Meldungen
28. Sep. 2020

Klimaschutz macht Schule: BMU unterstützt Kitas und Schulen mit Fördermitteln über die Kommunalrichtlinie

Kommunen
Bildung
Bildung und Klimaschutz
Ob beim Energiesparen im Kita- oder Schulalltag oder bei Modernisierungsmaßnahmen in Turn- oder Schwimmhalle: In Bildungseinrichtungen steckt viel Potential zur Einsparung von Treibhausgasemissionen. Deshalb bezuschusst das Bundesumweltministerium (BMU) die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im Rahmen der Kommunalrichtlinie.
  • Sanierungs- und Modernisierungsmaßnhamen können Schulen auch nutzen, um den Klimaschutz vor Ort voranzubringen.
    © Monkey Business Images | Shutterstock

Das Thema Klimaschutz erschöpft sich längst nicht mehr bei Schulprojekten zum Energiesparen, kommt einem nachhaltigen und klimafreundlich gestalteten Lernumfeld doch eine immer größere Bedeutung zu. Das stellt kommunale, kirchliche und private Schulträger vor die Aufgabe, Klimaschutzmaßnahmen in ihren Einrichtungen umzusetzen und diese auch im Sanierungsfall von Anfang an mitzudenken. Über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) unterstützt das Bundesumweltministerium dieses Engagement.

Finanzielle Unterstützung gibt es für

  • die Modernisierung von Beleuchtung und Belüftung: Das BMU fördert die Umrüstung auf hocheffiziente Außenbeleuchtung mit zeit- oder präsenzabhängiger Schaltung sowie auf klimafreundliche LED im Innen- und Hallenbereich. Das ist nicht nur mit Blick auf Innenräume und Flure praktisch, sondern auch für Turn- und Schwimmhallen. Förderfähig ist zudem die energetische Sanierung von Lüftungsanlagen, im Zuge einer Grundsanierung auch die Nachrüstung.
  • die Einführung von Energiesparmodellen: Schüler*innen und Kitakinder aktiv zum Klimaschutz motivieren und gleichzeitig den Energie- und Wasserverbrauch im Kita- oder Schulgebäude senken – das gelingt mit Energiesparmodellen, die ein Gewinn für die ganze Einrichtung sind. Ein besonderer Anreiz für die Teilnehmenden an einem solchen Energiesparmodell ist das Prämiensystem, bei dem ein Teil der eingesparten Kosten zurück in die Einrichtung fließt. Zuschüsse gibt es unter anderem für eine Personalstelle oder die Unterstützung durch externe Dienstleister*innen und ein Starterpaket, das zum Beispiel Sachkosten für die pädagogische Arbeit, die Ausstattung für die Energieteams und Stromzähler umfasst.
  • die Schaffung von Fahrradparkplätzen: Damit schon die Kleinsten sich gerne auf den (Rad-)Weg zur Schule machen, fördert das BMU auch Projekte zur nachhaltigen Mobilität. Schulen und Kitas können beispielweise Fördermittel für neue, öffentlich zugängliche Radabstellanlagen beantragen, die auch in Kombination mit Abstellmöglichkeiten für Tretroller förderfähig sind.
  • den Austausch von Elektrogeräten: Vom Elektroherd bis zur Gefriertruhe – in die Jahre gekommene Küchengeräte gibt es noch in vielen Einrichtungen. Über die Kommunalrichtlinie besteht die Möglichkeit, sogenannte „weiße Ware“ in Schul- und Lehrküchen, Fach- und Technikräumen sowie Kindertagesstätten durch neue energieeffiziente Modelle auszutauschen.
  • klimafreundliche Digitalisierung: Auch beim Nachholbedarf in puncto Digitalisierung setzen die Fördermöglichkeiten an: Eine Potenzialstudie zur Digitalisierung ist ein erster wichtiger Schritt für Schulen, um beispielsweise ihre Rechenzentren klimafreundlich aufstellen. Ob mit oder ohne Potenzialstudie – gefördert werden auch Investitionen in bestehende Infrastruktur oder den Ersatz von Hardware-Komponenten.
  • die Modernisierung von Gebäude- und Gebäudeleittechnik: Auch an vielen anderen Stellen ist in Kitas und Schulen eine klimafreundliche Modernisierung mit Unterstützung des BMU möglich: bei der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik in Gebäuden, der bedarfsgerechten Anpassung ineffizienter Warmwasserbereitungsanlagen ebenso wie beim Einbau von Hocheffizienzpumpen in Schwimmbädern und Sonnenschutzlösungen mit Tageslichtnutzung.

Verbesserte Förderbedingungen für Schulen & Kitas

Um es für Schulen und Kitas noch einfacher zu machen, ihre Infrastruktur und den Klimaschutz gleichermaßen nach vorn zu bringen, profitieren ihre Träger bei ausgewählten investiven Förderschwerpunkten von um 5 Prozentpunkte erhöhten Förderquoten. Um die Mindestzuwendung zu erreichen, können bei einigen Förderschwerpunkten mehrere kleine Maßnahmen zusammen beantragt werden. Für Antragstellende aus Braunkohlerevieren gelten um weitere 15 Prozentpunkte erhöhte Quoten. Eine Übersicht aller Förderschwerpunkte und der entsprechenden Förderquoten für unterschiedliche Antragssteller*innen finden Sie in der Fördertabelle am Ende der Seite.

NEU! Im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets der Bundesregierung hat das BMU zum 1. August 2020 die Fördermöglichkeiten erweitert. Antragsberechtigte der Kommunalrichtlinie profitieren bis Ende 2021 von erhöhten Förderquoten und reduzierten Eigenanteilen. Für alle Förderschwerpunkte werden die Förderquoten jeweils um zehn Prozentpunkte erhöht.

Fragen zu diesen und weiteren Fördermöglichkeiten der NKI beantwortet das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) kostenlos unter 030 39001-170 oder per E-Mail an skkk@klimaschutz.de.