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Klimaschutz is(s)t Mehrweg

Förderung von Mehrweg-Take-away-Angeboten in der multikulturellen Gastronomie

Im Projekt „Klimaschutz is(s)t Mehrweg“ wurden Mehrweglösungen für Take-away-Angebote in der Gastronomie und in verschiedenen Verkaufssituationen für unterschiedliche Konsument*innen-Gruppen erprobt. Ziel war es, den Trend zum Take-away-Konsum beim Essen klimaverträglicher zu gestalten.

Logo des Projektes
Projektinformationen
Projektnehmer

LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit e. V. (Koordination und Projektleitung)
ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung
Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband Bremen e. V.

Projektlaufzeit

01.08.2019 bis
31.07.2022

Projektkontakt

Lindsey Lonien
LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit e. V.
Rheinstr. 45/46
12161 Berlin
Telefon: 030 30879842
E-Mail: lonien@life-online.de

Dr. Silke Kleinhückelkotten
ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung
Dorfstraße 33
17398 Bugewitz
Telefon: 039726 259797
E-Mail: silke.kleinhueckelkotten@ecolog-institut.de

Katja Muchow
Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband Bremen e. V.
Am Dobben 44
28203 Bremen

Telefon: 0421 7900235
E-Mail: katja.muchow@bund-bremen.net

Website: https://esseninmehrweg.de/
E-Mail: info@esseninmehrweg.de

Fördersumme

658.802,00 Euro

Förderkennzeichen

67KF0097A

Das Bild zeigt zwei Essensschalen mit Gerichten.
© LIFE e.V.
Das Bild zeigt eine Nahaufnahme von zwei Speisen in Mehrweg-Verpackungen und einer Person auf einer Picknickdecke.
© LIFE e.V. / Pfau
Mehrweg Verpackungen
Mehrweg Verpackungen
© LIFE e. V.
Essen in Mehrweg Verpackungen
Essen in Mehrweg Verpackungen
© LIFE e. V.
Das Bild zeigt zwei Essensschalen mit Gerichten.
Das Bild zeigt eine Nahaufnahme von zwei Speisen in Mehrweg-Verpackungen und einer Person auf einer Picknickdecke.
Mehrweg Verpackungen
Essen in Mehrweg Verpackungen

Auf einen Blick

Beratung von Gastronomiebetrieben

Mit dem Projekt „Klimaschutz is(s)t Mehrweg“ wurden in erster Linie multikulturelle gastronomische Betriebe bei der Einführung von Mehrweglösungen unterstützt. Dabei wurden verschiedene Zielgruppen wie junge Erwachsene und Erwerbstätige in diversen Konsumsituationen berücksichtigt.

Für die Betriebe wurden Informationen zu verschiedenen Mehrwegsystemen zusammengestellt, sie wurden hinsichtlich der Eignung von Mehrweglösungen beraten und bei der Einführung begleitet.

Verbreitung von Informationen, Anregungen und Tipps

Praktikable Lösungen wurden für Gastronomie und Kundschaft sichtbar gemacht und in ein bundesweites Akteursnetzwerk eingespeist. Die Aufbereitung relevanter Grundlagen zur Einführung von Mehrwegsystemen, bundesweite Aktionstage und eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit trugen zur Verbreitung der Informationen und Ergebnisse bei.

Was sollte das Projekt erreichen?

  • Förderung von Mehrwegverpackungen bei Take-away-Essen
  • Reduktion von Treibhausgasemissionen (THG) bei der Produktion und Entsorgung von Einwegverpackungen
  • Erprobung und Etablierung von Mehrweglösungen in der Take-away-Gastronomie
  • Analyse der Anforderungen an und Bewertung von Mehrweglösungen beim Take-away-Konsum hinsichtlich ihrer Klimaschutzpotenzial
  • Sensibilisierung von Akteuren und Konsument*innen

Was hat das Projekt erreicht?

  • Erprobung von verschiedenen Mehrweglösungen in Gastronomiebetrieben unterschiedlicher Größe und Ausrichtung
  • THG-Minderung um circa 43 t C02-Äquivalente (bei Berücksichtigung von drei Folgejahren: 97,3 t C02-Äquivalente)
  • Aufbau eines Mehrwegnetzwerks bestehend aus Kommunen, Initiativen und Unternehmen
  • Erhöhung der Sichtbarkeit des Mehrwegthemas in der Öffentlichkeit

Wie ging es weiter?

  • Weiterführung eines Mehrwegangebots bei den meisten gastronomischen Betrieben, die an der Erprobungsphase teilgenommen haben
  • Verbreitung von Informationen und Materialien über das bestehende Webportal und zwischen den Akteuren des Netzwerks untereinander
  • Weiterführung des Mehrwegthemas bei den kooperierenden Kommunen und den Mehrweg-Aktionstagen
  • vermehrte Einführung von Mehrwegpoolsystemen aufgrund der Mehrwegangebotspflicht 2023

Beitrag zum Klimaschutz

Neben der oben erwähnten THG-Minderung wurden Mehrwegakteure wie Kommunen und Initiativen informiert und in den Netzwerkveranstaltungen und Webinaren zu Mehrwegthemen geschult und miteinander vernetzt. Das hat den Weg zur Einführung von Mehrwegalternativen geebnet. Um eine Verhaltensänderung bei Konsument*innen hervorzurufen wurden die Einwegproblematik in gezielter Öffentlichkeitsarbeit  thematisiert.

