Projekt

Kompetenzzentrum für Klimaschutz in Fachwerkstädten (KKF)

Kommunen
Verbraucher
Logo des Projekts "Kompetenzzentrum für Klimaschutz in Fachwerkgebäuden"
© Freilichtmuseum Hessenpark GmbH
Energetische Gebäudesanierung findet in deutschen Fachwerkstädten bislang kaum statt. Damit der Anteil sanierter und modernisierter Fachwerkgebäude signifikant steigt, wird ein Kompetenzzentrum für Klimaschutz für die deutschen Fachwerkstädte aufgebaut. Den Anfang machen ein Musterhaus im Freilichtmuseum Hessenpark und Pilotquartiere in vier Städten.
Projektinformationen
Förderprogramm 
Projektnehmer 
Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte, Freilichtmuseum Hessenpark, Städte Bleicherode, Hannoversch Münden, Schiltach, Wolfhagen
Projektlaufzeit 
01. Nov. 2016 bis 31. Okt. 2019
Förderkennzeichen: 
03KF0043 A / B
Fördersumme in € 
236.575
  • Die Partner des Kompetenzzentrums für Klimaschutz in Fachwerkstädten bei ihrem ersten Treffen im Freilichtmuseum Hessenpark.
    © Freilichtmuseum Hessenpark GmbH

Auf einen Blick

Kleinteilige Gebäude und Eigentümerstrukturen erschweren den Klimaschutz in Fachwerkquartieren. Die Chancen der Energiewende zur Modernisierung der Energieversorgung und der Gebäudesanierung drohen an den Fachwerkquartieren vorbeizugehen.

Unter dem Gebäudebestand in Deutschland befinden sich etwa 2,4 Millionen Fachwerkhäuser, ein großer Anteil davon in geschlossenen Stadtensembles. Die Energieversorgung in den Fachwerkquartieren und die Dämmung der Fachwerkgebäude entsprechen nicht mehr den gestiegenen Standards. Das Energieeinsparpotenzial ist also beträchtlich – vorausgesetzt, Eigentümer, Kommune und Experten werden gleichermaßen einbezogen und mobilisiert.

Das neue nationale Kompetenzzentrum soll deshalb die Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte, dem Freilichtmuseum Hessenpark sowie den Städten Wolfhagen, Hannoversch Münden, Bleicherode und Schiltach fördern und erleichtern.

Ziele

Um die Energiewende in Fachwerkstädten entscheidend voranzutreiben, muss zunächst das notwendige Wissen für die energetische Sanierung von Fachwerkgebäuden gebündelt und bekannt gemacht werden. Klimaschutz und Stadtentwicklung sollen dabei Hand in Hand gehen.

Projektablauf

Als Lösungsansatz wird ein Kompetenzzentrum für Fachwerkstädte in Form eines dezentralen Netzwerks mit vier Pilotquartieren und einem Musterhaus aufgebaut.

  • Die Pilotquartiere in Wolfhagen (Hessen), Schiltach (Baden-Württemberg), Bleicherode (Thüringen) und Hannoversch Münden (Niedersachsen) führen ihre Maßnahmen aus Eigen- und Fördermitteln der Stadt und energetischen Sanierung dezentral durch und werden hierbei von Fachplanern und regionalen Multiplikatoren begleitet.
  • Das Freilichtmuseum Hessenpark in Neu-Anspach besteht seit 1974 und hat jährlich circa 200.000 Besucherinnen und Besucher. In seinem 2011 erarbeiteten Leitbild ist das Ziel formuliert, „Kompetenzzentrum für Fachwerksanierung und nachwachsende Baustoffe“ zu werden. Daher wird hier ein „Musterhaus für zeitgenössisches Wohnen im historischen Fachwerk“ errichtet. Modern und attraktiv eingerichtet, energieeffizient, mit zeitgemäßer Haustechnik ausgestattet, aufgebaut nach den aktuellsten bauphysikalischen Erkenntnissen unter Verwendung nachwachsender Baustoffe.

Auf diese Weise demonstrieren das neue Musterhaus und die Pilotquartiere praktische Lösungsansätze und geben Anschauungsunterricht.

Fazit

Die Besucherinnen und Besucher des Museums und der Pilotquartiere erhalten Einblicke in das Themenfeld Klimaschutz und energetische Sanierung von Fachwerkstädten. Das Musterhaus bietet in einer Präsenzbibliothek Literatur und Broschüren zu Bautechniken und Fördermöglichkeiten.

Ein Netzwerk aus Expertinnen und Experten aus Kommunen, Berufspraxis und Wissensvermittlung entwickelt das Konzept zum Aufbau eines dauerhaften Weiterbildungsangebotes.

Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte, Freilichtmuseum Hessenpark, Städte Bleicherode, Hannoversch Münden, Schiltach, Wolfhagen

50.27553349999999
8.523376800000051
Laubweg
Neu-Anspach
  • Hessen
61267
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