Termin
27. Jun. - 28. Jun. 2019 | Potsdam

Klimaschutz von unten stärken: KLiB-up Kommunalworkshop

Kommunen

Ort
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Haus A 56
Telegrafenberg A 31
14473 Potsdam

Im Jahr 2018 fand die Feldphase des PIK-Reallabors „Klimaneutral leben in Berlin“ (KLiB) statt: Rund 100 Berliner Haushalte haben versucht, ihren persönlichen CO2-Fussabdruck zu reduzieren. Über ein Jahr lang haben sie dafür ihre Verbräuche und Verhaltensweisen in den Bereichen Strom, Wärme, Mobilität, Ernährung und sonstiger Konsum wöchentlich in einen CO2-Tracker eingetragen, der ihre Ergebnisse dann mit der eigenen Baseline 2017 und der Performance der anderen Haushalte verglichen und visualisiert hat. Zentrales Kommunikations- und Feedback-Instrument waren eine Webseite (https://klimaneutral.berlin), das KliB-Forum, ein Newsletter, Social Media und Live-Treffen. Zusammen mit dem Partner-Netzwerk aus Unternehmen und Organisationen wurden die Haushalte regelmäßig mit Tipps und Beratung vor Ort versorgt. Im Ergebnis liegen die Haushalte rd. 33 % unter dem deutschen Durchschnitt, und sie konnten ihre eigene Baseline nochmal um 11 % verbessern. Das vom BMU geförderte Projekt wurde noch bis Sommer 2019 verlängert, um zusammen mit den im Klimaschutz aktiven Kommunen über Möglichkeiten der Ausweitung von KliB nachzudenken (KliB-up). Das soll der Workshop leisten. 

Ziele
Viele Kommunen und Landkreise sind schon seit Jahren im Klimaschutz aktiv und haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt (z.B. die Masterplankommunen). Zu deren Umsetzung wurden und werden auch Projekte durchgeführt, die die Bürger*innen vor Ort ansprechen und für den Klimaschutz aktivieren sollen. Aus unserer Beratungsarbeit für den kommunalen Klimaschutz wissen wir: Man kann erfolgreiche Projektideen nicht einfach 1:1 übertragen. Der jeweilige kommunale Kontext entscheidet. Daher wollen wir nicht nur (1) etwas über die Erfolgsfaktoren von KliB lernen, sondern (2) auch andere gute Beispiele der Aktivierung und Einbindung von Bürger*innen in den kommunalen Klimaschutz kennen lernen. Wir wollen uns (3) gemeinsam darüber verständigen, wie eine solche Beteiligung ausgestaltet werden muss, wenn man die neueren Entwicklungen (Stichworte: Fridays for Future einerseits, AfD andererseits) bedenkt, die eine Polarisierung des gesellschaftlich-politischen Umfelds des kommunalen Klimaschutzes bedeuten. Wir wollen schließlich (4) gemeinsam darüber nachdenken, wie man tragfähige Kernelemente eines Projekts wie KliB in die jeweiligen kommunalen Kontexte einbringen kann, und dies möglichst so, dass (5) nicht nur die „üblichen Verdächtigen“ (z.B. sozialökologisches Milieu), sondern möglichst auch weitere Zielgruppen der Stadtgesellschaft erreicht werden.

Programm
Den Ablauf entnehmen Sie bitte dem unten angefügten Dokument

Organisatorisches und Anmeldung
Die Kosten für Unterkunft sowie An- und Abreise können leider nicht erstattet werden. Die Veranstaltung findet im Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung statt, das sich im Wissenschaftspark Albert Einstein auf dem Telegraphenberg in der Nähe des Potsdamer Hauptbahnhofes befindet. Der Veranstaltungsort wird das Gebäude A 56 (Kellergeschoss) sein (vgl. https://www.pik-potsdam.de/kontakt/standort).
Bis zum 3 Juni sind verbindliche Anmeldungen per Email an klib@pik-potsdam.de möglich und für Rückfragen steht Ihnen Seraja Bock (+49 331-288 2058, bock@pik-potsdam.de) zur Verfügung.

Potsdam
52.382226
13.064401
14473
Telegrafenberg A 31
Veranstaltungswebseite
Weiterführende Informationen