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28. Sept. 2016

Dreifacher Klimaschutz durch nachhaltiges Bauen

Kommunalvertreter diskutierten beim Themenseminar des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) in Kooperation mit der Stadt Verden an der Aller.

24 Vertreterinnen und -vertreter aus Kommunen und anderen Institutionen sind am 28. September zum Themenseminar „Nachhaltiges und klimagerechtes Bauen“ nach Verden angereist, um sich über die Möglichkeiten des nachhaltigen Bauens zur Einsparungen von grauer Energie, Energiekosten, Treibhausgasen und Vermeidung von Giftstoffen beim Neubau auszutauschen. Das Deutsche Institut für Urbanistik hatte in Kooperation mit der Stadt Verden zum Themenseminar geladen.

Bürgermeister Lutz Brockmann begrüßte die Teilnehmenden und stellte die Gastgeberstadt und ihr Engagement für den Klimaschutz und das Thema nachhaltiges Bauen vor. Er und Thomas Isselhard vom Norddeutschen Zentrum für nachhaltiges Bauen (NZNB), in dem die Veranstaltung durchgeführt wurde, waren sich einig: Gut gedämmte Gebäude auf der Grundlage nachwachsender Rohstoffe zu errichten, bedeutet einen dreifachen Klimaschutz: Erstens werden bei der Herstellung eingesetzer Rohstoffe wie Holz und Stroh Kohlenstoffdioxide gebunden, statt freigesetzt. So wird besonders wenig „graue Energie“ im Gebäude verbaut. Zweitens wird im laufenden Betrieb des Gebäudes sehr wenig Energie benötigt und drittens bieten die Gebäudebestandteile bei Abriss zum Lebensende die Möglichkeit aus diesen wiederum Energie zu gewinnen.

Wenn Sie die Veranstaltung verpasst haben, können Sie als Mitglied unserer Klimaschutz-Community die Veranstaltungsunterlagen unter folgendem Link einsehen.

Weitere Referentinnen und Referenten berichteten von Erfahrungen mit nachhaltigen Ansätzen im Baubereich: Heidemarie Schütz vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) erläuterte das Bewertungssystem Nachhaltige Unterrichtsgebäude des Bundes. Lutz Bachmann vom Hochbauamt der Stadt Bad Homburg v.d. Höhe berichtete von der Anwendung des Systems in der kommunalen Planung am Beispiel des Neubaus der Kita Dornholzhausen. Maria Büchner von der Klimaschutzleitstelle der Stadt Hannover stellte die Planung der Passivhaussiedlung Zero:e-Park in Hannover-Wettbergen vor. Dirk Böttcher von der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach (GBO) berichtete von Idee, Planung und Bau eines Mehrfamilienhauses in Holz-Hybridbauweise in der Stadt Offenbach.

Eine Führung durch die Ausstellung nachhaltig.bauen.erleben zeigte, wie das breite Thema nachhaltig Bauen verständlich kommuniziert werden kann und auch dabei wurden Praxiserfahrungen ausgestauscht.

Die Teilnehmenden zeigten sich sehr zufrieden mit den Impulsen, die sie aus der Veranstaltung mitnehmen konnten und nutzen die Möglichkeit des regen Austausches mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Kommunen.

Alle Veranstaltungen des Difu zum kommunalen Klimaschutz finden Sie unter: www.klimaschutz.de/termine und www.difu.de

Kurzinfo: Projekt KlimaPraxis Das Projekt „KlimaPraxis“ („Klimaschutz in der kommunalen Praxis: Information, Motivation, Vernetzung“; Laufzeit 2015-2018) hat das Ziel, Kommunen bei den Anforderungen und Belangen des Klimaschutzes umfassend zu unterstützen und somit zu einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch die Kommunen mittelbar beizutragen. Verschiedene Veranstaltungsangebote, Publikationen, die Ausrichtung eines jährlichen Wettbewerbs sowie die Etablierung eines Arbeitskreises Kommunaler Klimaschutz sind wesentliche Bestandteile Projektes. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI). Mit der NKI initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Vorhaben, um Energie effizienter zu nutzen und Emissionen zu mindern. Ziel der Bundesregierung ist es, bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen in Deutschland um mindestens 40 Prozent und bis 2050 sogar um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

Weiterführende Informationen

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