Meldungen
05. Jul. 2021

Bundesweite Aktionstage „Essen in Mehrweg“

Kommunen
Verbraucher
Wirtschaft
Mehrweg
Mit Aktionen und Mehrwegangeboten rufen über 40 Partner und 100 Gastronomiebetriebe zur Nutzung von Mehrweg beim Takeaway-Konsum auf.
  • Essen aus Mehrweg-Verpackungen: Schmeckt Kundschaft und Umwelt.
    © LIFE e.V. / Pfau

Essen zum Mitnehmen wird immer beliebter. In Zeiten von Corona ist die Nachfrage noch einmal deutlich gestiegen. Takeaway-Essen wird überwiegend in Einwegverpackungen ausgegeben. Diese belasten Klima und Umwelt. Dabei sind umweltverträglichere Mehrwegalternativen verfügbar. Deren Angebot ist ab dem 1. Januar 2023 sogar verpflichtend. Ab dann müssen Anbieter*innen von Takeaway-Essen mit einer Verkaufsfläche von über 80 Quadratmetern auf das Angebot der Befüllung in Mehrwegverpackungen hinweisen. Seit dem 3. Juli 2021 sind einige Einwegverpackungen aus Kunststoff, beispielsweise aus Styropor, ganz verboten. Es gibt bereits viele Aktivitäten von Kommunen, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen sowie verschiedener Initiativen mit dem Ziel, die Nutzung von Mehrwegverpackungen für Takeaway-Essen zu etablieren.

Steigendes Interesse an Mehrweg

Um Alternativen zu umwelt- und klimaschädlichen Einwegverpackungen sichtbar zu machen und die Kundschaft von Takeaway-Anbieter*innen für die Verwendung von Mehrweggefäßen zu gewinnen, fanden vom 28. Juni bis 3. Juli 2021 bundesweite Aktionstage statt. Diese wurden von LIFE e.V., dem BUND Landesverband Bremen e.V. und dem ECOLOG-Institut von der Kampagne „Essen in Mehrweg“ gemeinsam mit lokalen und regionalen Mehrweg-Akteuren durchgeführt. Die Kampagne ist Teil des innovativen Klimaschutzprojekts „Klimaschutz is(s)t Mehrweg“, das vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert wird. An den Aktionstagen beteiligten sich bundesweit über 40 Partner wie Stadt- und Kommunalverwaltungen, Abfallwirtschaftsbetriebe, Klimaschutzbeauftragte, Zero Waste-Initiativen und Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen. Diese haben in den letzten Wochen über 100 Gastronomiebetriebe für eine Beteiligung an den Aktionstagen gewonnen, täglich kommen weitere hinzu.

Kreativität für Aufmerksamkeit

In den teilnehmenden Gastronomiebetrieben konnte sich die Kundschaft während der Aktionstage ihr Essen zum Mitnehmen entweder in selbst mitgebrachte oder vom Betrieb bereitgestellte Mehrweggefäße füllen lassen. Mit kreativen und Corona-konformen Aktionen wie Bonuskarten, Verlosungen, Selfie-Aktionen, Trashmobs, Schaufenster-Ausstellungen oder Online-Workshops machten die Aktionstagepartner auf die Mehrwegangebote der teilnehmenden Gastronomiebetriebe aufmerksam und regten zu deren Nutzung an. Die Kampagne „Essen in Mehrweg“ unterstützte die Aktionstagepartner mit Materialien und begleitender Öffentlichkeitsarbeit. Alle Aktionstagepartner, teilnehmenden Gastronomiebetriebe sowie Aktionen sind auf der Aktionslandkarte der Kampagne dargestellt. In einem Ideen-Wettbewerb wurden kreative Sprüche zum Umstieg auf Mehrweg gesammelt. Die ausgewählten Sprüche wurden auf Aufkleber gedruckt. Diese wurden den teilnehmenden Betrieben zum Bekleben von Einwegverpackungen zur Verfügung gestellt. So sollen Kund*innen zur Nutzung von Mehrweggefäßen motiviert werden.

Bundesweite Verbreitung geplant

Ziel des Projekts „Klimaschutz is(s)t Mehrweg“ ist es, unter anderem in Berlin und Bremen verschiedene Mehrweglösungen für den Takeaway-Konsum zu testen und für die bundesweite Verbreitung vorzubereiten. Damit sollen Einwegverpackungen eingespart, Treibhausgasemissionen gesenkt und das Klima geschützt werden. Bundesweite Aktionstage, eine Studie mit Hintergrundinformationen sowie ein Webportal mit Infomaterialien unterstützen die Verbreitung der Mehrwegidee im Takeaway-Bereich.