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20. Jan. 2021

13 Landeskirchen und Bistümer starten Klimaschutz-Mobilitätsnetzwerk „Mobilität & Kirche“

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Gemeinsam die Chancen der Mobilität von morgen ausloten: Das bundesweit erste über die Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums (BMU) geförderte Mobilitätsnetzwerk ist in die Netzwerkphase gestartet. Der Startschuss für die Zusammenarbeit fiel online, beim Auftaktreffen am 19. Januar 2021.
  • © Alex Emanuel Koch/Shutterstock

Wenn sich insgesamt 13 evangelische Landeskirchen und katholische Bistümer aus dem ganzen Bundesgebiet zusammenschließen, um den Klimaschutz gemeinsam ökumenisch voranzubringen: Dann ist die Rede vom Netzwerk „Mobilität & Kirche“. Das Ziel: die Zusammenarbeit beim Thema klimafreundliche Mobilität zu strukturieren. Ins Leben gerufen wurde das Netzwerk durch das Projektbüro Klimaschutz der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD), das an der Forschungsgemeinschaft für Evangelische Studiengemeinschaft e.V. (FEST) in Heidelberg eingerichtet wurde.  

Als bundesweit erstes über die Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums (BMU) gefördertes Mobilitätsnetzwerk ist „Mobilität & Kirche“ jetzt in die Netzwerkphase gestartet. Der Startschuss für den regelmäßigen Austausch fiel aufgrund der Corona-Pandemie online. Bei der Auftaktveranstaltung am 19. Januar 2021 ging es unter anderem um die Planung der Zusammenarbeit und die Themenauswahl – zugeschnitten auf den individuellen Bedarf der Netzwerkteilnehmenden. 

Mobilitätswende nur ein Thema von vielen: Kirchen aktiv im Klimaschutz 

Für die Kirchen ist Klimaschutz als Thema nichts Neues: In einigen evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümern wurden mithilfe von Fördergeldern der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) bereits Klimaschutzkonzepte erarbeitet. Sie helfen dabei, die Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen aufzuzeigen und festzulegen.  

In vielen der bisher von den Kirchen und Bistümern erarbeiteten Konzepten spielt Mobilität eine zentrale Rolle – denn dort besteht dringend Handlungsbedarf: 2050 soll Deutschland weitgehend treibhausgasneutral sein, dafür aber sind die Emissionen im Verkehrsbereich noch immer zu hoch. Umso wichtiger ist der Klimaschutzbeitrag, den NKI-geförderte Netzwerke wie „Mobilität & Kirche“ leisten. Im Netzwerk wird nun daran gearbeitet, den Anteil des Verkehrs an den CO2-Emissionen zu verringern: Wissen und Erfahrungswerte werden ausgetauscht und Klimaschutzanstrengungen gebündelt. Zudem erlaubt die Förderung im Rahmen der NKI auch ein Hinzuziehen externer Berater*innen.  

Im Netzwerk an einem Strang ziehen – mit Förderung über die Kommunalrichtlinie 

Schon in der Gewinnungsphase von September 2019 bis August 2020 konnte das Netzwerk „Mobilität & Kirche“ von einer solchen Förderung profitieren. Bis Oktober 2023 haben die 13 beteiligten Landeskirchen und Bistümer nun im Rahmen der Netzwerkphase Zeit, um die Mobilitätswende vor Ort voranzutreiben.   

 

Mithilfe der Kommunalrichtlinie können kommunale Akteur*innen wie beispielsweise Religionsgemeinschaften, Kommunen, Hochschulen oder kommunale Unternehmen Netzwerke zu verschiedenen Themen gründen: etwa Klimaschutz, Energieeffizienz, Ressourceneffizienz oder klimafreundliche Mobilität. Die Netzwerke werden dabei in zwei Phasen bezuschusst: Gefördert wird zum einen die sogenannte Gewinnungsphase, in der Netzwerkmanager*innen mindestens sechs Teilnehmende für ein Netzwerk anwerben, zu anderen die sogenannte Netzwerkphase: Bezuschusst wird dabei der Aufbau und Betrieb eines Netzwerks, einschließlich regelmäßiger Netzwerktreffen. Förderanträge für beide Phasen können unabhängig voneinander das ganze Jahr über beim Projektträger Jülich (PtJ) gestellt werden.

Teilnehmende des Netzwerks „Mobilität & Kirche“ (Stand: 22.12.2020)

Bistum Aachen, Bistum Trier, Bremische Evangelische Kirche, Erzbistum Köln, Erzbistum München und Freising, Erzdiözese Freiburg, Ev. Kirche in Mitteldeutschland, Ev. Landeskirche in Baden, Ev. Kirche Hessen und Nassau, Ev. Kirche von Westfalen, Ev. Landeskirche in Württemberg, Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers, Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland  

Ständige Gäste: Deutscher Caritasverband und Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung