von LMA als einen Beitrag zum Klimaschutz.

Projektablauf

Das auf eine Laufzeit von 36 Monaten ausgelegte Vorhaben untergliedert sich in fünf Arbeitspakete (Projektmanagement, Entwicklung, Erprobung und Verstetigung der Bildungsintervention, Training für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Transfer).

Herzstück des Vorhabens ist die Bildungsintervention FoodLabHome. Die Bildungsintervention wird in den ersten vier Projektmonaten in Abstimmung mit in der Arbeit mit der primären Zielgruppe vertrauten Lehrkräften umsetzungsreif ausgeplant und angepasst. Die Durchführung der Bildungsintervention wird ein Schulhalbjahr in Anspruch nehmen.

Um die in der ersten Durchführung gemachten Erfahrungen zur Weiterentwicklung der Bildungsintervention nutzen zu können, ist ein zweiter Durchgang vorgesehen.

In einem dritten Durchgang wird in der Mitte der Projektlaufzeit die Aufarbeitung der Bildungsintervention in Form von Online-Modulen erprobt.

Fazit

Es wird erwartet, einen partizipativen, erfahrungsbasierten und zu realweltlichem Erkunden und Handeln aktivierenden Bildungsansatz (Bildung für einen klimaschonenden Umgang mit Lebensmitteln) zum Zusammenhang von LMA und der Klimarelevanz von Ernährung zu erhalten.

Die Ergebnisse der ersten Durchführung der Bildungsintervention liegen im zweiten Halbjahr 2019 vor.

Leuphana Universität Lüneburg, Technische Universität Berlin

53.2282107
10.4016406
Universitätsallee
Lüneburg
  • Niedersachsen
21335
Weiterführende Informationen