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13. Sep. 2021

Klimaschutz im Reisegepäck

Wirtschaft
Bildung
Klimafreundliches Reisen
Der Verband Naturfreundejugend Deutschlands hat sich unter anderem auf ökologische soziale Reiseangebote für Jugendliche spezialisiert. Sein neuestes Projekt wird vom Bundesumweltministerium mit 590.000 Euro gefördert.
  • Die Naturfreundejugend bietet Tagesveranstaltungen, Wochenenden und Ferienfreizeiten für junge Menschen in der Natur wie im Teutoburger Wald.
    © Christian Deppermann
  • „Auf unseren Begegnungen blicken wir über den Tellerrand, stellen uns Vorurteilen und globalen Ungleichheiten“ – so steht es auf der Webseite des Jugendverbands.
    © Naturfreundejugend_Deutschlands
  • Das Bild zeigt Jugendliche beim Kajak fahren im Teutoburger Wald.
  • Das Bild zeigt ein Mädchen of Color und einen Jungen, die gemeinsam auf ein Smartphone blicken.

Die Organisation Naturfreundejugend Deutschlands engagiert sich seit vielen Jahren für umweltschonende und sozialverträgliche Reisen für junge Menschen. Ziel des neuen Projekts „Klimaschutz im Tourismus: Jugendreisen als Vorreiter bei der Reduktion von Treibhausgas-Emissionen“ ist, dass die teilnehmenden Jugendlichen Reisen als ein nachhaltiges Erlebnis wahrnehmen, bei der die Umwelt respektiert und keine Ressourcen verschwendet werden. Das Bundesumweltministerium unterstützt das Vorhaben über den Förderaufruf für innovative Klimaschutzprojekte der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) mit rund 590.000 Euro. Zum Projektstart am 8. September überreichte Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, einen Förderscheck an den Verein.

Respekt gegenüber Menschen und Umwelt

Florian Pronold erklärte:

„Die Deutschen machen pro Jahr etwa 70 Millionen Reisen, die länger als vier Tage dauern. Zukünftig muss das klimaneutral stattfinden. Die Naturfreundejugend engagiert sich schon lange und intensiv für nachhaltiges Reisen. Ich freue mich, dass das Bundesumweltministerium dieses zukunftsweisende Projekt zu Jugendreisen aus der Nationalen Klimaschutzinitiative unterstützen kann.“

Innerhalb des Projekts entwickelt das Team eine App, die die auf Reisen entstandenen Treibhausgasemissionen ermittelt. Dafür werden beispielsweise die gewählten Verkehrsmittel bei der An- und Abreise abgefragt. Die App berechnet dabei nicht nur die anfallenden Emissionen, sondern zeigt auch die eingesparten CO2-Emissionen an. Wünschenswert ist, dass durch diese Ergebnisse innovative Lösungsansätze umgesetzt werden, die eine breite Anreizstruktur für mehr Klimaschutz schaffen. Durch die Kombination von Reisen und der Vermittlung vielfältiger Klimaschutzaspekte werden die Teilnehmenden für nachhaltiges Handeln sensibilisiert. Das Projektteam geht davon aus, dass sich dieses Wissen auch langfristig auf das zukünftige Reiseverhalten auswirkt.

Über die gesamte Wirkdauer des Projekts ergibt sich aufgrund der direkten und indirekten Treibhausgas-Minderungspotenziale eine Gesamteinsparung von etwa 2.000 Tonnen CO₂-Äquivalente.

Infos zu Förderprogramm und Beratung

Seit 2011 unterstützt das Bundesumweltministerium über die NKI die Entwicklung, Erprobung und Verbreitung von innovativen nicht-investiven Klimaschutzprojekten.
Das Förderprogramm innovative Klimaschutzprojekte unterstützt Ansätze in den Bereichen Kommunen, Verbraucher*innen, Wirtschaft und Bildung, die in unterschiedlichen klimarelevanten Handlungsfeldern einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung leisten und diese sichtbar machen. Bis heute wurden bundesweit über 200 Vorhaben in Kombination mit dem Förderaufruf bewilligt. Das Gesamtfördervolumen beträgt rund 310 Millionen Euro.

Der Förderaufruf gliedert sich in zwei Module: Während sich Modul 1 auf innovative Vorhaben, die pilothaft erprobt werden, konzentriert, adressiert Modul 2 bereits erprobte und erfolgreiche Ansätze, um diese bundeweit zu verbreiten und zu verstetigen. Das Antragsfenster für Modul 2 ist noch bis zum 30. September 2021 geöffnet.

Sie haben Fragen zum Förderaufruf für innovative Klimaschutzprojekte? Das Team vom Projektträger Jülich (PtJ) berät Sie gern telefonisch unter 030 20199-488 sowie per E-Mail unter ptj-ksi@fz-juelich.de