Allgemeine Information

Stadt Geisa

25.000 Euro Preisgeld für klimafreundliche Nahwärmeversorgung in der Altstadt von Geisa
Kommunen

Die Auszeichnung im Wettbewerb "Klimaaktive Kommune 2020" wurde für die Umstellung auf eine nachhaltige Wärmeversorgung der kommunalen Gebäude in Geisa vergeben. Die kleine Kommune zeigt damit, wie es gelingt, erneuerbare Energien in einer denkmalgeschützten Altstadt zu nutzen.

  • Das Team aus Geisa
    © hearts&minds/Difu

Klimaschutz und Denkmalschutz ohne Widerspruch

Im Zuge der Modernisierung sanierungsbedürftiger Ölkessel in den kommunalen Liegenschaften, suchte die Stadt Geisa 2007 nach einer energetisch effizienten Lösung, die sich mit den strengen Auflagen des Denkmalschutzes der historischen Altstadt vereinbaren lässt. Gefunden wurde diese mit der Errichtung von zwei effizienten Holzhackschnitzelanlagen in Verbindung mit zwei Nahwärmenetzen, die getrennt voneinander mit einer Gesamtwärmeleistung von 650 Kilowatt versorgt werden, ohne das historische Stadtbild zu beeinträchtigen.

Vom Rathaus bis zum Stadtmuseum – über die beiden Kreisläufe profitieren alle Liegenschaften der Stadt von der nachhaltig produzierten Wärmeenergie: Ein Nahwärmenetz für die Altstadt und eines für die Unterstadt. Letzteres versorgt neben dem Kulturhaus auch das Ärztehaus, den Kindergarten und das Haus der Vereine. Hier ergeben sich zusätzlich positive Synergieeffekte, da die angeschlossenen Gebäude unterschiedliche Wärmebedarfszeiten haben. Während im Kulturhaus die Wärme meist abends benötigt wird, besteht im Haus der Vereine eher am Nachmittag Bedarf und im Kindergarten und Ärztehaus vom Morgen bis zum Nachmittag. Eine eigens installierte Gebäudeleittechnik dient der mobilen Überwachung und Steuerung der Heizungsanlagen.

Video zum ausgezeichneten Projekt

>> Weitere Videos und eine barrierefreie Version des Films mit Untertitel finden Sie hier...

 

Bürgermeisterin Manuela Henkel zur Verwendung des Preisgelds:

„Mit dem Preisgeld möchte die Stadt Geisa circa zwei Hektar mit einheimischer Laubholzmischung aufforsten und den Kreislauf der Nachhaltigkeit - Wald - Hackschnitzel - Nahwärmenetz - Wald - wieder schließen.“

 

Einsparungen in CO2-Bilanz und Haushaltskasse

Als Rohstoff für die neuen Heizanlagen wird ausschließlich Holz aus der Region verwendet, da die Hackschnitzel aus den Abfällen des Holzeinschlages aus dem kommunalen Stadtwald gewonnen werden. Damit ist Geisa unabhängig von schwankenden Energiemarktpreisen und fördert gleichzeitig die regionale Wertschöpfung. Das CO2-Einsparpotenzial gegenüber den alten Ölheizungen liegt bei ca. 206 Tonnen pro Jahr.

Aber auch finanziell lohnt sich das Projekt: Seit der Umstellung der Wärmeversorgung kann Geisa rund 13.000 Euro Energiekosten pro Jahr einsparen. Mit dem Geld hat die Stadt bereits weitere Energieeffizienzmaßnahmen finanziert, wie zum Beispiel die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED und die Einführung eines Energiemanagementsystems in Kooperation mit der Thüringer Energieagentur.

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Ansprechpartner:
Dominik Ebert
Stadt Geisa
Energiemanager
036967/509768
Ebert_D@geisa.de

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