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24. Jun. 2021

Ein Methodenkoffer für die „Grüne Stadt“

Wirtschaft
Bildung
Fort- und Weiterbildung zum Klimaschutz
Für ein klimafreundliches ressourcenschonendes Handeln im Bauwesen setzt sich der Verein Baufachfrau Berlin ein. Sein Projekt „cLabs – change now“ unterstützt das Bundesumweltministerium über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI).
  • Bei der Förderscheckübergabe (von links): Bundestagsabgeordneter Klaus Mindrup, Projektleiterin Maren Teichert, Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold, Baufachfrau-Geschäftsführerin Heike Eskandarinezhad und Projektleiterin Ilka Holtorf.
    © Baufachfrau Berlin e.V.
  • Der Parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold verschraubt einen Pflanzkasten mit Projektleiterin Ilka Holtorf.
    © Baufachfrau Berlin e.V.
  • In der Werkstatt der vereinseigenen Tischlerei (von links): Baufachfrau-Geschäftsführerin Heike Eskandarinezhad, Bundestagsabgeordneter Klaus Mindrup, Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold und Tischlermeisterin Franziska Müller.
    © Baufachfrau Berlin e.V.
  • Das Bild zeigt den Bundestagsabgeordneten Klaus Mindrup, die Projektleiterinnen Maren Teichert und Ilka Holtorf, Florian Pronold und Baufachfrau-Geschäftsführerin Heike Eskandarinezhad bei der Förderscheckübergabe.
  • Das Bild zeigt Florian Pronold beim Verschrauben eines Pflanzkastens mit der Projektleiterin Ilka Holtorf.
  • Das Bild zeigt die Baufachfrau-Geschäftsführerin Heike Eskandarinezhad, den Bundestagsabgeordneten Klaus Mindrup, den Parlamentarischen Staatssekretär Florian Pronold und Tischlermeisterin Franziska Müller, wie sie nebeneinander in der vereinseigenen Tischlerei stehen.

Das Bauwesen ist ein besonders ressourcenintensiver Wirtschaftszweig. Allein in Deutschland werden jährlich 517 Millionen Tonnen mineralischer Rohstoffe verbaut. Deshalb nimmt die Branche eine Schlüsselrolle beim Erreichen der Klimaschutzziele der Bundesregierung ein.

In der Berufsausbildung und vielen anderen Bereichen des Bausektors mangelt es heute noch an einem Bewusstsein und der Kompetenz für ein klimafreundliches und ressourcenschonendes Handeln. Für eine berufliche Qualifizierung und Orientierung mit Fokus auf nachhaltigem Bauen und Gestalten setzt sich der Verein Bauchfachfrau Berlin ein. Das Team des Qualifizierungs- und Bildungsträgers aus Ingenieurinnen, Planerinnen und Handwerkerinnen hat am 15. Mai das Pilotprojekt „cLabs – change now Bildungsmodule zum Klimaschutz in Planung und Handwerk" (kurz: „cLabs – change now“) gestartet. Ziel des Vorhabens ist es, praxisorientierte innovative Bildungsangebote für Ingenieur- und Planungsberufe, Handwerk und Technik zu entwickeln, bei denen der Klimaschutz im Mittelpunkt steht.

Förderscheck für die „Baufachfrauen“

Das Bundesumweltministerium fördert über die NKI die Entwicklung von Fort- und Weiterbildungsmodulen zum Klimaschutz in Planung und Handwerk. So wird auch das Projekt „cLabs – change now“ unterstützt – mit 171.950 Euro aus Mitteln der NKI. Die Gesamtausgaben des Projekts betragen insgesamt 181.000 Euro. Anlässlich des Projektstarts hat Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, am 16. Juni in Berlin einen Förderscheck an Heike Eskandarinezhad, die Geschäftsführerin von Baufachfrau Berlin, überreicht.

Florian Pronold erklärte:

„Das Berufsbild der Bau-Ingenieurinnen und Ingenieuren und -Planerinnen und Planern wandelt sich. Denn auch der Bau- und Gebäudebereich muss nachhaltiger und klimaneutral werden. Was sich wie ändern muss, bereiten die Baufachfrauen Berlin e.V. mit ihrem Bildungsangebot zielgruppengenau auf. Wir unterstützen das gerne. Denn die Themen Grüne Stadt, Ressourcenschonung, nachhaltiges Planen und Bauen sowie soziales Lernen sind die entscheidenden Bausteine für die nachhaltige Stadt der Zukunft.“

Vom Entwurf bis zur Verstetigung

„cLabs – change now“ ist ein Vorhaben zur Entwicklung, Erprobung und Verstetigung von praxisorientierten, berufsbegleitenden, innovativ-modularen Fort- und Weiterbildungsangeboten. Dafür konzipiert zunächst das Projektteam in Berlin spezielle Bildungsangebote zu den Themenfeldern „Grüne Stadt“ und „Nachhaltiges Bauen“. Ab Herbst 2021 werden die Angebote praxisnah erprobt und begleitend evaluiert. Anschließend fließen die gewonnenen Erfahrungen in die Entwicklung von verschiedenen Methodenkoffern ein. Die Methodenkoffer dienen der bundesweiten Verbreitung der innovativen Bildungsangebote. Das langfristige Ziel: Die neuen Bildungsmodule sollen bundesweit in verschiedenen Ausbildungen der berufsbegleitenden Qualifizierung eingesetzt werden. Für dieses Vorhaben wird allein im Gebäudebereich über die Wirkdauer von 20 Jahren mit einer Treibhausgasminderung von 180 Tonnen CO2 gerechnet.

Förderung innovativer Klimaschutzprojekte

Das Bundesumweltministerium unterstützt und initiiert über die NKI mit dem Förderaufruf für innovative Klimaschutzprojekte Vorhaben, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Konkret geht es dabei um Ansätze in den Bereichen Kommunen, Verbraucher*innen, Wirtschaft und Bildung, die in den unterschiedlichen Handlungsfeldern einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung leisten und diese sichtbar machen. Seit 2011 hat das Bundesumweltministerium im Rahmen des Förderaufrufs bereits bundesweit 300 innovative Klimaschutzvorhaben bewilligt. Zusammen entspricht das einem Fördervolumen in Höhe von rund 198 Millionen Euro.

Skizzenfenster ab Juli geöffnet

In diesem Jahr können Antragsteller*innen Projektskizzen für das Modul 2 des Förderaufrufs für innovative Klimaschutzprojekte vom 1. Juli bis zum 30. September einreichen. Die besten Projekte werden in einem wettbewerblichen Verfahren ausgewählt und zur Antragstellung aufgefordert. Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.