Projekt

Klimaquartier Ellener Hof

Ökologisch-soziales Modellprojekt Stiftungsdorf Ellener Hof, Ellener Feld und Blockdiek in Bremen
Kommunen
Logo des Projekts „Klimaquartier Ellener Hof“
© BUND LV Bremen
Im „Klimaquartier Ellener Hof“ wird Klimaschutz gelebt. Hier werden Klimaschutzmaßnahmen in den Bereichen Ernährung, Konsum, Energie und Mobilität umgesetzt. Dazu gehören ein Gemeinschaftsgarten, diverse Selbsthilfe-Werkstätten, ein Automat für regionale Bio-Lebensmittel sowie eine Tauschstation für Bücher, Geschirr und andere funktionstüchtige Gegenstände.
Projektinformationen
Förderprogramm 
Projektnehmer 
BUND LV Bremen, Bremer Heimstiftung
Projektkontakt 

Katja Muchow (Stellv. Geschäftsführerin BUND LV Bremen und Projektleitung Klimaquartier Ellener Hof)
Am Dobben 44
28203 Bremen
0421 79 00 245
katja.muchow@bund-bremen.net
www.bund-bremen.net

Projektpartner:
Bremer Heimstiftung
Arend Stühl (Projektleiter Klimaquartier Ellener Hof)
0421 67342795
arend.stuehl@bremer-heimstiftung.de
www.bremer-heimstiftung.de

Projektlaufzeit 
01. Jan. 2021 bis 22. Sep. 2022
Förderkennzeichen: 
03KKA0016A/B
Fördersumme in € 
224.827
  • Reperaturen in der E-Selbsthilfe-Werkstatt
    © Bremer Heimstiftung Martin Rospek
  • Lastenrad im Café Blocksberg
    © Karina Korfhage
  • Reperaturen in der E-Selbsthilfe-Werkstatt
  • Lastenrad im Café Blocksberg

Auf einen Blick

Durch das Projekt „Klimaquartier Ellener Hof“ soll Klimaschutz im Alltagshandeln gestärkt werden. Die Klimaschutzmaßnahmen sind Teil eines Aktionsplans, der mit großer Bürgerbeteiligung entwickelt wurde und derzeit umgesetzt wird (Stand August 2021). Die verschiedenen Klimaschutzmaßnahmen schaffen Strukturen und Möglichkeiten für ein klimafreundliches Handeln. Beispielsweise findet der Gemeinschaftsgarten großen Anklang. Die Mitglieder der „Gartengruppe“ konnten bereits 70 Kilo Gemüse ernten. In der Nähwerkstatt kann Kleidung repariert und Neues aus alten Stoffen geschaffen werden. Die Anwohnenden des Stadtteils nehmen diese Möglichkeiten sehr gut an, da es vor Ort bisher kaum Mitmach-Angebote für ein klimafreundliches Handeln gab.

Zielgruppen
Grundsätzlich werden alle Bewohner*innen des „Klimaquartiers Ellener Hofs“ und angrenzender Quartiere angesprochen. Dazu zählen beispielsweise Mieter*innen und Hausbesitzer*innen, Mitglieder von Baugemeinschaften und Kitas, Senior*innen, Schüler*innen und Student*innen, Mitarbeitende von Dienstleistern und Kulturschaffende.

Netzwerke
Zu Projektbeginn wurde ein gut funktionierendes Netzwerk in Form eines Runden Tisches in dem Stadtgebiet etabliert. An dem Netzwerk beteiligen sich unter anderem Mitglieder des Ortsamtes und des Beirats Osterholz, des Quartiersbildungs- und Mütterzentrums, von Schulen sowie aus dem betreuten Wohnen. Erfreulich ist, dass durch das Engagement bereits zahlreiche gewinnbringende Kooperationen entstanden sind.

Was soll das Projekt erreichen?

In der sozial heterogenen Nachbarschaft sind die Investitionen in die Klimaschutzaktivitäten von sehr hoher Relevanz, denn Klimaschutz spielte dort bislang kaum eine Rolle. Bislang flossen Fördermittel für den Stadtteil hauptsächlich in soziale Aktivitäten. Die Aktivitäten im „Klimaquartier Ellener Hof“ verbinden soziale und ökologische Aspekte und verankern Klimaschutz im Alltag der Bewohner*innen beispielsweise indem sie:

  • Klimaschutz mit Hilfe von Selbsthilfe-Werkstätten greifbar machen,
  • Bewohner*innen mit Klimaschutzaktivitäten erreichen, motivieren und gegenseitig vernetzen,
  • Klimaschutzmaßnahmen im Stadtteil verstetigen,
  • Treibhausgase einsparen.

Beitrag zum Klimaschutz

Tauschen und Teilen
In der Tauschstation können Personen gebrauchte aussortierte Dinge wie Bücher, Geschirr und andere Gegenstände, die noch funktionstüchtig sind, tauschen. Das verändert die Kultur des Konsumierens und vermeidet Abfälle.

Reparieren
In den Selbsthilfe-Werkstätten können Bürger*innen unter anderem Kleidung, Möbel und Elektrogeräte selbst reparieren. Fachlich kompetente Personen unterstützen sie dabei. Dadurch wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, Abfall und Neukäufe vermieden, Altes weitergenutzt sowie CO2 und Kosten eingespart.

Gemeinschaftsgarten
Im Gemeinschafts- und im Schulgarten pflanzen die Nutzer*innen Gemüse und Obst ohne Pestizide und chemischen Dünger auf 400 Quadratmetern an. Das fördert den Verzehr von regionalen und saisonalen Lebensmitteln und verringert die Wahl von Nahrungsmitteln mit längeren Transportwegen. Eine saisonale Ernährungsweise schont zudem die Umwelt und Natur und spart CO2-Emissionen ein.

Energiesparmittel
Mit gering-investiven Energiesparmitteln werden Bürger*innen motiviert, Energie in ihrem Haushalt einzusparen. Dafür erhalten sie Strommessgeräte, Hygro-Thermometer sowie LED-Leuchten und können CO2-Ampeln ausleihen.

Heizungsoptimierung
In zehn Einfamilienhäusern soll der Wärmeenergiebedarf deutlich verringert werden.

Klimafreundliche Ernährung
Durch den Gemeinschafts- und Schulgarten, Foodsaving-Gruppen (Personen, die die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen), einem regionalen Lebensmittelautomaten und der zukünftigen Erzeuger-Verbraucher-Kooperation wird das Angebot an klimafreundlichen, regionalen Bio-Lebensmitteln im Quartier erhöht und weniger Lebensmittel weggeworfen.

Mobilität
Ein Lastenrad für mehrere Nutzer*innen ersetzt den Transport durch ein Auto. Dadurch wird CO2 eingespart.

Zahlen und Fakten

Für dieses Vorhaben wird über die Wirkdauer vom 1. Januar 2021 bis zum 22. September 2022 mit einer Treibhausgasminderung von 522 Tonnen CO2 gerechnet.

Angebote und Anzahl der Teilnehmenden (Stand August 2021):

  • Foodsaving-Gruppe: 25 Personen
  • Gartengruppe Gemeinschaftsgarten: 20 Personen
  • Elektro-Selbsthilfewerkstatt: 3 Ehrenamtliche
  • Nähwerkstatt: 5 Ehrenamtliche
  • E-Lastenrad: 5 regelmäßige Nutzer*innen.

BUND LV Bremen, Bremer Heimstiftung

53.07653
8.82287
Am Dobben
Bremen
  • Bremen
28203
Weiterführende Informationen