Projekt

Methanminderung für kosteneffizienten Klimaschutz in der Landwirtschaft

Minus Methan in der Landwirtschaft
Wirtschaft
Logo des Projekts "minus Methan in der Landwirtschaft"
© Deutsche Umwelthilfe
Das Projekt fördert die flächendeckende Einführung kosteneffizienter Maßnahmen zur Methanminderung in der deutschen Landwirtschaft. Multiplikatoren-Workshops erarbeiten dazu konkrete und praktikable Lösungswege zur Umsetzung, die dann über Hintergrundpapiere verbreitet werden. Am Ende des Projekts wird ein Methanminderungsplan mit einem konkreten Programm und Zeitrahmen zur Umsetzung sowie politischen Forderungen stehen.
Projektinformationen
Förderprogramm 
Projektnehmer 
Deutsche Umwelthilfe e.V.
Projektkontakt 
Projektlaufzeit 
01. Feb. 2017 bis 31. Jan. 2019
Förderkennzeichen: 
03KF0058
Fördersumme in € 
196.652

Auf einen Blick

Das Treibhauspotenzial (Global Warming Potential GWP100) von Methan beträgt 28, das bedeutet, dass das Gas in der Atmosphäre einhundert Jahre lang 28-mal stärker wirkt als CO2. Die deutsche Landwirtschaft emittierte 2015 1.291 Kilotonnen Methan, was rund 57 Prozent der gesamten Emissionen Deutschlands ausmacht. Methanemissionen aus der Landwirtschaft zu senken leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele.

Das Projekt spricht in erster Linie Landwirte und öffentliche Stellen an, um sie für die Notwendigkeit einer Methanminderung in der Landwirtschaft zu sensibilisieren und deren Akzeptanz für konkrete Minderungsmaßnahmen zu erhöhen. Dafür werden sie in die Diskussion um die Umsetzbarkeit eng eingebunden.

Ziele

Das Projekt wurde initiiert, um bislang ungenutztes Klimaschutzpotenzial in der Landwirtschaft zu beleuchten. Es zielt darauf ab, Methanemissionen aus der Landwirtschaft in Deutschland bis 2020 zu senken und so einen leicht umzusetzenden Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Angesprochen werden Landwirte, deren Verbände und Organisationen sowie öffentliche Stellen aus den Bereichen Umwelt und Landwirtschaft. Über geeignete Kommunikationsmaßnahmen soll auch die Öffentlichkeit über den Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz informiert werden.

Im Ergebnis soll ein konkreter Fahrplan zur Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen eines nationalen Methanminderungsplans entstehen.

Projektablauf

Während der zweijährigen Projektlaufzeit werden in Multiplikatoren-Workshops jeweils einzelne Maßnahmen und deren Umsetzung in der Fläche mit Experten aus der Praxis diskutiert. Schwerpunkte der Diskussion sind Voraussetzungen und Hemmnisse für die Umsetzung, politische Initiativen und Forderungen sowie Förder- und ordnungsrechtliche Instrumente für eine flächendeckende Anwendung der jeweiligen Maßnahme in Deutschland. Die erarbeiteten Ergebnisse werden in kurzen Faktenpapieren zusammengefasst und veröffentlicht.

Auf dieser Grundlage wird am Ende des Projekts ein „Methanminderungsplan für die deutsche Landwirtschaft“ erarbeitet, der auf einer Abschlusskonferenz vorgestellt und bundesweit verbreitet wird. Um das Thema in der öffentlichen Klimadebatte besser zu verankern, werden Hintergrundinformationen und erarbeitete Projektinhalte auf einer Projektwebseite veröffentlicht und in zwei Journalisten-Workshops der Presse zur Verfügung gestellt,.

Ein wissenschaftlicher Beirat bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von Wissenschaft, öffentlichen Stellen und Landwirtschaft wird das Projekt begleiten und evaluieren.

Der innovative Ansatz dieses Projektes besteht in dem neuen und ganzheitlichen Betrachtungsansatz, der mit Hilfe von Vertreterinnen und Vertretern aus Praxis und Wissenschaft entwickelt wird, um neue Zugänge und Bewertungen von bereits bekannten Maßnahmen zu erreichen. Durch diese methodische Innovation und die zielgruppenspezifische Ansprache sollen mehr Informationen bei den Zielgruppen ankommen und somit ein neues Handlungsfeld für den Klimaschutz in Deutschland entstehen.

Fazit

Das Projekt stellt niedrigschwellige und kostengünstige Maßnahmen zur Methanreduktion in der Landwirtschaft zusammen und entwickelt konkrete Vorschläge zur Überwindung von Hemmnissen. Auf diese Weise erschließt das Projekt ein neues Handlungsfeld für den Klimaschutz in Deutschland.

Zu Beginn des Jahres 2019 wird mit Abschluss der zweijährigen Projektlaufzeit der „Methanminderungsplan für die deutsche Landwirtschaft“ auf einer Abschlusskonferenz vorgestellt und bundesweit verbreitet.

Deutsche Umwelthilfe e.V.

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