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30. Apr. 2021

„Klimaschutz ist eine Jahrhundertaufgabe“

Kommunen
Kommunaler Klimaschutz
Die Stadt Rottweil in Baden-Württemberg hat mehrere Ampelanlagen auf LED-Technik umgerüstet. Dafür überreichte am 22. April die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter ein Klimaschutz-Zertifikat an Oberbürgermeister Ralf Broß.
  • Die neue Ampelanlage zeigt auf Grün für (von links): Harald Baro (gevas humberg & partner), Stefan Rutert (Abt. Tiefbau St. Rottweil), Stefan Seitz (Swarco Traffic Systems), Bürgermeister Dr. Christian Ruf und Bernd Pfaff (st. Straßenverkehrsbehörde).
    © Stadtverwaltung Rottweil
  • Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, überreicht das Klimaschutz-Zertifikat in einer Digitalkonferenz.
    © Stadtverwaltung Rottweil
  • Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß bei der digitalen Klimaschutz-Zertifikat-Übergabe.
    © Stadtverwaltung Rottweil
  • Das Bild zeigt Harald Baro (Ingenieurgesellschaft gevas humberg & partner), Stefan Rutert (Abteilung Tiefbau St. Rottweil), Stefan Seitz (Swarco Traffic Systems), Bürgermeister Dr. Christian Ruf und Bernd Pfaff (st. Straßenverkehrsbehörde) beim Überqueren einer Straße.
  • Das Bild zeigt die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, bei der digitalen Klimaschutz-Zertifikat-Übergabe.
  • Das Bild zeigt Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß bei der digitalen Klimaschutz-Zertifikat-Übergabe.

Die Stadt Rottweil in Baden-Württemberg hat von September 2019 bis Dezember 2020 mehrere Ampelanlagen an 15 Standorten mit hocheffizienter LED-Technik umgebaut. Das Bundesumweltministerium förderte das Vorhaben über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) mit 60.000 Euro. Die Gesamtkosten betrugen etwa 300.000 Euro. Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, überreichte am 22. April ein Klimaschutz-Zertifikat an Ralf Broß, den Oberbürgermeister der Stadt Rottweil. Das Dokument weist die Treibhausgaseinsparungen aus, die durch den Umbau der Beleuchtungstechnik erreicht werden: 1.150 Tonnen CO2 weniger in den nächsten 20 Jahren.

80 Prozent weniger Stromverbrauch

Rita Schwarzelühr-Sutter erklärte: „Klimaschutz ist mehr als die Summe von Einzelmaßnahmen, und doch zählt jeder Schritt in eine klimafreundliche Zukunft. Dabei kommt es auf die Kommunen an, denn Klimaschutz findet auch vor Ort statt. Ich freue mich sehr, dass Rottweil die Fördermöglichkeiten der Nationalen Klimaschutzinitiative genutzt hat, um Energieeffizienzmaßnahmen vor Ort umzusetzen. Mit der energieeffizienten Technik im Straßenverkehr reduziert sich der Stromverbrauch um stolze 80 Prozent. Das ist gut fürs Klima und gut für die Stadtkasse.“

Oberbürgermeister Ralf Broß sagte über das Klimaschutzengagement seiner Stadt: „Die Stadt Rottweil betreibt seit vielen Jahren ein erfolgreiches kommunales Energiemanagement und wurde dafür und für weitere Aktivitäten im Klimaschutz bereits mit dem European Energy Award ausgezeichnet. Weitere Aktivitäten werden sich in den folgenden Jahren im Umfeld der Landesgartenschau 2028 in Rottweil entwickeln. So ist unsere Stadt beispielsweise auch Modellkommune des Kompetenz-Netzwerks ‚Klima-mobil‘ und forciert derzeit einen Ausbau des städtischen Radwegenetzes. Gemeinsam mit dem Landkreis Rottweil haben wir 2020 sämtliche Ampelanlagen im Stadtgebiet auf den neuesten Stand gebracht. Dabei kommt nun mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums energiesparende Technik zum Einsatz. Klimaschutz ist eine Jahrhundertaufgabe, fast alle kommunalen Aufgabenbereiche sind davon betroffen. Es ist daher sehr wichtig, dass Bund und Land durch entsprechende Förderprogramme möglichst viele kommunale Tätigkeitsfelder abdecken und eine breite Anreizstruktur für mehr Klimaschutz schaffen. Wir sind dem Bundesumweltministerium und Frau Schwarzelühr-Sutter daher für die geleistete Förderung sehr dankbar. Die Bundesmittel sind in Rottweil gut angelegt!"

Über die Förderprogramme der NKI

Seit 2008 fördert und initiiert das Bundesumweltministerium über die NKI bundesweit Klimaschutzprojekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Im Zeitraum 2008 bis 2020 wurden bereits etwa 35.500 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 1,23 Milliarden Euro unterstützt. Von den Förderprogrammen der NKI profitieren Kommunen ebenso wie Verbraucher*innen und Unternehmen. Im Rahmen der Kommunalrichtlinie der NKI wird die Sanierung von Außen-, Straßen- und Innenbeleuchtung und raumlufttechnischen Anlagen ebenso wie die Erstellung und Umsetzung von Klimaschutzkonzepten durch ein Klimaschutzmanagement gefördert.

Im Zuge des Corona-Konjunkturprogramms sind die Förderbedingungen erheblich verbessert worden, indem Förderquoten erhöht, Eigenanteile gesenkt und die Förderbedingungen für finanzschwache Kommunen optimiert wurden. Die verbesserten Förderbedingungen gelten noch bis Ende des Jahres 2021. Anträge für die Kommunalrichtlinie können ganzjährig gestellt werden.

Beratung zu den Fördermöglichkeiten

Bei Fragen rund um die Förderung bietet das Team vom Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) im Auftrag des Bundesumweltministeriums kostenlose Beratung an: telefonisch unter 030 - 39001-170 sowie per E-Mail unter skkk@klimaschutz.de.

Fragen zur Antragstellung nimmt das Team vom Projektträger Jülich (PtJ) per Telefon unter 030 - 20199 577 oder per E-Mail unter ptj-ksi@fz-juelich.de entgegen.