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Rems-Murr-Kreis

25.000 Euro Preisgeld für das Förderprogramm „Agenda 2030 – Projekte für eine nachhaltige Entwicklung mit Bezug zum Klimaschutz“
Kommunen

Die Auszeichnung im Wettbewerb "Klimaaktive Kommune 2020" wurde für das Förderprogramm „Agenda 2030 – Projekte für eine nachhaltige Entwicklung mit Bezug zum Klimaschutz“ vergeben, das gemeinnützige Vereine mit Sitz im Rems-Murr-Kreis bei der Umsetzung von klimaschutzrelevanten und nachhaltigen Projekten unterstützt. Von 2019 bis 2022 stellt der Kreis dafür jährlich 50.000 Euro zur Verfügung.

  • Das Team aus dem Rems-Murr-Kreis
    © hearts&minds/Difu

Klimaschutz und Nachhaltigkeit gezielt fördern

Der Rems-Murr-Kreis hat sich schon lange vor „Fridays for Future“ entschlossen, stärker in den Klimaschutz zu investieren und legt bereits seit 2012 Klimaschutzhandlungsprogramme auf. Ein Baustein ist das Bekenntnis zu den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030. Mit diesen wollen die Vereinten Nationen zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene beitragen. Viele Vereine vor Ort fühlen sich den Zielen ebenfalls eng verbunden und wollen diese mit Projekten fördern, haben aber nicht die notwendigen finanziellen Mittel. Hier setzte der Rems-Murr-Kreis an: Ende 2018 hat der Kreistag das Förderprogramm „Agenda 2030 – Projekte für eine nachhaltige Entwicklung mit Bezug zum Klimaschutz“ zur finanziellen Stärkung von Bürgerprojekten aufgelegt. Von 2019 bis 2022 stehen jährlich 50.000 Euro für gemeinnützige Vereine mit Sitz im Rems-Murr-Kreis zur Verfügung. Neben einem Beitrag zum Klimaschutz, dem Nachhaltigkeitsziel 13, müssen die geförderten Projekte auch einen Beitrag zu zwei weiteren Nachhaltigkeitszielen leisten.

Video zum ausgezeichneten Projekt

>> Weitere Videos und eine barrierefreie Version des Films mit Untertitel finden Sie hier...

 

Landrat Dr. Richard Sigel zur Verwendung des Preisgelds:

„Mit einem Teil des Geldes stocken wir das Budget des prämierten Förderprogramms auf, um die Vereine damit noch besser bei der Umsetzung ihrer Klimaschutz-Projekte unterstützen zu können. Der andere Teil des Geldes fließt in ein Kooperationsprojekt unserer Gewerblichen Schule Waiblingen mit Sierra Leone. Im Distrikt Kono werden junge Männer zu Schreinern und Metallfacharbeitern ausgebildet. Die dafür benötigten Maschinen stammen von der Gewerblichen Schule. Mit dem Geld kann nun eine Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher installiert werden, die die Ausbildungsstätte nachhaltig mit Strom versorgt.“

Erste Förderprojekte bereits erfolgreich umgesetzt

In der ersten Förderrunde 2019/2020 bewilligte der Kreis alle sechs eingegangen Förderanträge. Drei Projekte wurden bereits erfolgreich umgesetzt, die übrigen werden bis Ende 2020 abgeschlossen. Ein Beispiel ist das Bildungsprojekt „Aktionswoche zum Klimaschutz“, mit dem das Aktionsbündnis Klimaschutz Rems-Murr mit Filmvorführungen, Vorträgen, Workshops und einem Markt der Möglichkeiten Bürgerinnen und Bürger zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit informierten. In Zusammenarbeit mit dem Kreis und den kreisangehörigen Kommunen nutzte der ADFC Rems-Murr e.V. Fördergelder für die Installation von 30 mit Luftpumpe und Werkzeug ausgestatteten Fahrrad-Reparaturstationen. Der Solarverein Rems-Murr e.V. setzte mit den Fördermitteln ein Projekt in Togo um. Hier erhielt eine Schneiderin eine PV-Anlage inklusive Batteriespeicher für die CO2-neutrale und kostenlose Stromversorgung ihrer Werkstatt. Im Gegenzug bildet sie nun mehrere Frauen unentgeltlich zu Schneiderinnen aus. Für die aktuelle Förderrunde 2020/2021 ist die Entscheidung der Jury zur Förderung von sieben Projekten bereits gefallen.

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Ansprechpartner:
Felicia Wurster
Rems-Murr-Kreis
Amt für Umweltschutz, Geschäftsstelle Klimaschutz
07151/501-2155
f.wurster@rems-murr-kreis.de

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