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14. Sep. 2020

Umsteigen leicht gemacht: BMU fördert Radabstellanlagen mit integrierter Photovoltaik-Technik

Kommunen
Mobilität
Für ausreichend Fahrradstellplätze in unmittelbarer Bahnhofsnähe: Das BMU fördert bundesweit Radabstellanlagen im Rahmen der Bike+Ride-Initiative. Seit dem 1. August 2020 ist auch für Anlagen mit integrierter Photovoltaik-Technik eine Förderung möglich.
  • Solarmodule, wie man sie kannt - kleiner dimensioniert auch bei Radabstellanlagen als Stromquelle integrierbar.
    © Jose G. Ortega Castro/Unsplash.com
  • Ein kompakter Fahrradkäfig mit Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.
    © DB Station&Service AG / Bike+Ride / Robert Seemann
  • Das Bild zeigt Solarmodule einer Photovoltaik-Anlage.
  • Das Bild zeigt die Illustration einer Schließanlage für Fahrräder.

Ob als Pendler*in auf dem Weg zur Arbeit oder als Familie auf dem Weg ins Wochenende: Mit dem Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln kommen Sie klimafreundlich von A nach B. Praktische und vor allem sichere Radabstellanlagen sind eine Erleichterung für Reisende. Seit 1. August 2020 fördert das Bundesumweltministerium (BMU) Radabstellanlagen mit integrierten Photovoltaik-Anlagen im Rahmen der Kommunalrichtlinie.

Sammelschließanlagen: Energieautark dank Photovoltaik

Die erzeugte Solarenergie kann für die Beleuchtung der Anlage oder ein elektronisches Zugangssystem genutzt werden, wie es häufig bei Sammelschließanlagen zum Einsatz kommt. Oft sind diese als Fahrradkäfig mit mindestens zehn Stellplätzen gestaltet und über PIN-Abfrage oder App für die Nutzer*innen zugänglich.

Diese Variante eignet sich besonders für Bahnhöfe, an denen Fahrradstationen oder Parkhäuser überdimensioniert wären und ein Netzanschluss mit zusätzlichen Kosten und Aufwand verbunden wäre. Dank der Solarzelle auf dem Dach kann die Schließanlage netzautark betrieben werden.

Voraussetzung für die Förderung über die Kommunalrichtlinie ist, dass es sich bei den Anlagen um energieautarke Insellösungen handelt, bei denen der erzeugte Strom ausschließlich für den Betrieb genutzt und nicht ins öffentliche Netz eingespeist wird.

 

Bike+Ride-Initiative: Erhöhte Förderquoten bereits seit 1. März 2020

Zusätzlichen Rückenwind für klimafreundliche Mobilität gibt es übrigens schon seit dem 1. März 2020: Für die Errichtung neuer Radabstellanlagen in einem Radius von 100 Metern von einem Bahnhof oder Haltepunkt, können Kommunen seit dem 1. März 2020 erhöhte Förderquoten von bis zu 60 Prozent erhalten.

NEU! Im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung hat das BMU zum 1. August 2020 die Fördermöglichkeiten erweitert. Antragsberechtigte der Kommunalrichtlinie profitieren bis Ende 2021 von erhöhten Förderquoten und reduzierten Eigenanteilen. Für alle Förderschwerpunkte, darunter auch die Beleuchtungssanierung, werden die Förderquoten jeweils um zehn Prozentpunkte erhöht.

Die Bike+Ride-Offensive ist eine Kooperation des Bundesumweltministeriums und der Deutschen Bahn (DB), durch die der Auf- und Ausbau von Radabstellanlagen an Bahnhöfen für Kommunen erleichtert werden soll. Bis Ende 2022 sollen deutschlandweit 100.000 zusätzliche Stellplätze errichtet werden.

Fragen zu diesen und weiteren Fördermöglichkeiten der NKI beantwortet das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK), das Interessierte kostenlos unter 030 39001-170 oder per E-Mail an skkk@klimaschutz.de berät.