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05. Jun. 2020

Förderanträge: So lassen sich Aussagen zu Treibhausgaseinsparungen treffen

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Klimaschutz
Die neu erschienene Handreichung „Arbeitshilfe zur Ermittlung der Treibhausgasminderung“ unterstützt Akteurinnen und Akteure beim Erstellen von Förderanträgen für Projekte der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI).
  • Bei Förderanträgen für einige Klimaschutzprojekte sind fundierte Angaben zu Treibhausgaseinsparungen gefragt.
    Pexels/ bongkarn thanyakij

Im Auftrag der NKI des Bundesumweltministeriums wurde in diesem Jahr die „Arbeitshilfe zur Ermittlung der Treibhausgasminderung“ veröffentlicht. Das 14-seitige Informationspapier richtet sich primär an Projektakteurinnen und Projektakteure, die sich für eine Förderung im Rahmen der NKI interessieren oder bereits eine solche erhalten.

Förderanträge für Klimaschutzprojekte und Klimaschutzmaßnahmen sowie Berichte zu NKI-Vorhaben sollen möglichst fundierte Aussagen zu den potenziellen beziehungsweise erreichten Treibhausgaseinsparungen (THG-Einsparungen) treffen. Genau an dieser Stelle setzt die Handreichung an: Sie zeigt unter anderem auf, wie mit gesicherten Methoden und auf nachvollziehbare und überprüfbare Art und Weise, die geplanten und erreichten Treibhausgasemissionsminderungen (THG-Minderungen) berechnet und abgeschätzt werden können. Die Projektakteurinnen und Projektakteure erhalten somit eine Hilfestellung für die Definition und Quantifizierung der Klimaschutzziele von (Förder-)Projekten – beispielsweise, wenn sie Projektskizzen erstellen. Darüber hinaus können die Hinweise in laufenden geförderten Projekten dazu dienen, die Umsetzung der selbst gesteckten Ziele zu überprüfen.

Die Arbeitshilfe zielt insbesondere auf nicht-investive Klimaschutzprojekte. Das sind Projekte, in deren Fokus Informationsvermittlung, Beratungsangebote, Netzwerkbildung, Best-Practice-Transfer oder Klimaschutz-Bildungsangebote für bestimmte Zielgruppen stehen. Im Ergebnis geht es darum, dass die Personen dieser Zielgruppen schließlich selbst den „Hebel für den Klimaschutz umlegen“ und substanzielle Beiträge für den Klimaschutz, wie THG-Minderungen, leisten. In diesem Zusammenhang sind die in der Arbeitshilfe enthaltenen Tipps zum Strom sparen sowie energieeffizienten Heizen nützlich. Zudem informiert sie über nachhaltigen Konsum und klimafreundliches Mobilitätsverhalten.

Besonders wertvoll sind die Inhalte ebenso für Interessierte, die sich am „Förderaufruf für innovative Klimaschutzprojekte“ der NKI beteiligen oder beteiligen wollen. Auch bei investiven Förderprogrammen können sie genutzt werden, beispielsweise um zu bestimmen, welche Klimaschutzeffekte von Projekten im Rahmen des NKI-Förderaufrufs für „Klimaschutz durch Radverkehr“ oder bei der Umsetzung von „kommunalen Klimaschutz-Modellprojekten“ entstehen. Schließlich kann die Arbeitshilfe dank ihrer universellen Methodik auch außerhalb der Förderprogramme der NKI nützlich sein.

An der Erstellung der Arbeitshilfe waren beteiligt: Dr. Kerstin Tews vom Forschungszentrum für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin, Dr. Katja Schumacher vom Öko-Institut e. V., Lothar Eisenmann vom Institut für Energie- und Umweltforschung, Dr. Adrian Saupe vom Bundesumweltministerium sowie Karin Zacharias-Langhans vom Projektträger Jülich.

Die Publikation „NKI-Arbeitshilfe zur Ermittlung der Treibhausgasminderung“ finden Sie hier zum Download.

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