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13. Feb. 2020

Projekt KLIK green qualifiziert Klimamanager*innen in Kliniken für Klimaschutz

Das BMU und die NKI unterstützen BUND, Krankenhausgesellschaft NRW und UKJ mit Förderprogramm
Wirtschaft
Klimaschutz
Bundesweit unterstützt das Projekt KLIK green Kliniken dabei, Kohlendioxid einzusparen. Seit Projektstart im Mai 2019 nehmen bereits über 100 Einrichtungen teil. Bis Herbst können sich Teilnehmer noch registrieren.
  • Krankenhäuser verbrauchen besonders viel Energie und andere Ressourcen.
    Pexels

Das Projekt KLIK green hat sich zum Ziel gesetzt, deutschlandweit mit 250 Kliniken durch verstärkte Klimaschutzmaßnahmen gemeinsam 100.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) zu reduzieren. Zum Kreis der interessierten Einrichtungen zählen seit Projektstart im Mai 2019 aktuell 138 Krankenhäuser und Reha-Kliniken. Dieser hohe Andrang übertrifft die Erwartungen der Projektpartner BUND Berlin, Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) und Universitätsklinikum Jena (UKJ). Der Zulauf zeigt die hohe Bedeutung des Klimaschutzprojektes für die Teilnehmenden. Darüber hinaus ist er ein Zeichen dafür, dass Gesundheitseinrichtungen ein immer stärkeres Bewusstsein für den Klimaschutz entwickeln.

Die Hälfte der bisher registrierten Kliniken liegt in Nordrhein-Westfalen. Das Bundesland bildet im Projekt einen regionalen Schwerpunkt. Ebenso stark sind Einrichtungen aus Niedersachsen (30 Prozent) und Hessen (zehn Prozent) vertreten. Die Häuser werden in dem Projekt KLIK green kategorisiert anhand der Angaben zu Trägerschaft, Kliniktyp und Bettenzahl. Die Zahl der Betten ist besonders entscheidend, da sie als Maß für den Energie- und Ressourcenverbrauch eines Krankenhauses dient. Pro Bett entsteht täglich ein hoher Bedarf an Wasser, Wärme, Kälte, Strom sowie Medizinprodukten.

Ein Großteil der angemeldeten Kliniken verfügt über eine Kapazität von maximal 250 Betten. Obwohl die rund 50 kleineren Häuser eine geringere Menge an klimaschädlichen Treibhausgase abgeben, zeigen sie schnelle Ergebnisse bei der Umsetzung von Klimaschutzaktivitäten. Gründe dafür sind die vorwiegend flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswege in den Einrichtungen. Diese Ergebnisse steigern die Gesamteffizienz im Projekt KLIK green.

14 Einrichtungen mit mehr als 1.000 Betten haben sich ebenfalls bei dem Klimaschutzprojekt angemeldet. Darunter befinden sich fünf Universitätskliniken, zum Beispiel die Charité Berlin. In der Kategorie der Trägerschaft dominieren Krankenhäuser aus öffentlicher Hand. Allein in Berlin fallen in den 83 Kliniken jährlich bis zu 200.000 Tonnen Abfall an. Die Emissionen belasten das Klima indirekt und entsprechen dem fünffachen Wert von Privathaushalten. Die Zahlen sind alarmierend – angesichts hoher Beschaffungs- und Entsorgungskosten und dem bedrohlich fortschreitendem Klimawandel. Das Projekt KLIK green will deshalb deutsche Kliniken dabei unterstützen, ihren Teil zum 1,5-Grad-Ziel des Klimaschutzplans 2050 der Bundesregierung beizutragen.

Bis Herbst 2020 können sich noch Krankenhäuser und Reha-Kliniken über die Projektwebseite für eine Teilnahme registrieren und die Qualifizierung von Klinikbeschäftigten zu Klimamanager*innen starten. Am 27. Februar 2020 bietet das Projekt KLIK green Klinikleitungen der bereits angemeldeten Einrichtungen eine besondere Möglichkeit: Im Rahmen des Geschäftsführungsseminars in Berlin können sie sich zu Strategien für ein nachhaltiges Klimamanagement austauschen.

Weitere Informationen zum Förderprojekt.

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