Projekt

Klimafreundlich pflegen

Für einen ganzheitlichen und wirksamen Klimaschutz in stationären Pflegeeinrichtungen
Wirtschaft
Logo des Projekts "Klimafreundlich pflegen"
© AWO Bundesverband e.V.
„Klimafreundlich pflegen“ erprobt modellhaft systematischen und ganzheitlichen Klimaschutz in stationären Pflegeeinrichtungen. So bezieht das Projekt sämtliche Emissionsbereiche eines Pflegeheims, also neben Strom und Heizung auch Verpflegung, Wäsche / Reinigung, Mobilität und Sonstiges mit ein.
Projektinformationen
Projektnehmer 
AWO Bundesverband e.V.
Projektlaufzeit 
01. Jan. 2018 bis 31. Dez. 2020
Förderkennzeichen: 
03KF0073
Fördersumme in € 
330.189

Auf einen Blick

Maßnahmen im Umweltbereich beschränkten sich in der stationären Pflege bislang auf energetische Fragestellungen. Betrachtet man die Vielzahl an stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland ergibt sich ein großes ungenutztes Potenzial für den Klimaschutz in Deutschland.

Das Projekt unterstützt modellhaft 30 Einrichtungen dabei, systematischen Klimaschutz zu initiieren und zu betreiben. Hierfür wurde im Arbeiterwohlfahrt Bundesverband eine Vollzeitstelle geschaffen.

Vorrangig sind Seniorenzentren beteiligt, es nehmen aber auch einige wenige Einrichtungen aus dem Bereich der stationären Behindertenhilfe teil.

Ziele

Die Arbeiterwohlfahrt hat auf ihrer Bundeskonferenz 2016 nicht nur die Politik aufgefordert, Anstrengungen zu unternehmen, das 1,5 Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen. Vielmehr hat sie sich selbst verpflichtet, in ihren Einrichtungen systematischen Klimaschutz zu betreiben.

Berücksichtigt man die Größe der Freien Wohlfahrtspflege, wird zweierlei klar: , wenn Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen möchte, ist es erstens unabdingbar, dass auch die Freie Wohlfahrtspflege Klimaschutz betreibt. Zweitens erreicht sie durch ihre Mitarbeitenden (Haupt- und Ehrenamtliche), Klientinnen und Klienten und Angehörigen eine Vielzahl an Menschen, die wiederum als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wirken.

Einige Teilnehmende haben ihre Einrichtung bereits mit dem Plan angemeldet, die Erkenntnisse auf die anderen Einrichtungen des Verbandes (Landes-, Bezirks- oder Kreisverband) zu übertragen.

Es werden quantifizierbare und messbare CO2-Reduktionen erwartet, die sich je nach Einrichtung unterscheiden.

Projektablauf

In regionalen Auftaktworkshops werden die Beteiligten zunächst für Klimaschutz sensibilisiert und der CO2-Fußabdruck eines Pflegeheims erfasst. Der CO2-Fußabdruck bildet alle Emissionen eines Pflegeheims ab und fungiert als Bestandsaufnahme.

Auf Basis der Bestandsaufnahme werden dann in Vor-Ort-Workshops mit den Projektteams Klimaschutzpläne entwickelt. Die Maßnahmen aus einem solchen Klimaschutzplan setzt die Einrichtung mit Unterstützung des Bundesverbands um.

In der zweiten Projekthälfte wird der CO2-Fußabdruck zu Evaluationszwecken erneut erfasst. Zusätzlich dazu werden die Ergebnisse aus den Einrichtungen in fünf regionalen Workshops mit den Beteiligten diskutiert. Die Ergebnisse aus der Evaluation werden zum Ende des Projekts in einer Fachtagung der Öffentlichkeit vorgestellt. Darüber hinaus wird Informationsmaterial zur Verfügung gestellt.

Deutlich geworden ist bereits, dass alle Einrichtungen bestimmte Umweltmanagementmaßnahmen durchgeführt haben. So ist bereits viel Wissen im Verband vorhanden, welches nicht neu generiert werden muss.

Die Teilnehmenden der Workshops machten aber auch deutlich, dass das Engagement im Klimaschutz zusätzlichen Aufwand darstellt.

Fazit

Der Arbeiterwohlfahrt Bundesverband blickt nach einem halben Jahr sehr positiv auf das Projekt und erwartet umfangreiche Erkenntnisse über die Umsetzung von Klimaschutz in der stationären Pflege und wie dieser gelingen kann.

Erste Ergebnisse sind zur Halbzeit des Projektes zu erwarten, wenn die Einrichtungen sich mitten in der Umsetzung der Maßnahmen befinden. Einen ersten Zwischenbericht wird es zum Ende des Jahres 2018 geben.

AWO Bundesverband e.V.

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