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21. Jun. 2017

Klimaverträgliche Mobilität beginnt beim Wohnungsbau

Das Projekt „Wohnen leitet Mobilität“ bringt nachhaltige Mobilität und Wohnungsbau zusammen
Kommunen
Logo des Projekts "Wohnen leitet Mobilität"
© VCD
Nachhaltige Mobilität und Wohnungsbau gemeinsam denken – da setzt das Projekt „Wohnen leitet Mobilität“ an. Gemeinsam mit Kommunen, Verkehrsdienstleistern und Wohnungsunternehmen entwickelt es in fünf Modellregionen klimafreundliche Mobilitätsangebote.

Wie und wo Menschen wohnen beeinflusst, ob sie umweltfreundlich mobil sind. Trotzdem werden Alternativen zum Auto im Wohnungsbau bislang kaum berücksichtigt. Das Projekt „Wohnen leitet Mobilität“ will daher den Zugang zu nachhaltigen Verkehrsmitteln wie Fahrrad, Elektro-Carsharing oder Bus und Bahn direkt am Wohnstandort erleichtern. Das Verbundprojekt wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert.

Projektziel ist, im Dialog mit Kommunen, Verkehrsdienstleistern und Wohnungsbauunternehmen klimaverträgliche Mobilitätsangebote bereitzustellen. Dadurch soll die Wahlfreiheit von Mieterinnen und Mietern gestärkt und ihr Mobilitätsverhalten langfristig nachhaltiger werden.

Den Anfang machen Dialogforen in den Metropolregionen Sachsendreieck, Rhein-Main und Hannover sowie in Norddeutschland und Berlin-Brandenburg. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) koordiniert das Verbundprojekt mit dem Öko-Institut und dem Deutschen Mieterbund (DMB).

Wohnungsbau und nachhaltige Mobilität aus einem Guss

Zahlreiche Gemeinden hatten sich für das Projekt beworben. Die Schirmherrschaft für die Dialogforen in ihrer Region liegt nun bei den Städten Chemnitz, Darmstadt, Hannover und Kiel sowie dem Bezirk Berlin-Lichtenberg.

Ab Mitte Juli begleiten Regionalkoordinatorinnen und -koordinatoren des VCD den Austausch der Städte mit den relevanten Akteuren vor Ort. Bis 2019 sind 25 Dialogforen sowie Aktionen mit Mieterinnen und Mietern geplant. Diese unterstützen Wissenstransfer zwischen den teilnehmenden Unternehmen und Kommunen und diskutieren Good- und Bad-Practice-Beispiele.

Die Ergebnisse aus den regionalen Dialogforen, Befragungen von Mieterinnen und Mietern sowie den umgesetzten Maßnahmen fließen in einen Handlungsleitfaden für Wohnungsunternehmen ein, damit die Förderung nachhaltiger Mobilität am Wohnstandort selbstverständlicher Teil ihrer Arbeit wird.