Tipps und Tricks für interessierte Institutionen

Zusammenarbeit mit gastronomischen Betrieben

Trotz aufwändiger und mühsamer Akquise der Gastronomiebetriebe, die zusätzlich durch die Corona-Pandemie erschwert wurde, ist es dem Projekt gelungen, kooperierende Betriebe für die Erprobung von Mehrweglösungen zu gewinnen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Betrieben während der Erprobungsphasen konnten gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet und gleich getestet werden.

Mit Netzwerk und Mehrweg-Aktionstagen Sichtbarkeit schaffen

Mit dem Aufbau und der Betreuung eines Akteursnetzwerks war es möglich, dem Thema bundesweit Sichtbarkeit zu verschaffen. Zentral waren hier die bundesweiten „Essen in Mehrweg“-Aktionstage, die von zahlreichen Akteuren durchgeführt wurden. So konnten in vielen Kommunen Deutschlands die gastronomischen Betriebe durch Netzwerkpartner über Mehrwegalternativen informiert und zur Erprobung motiviert werden. Mehrweg-Aktionstage boten Kommunen, Initiativen und Betrieben eine Möglichkeit, gemeinsam durch Aktionen auf das Thema aufmerksam zu machen und somit in den Medien und in der Öffentlichkeit sichtbarer zu werden. Der Erfolg der Aktionstage war stark vom Engagement der teilnehmenden Gastronomiebetriebe abhängig.

Aufbereitung von und Beratung zu aktuellen Themen

Während der Projektarbeit wurden immer wieder aktuelle Fragestellungen zur Mehrwegthematik aufgegriffen, aufgearbeitet und Interessierten auf verschiedenen Wegen vermittelt. Multiplikator*innen und Netzwerkakteure wurden Informationsmaterialien für die eigene Arbeit auf dem Webportal bereitgestellt. Sie konnten in Netzwerkveranstaltungen und Webinaren von den Erfahrungen und Erkenntnissen des Projektes profitieren und wurden je nach Bedarf per Telefon oder E-Mail beraten. An der Erprobungsphase teilnehmende Gastronomiebetreibende wurden in persönlichen Gesprächen beraten und geschult. Insbesondere Kommunen, aber auch gastronomische Betriebe und andere Mehrwegakteure, brauchen für ihre lokalen Projekte Unterstützung bei der Umsetzung durch eine unabhängige Beratungsstelle. Durch die Aktualität des Themas ist der Bedarf an fachlichen Inputs für unterschiedliche Akteure während des Projektes sehr angestiegen. Aus Kapazitätsgründen konnte dem nicht in vollem Umfang nachgegangen werden.

Produkte des Projektes

Abschlussbroschüre

In der Abschlussbroschüre des Projektes wird ein Überblick über Zielsetzungen, Herangehensweisen und Ergebnisse in den folgenden Projektbausteinen gegeben: Hintergrundstudie, Gewinnung gastronomischer Betriebe für Mehrweg, Stärkung der Mehrwegnachfrage durch die Kundschaft, öffentlichkeitswirksame Verbreitung der Mehrwegidee. Ergänzt wird die Veröffentlichung durch den Verweis auf Materialien, die während der Projektarbeit entstanden sind.

Hintergrundstudie

Die Hintergrundstudie zur Machbarkeit von Mehrweglösungen wurde erstmals Anfang 2020 veröffentlicht und zum Ende des Projektes im Juli 2022 noch einmal aktualisiert.

Praxishandreichung „Tipps und Anregungen zur Förderung der Mehrwegnutzung in der Take-away-Gastronomie“

Es werden Ansätze beschrieben, wie die Nutzung von Mehrwegalternativen bei der Kundschaft gesteigert und normalisiert werden kann. Dabei wird sowohl auf Mehrwegpoolsysteme als auch auf die Befüllung mitgebrachter Gefäße eingegangen. Hier geht es zum Download.

Materialien für Betriebe

In Zusammenarbeit mit gastronomischen Betrieben sind verschiedene Werbematerialien zur Steigerung der Mehrwegnutzung entstanden (unter anderem Plakate, Thekenaufsteller und Bonuskarten), die weiterhin über das Webportal bereitgestellt werden. Hier finden sich auch Informationsblätter zur Unterstützung der Kommunikation zwischen Mehrwegmultiplikator*innen und gastronomischen Betrieben.

Infoblatt Verpackungsnovelle

Informationen zur Mehrwegangebotspflicht ab 2023 wurden auf verständliche Weise aufbereitet und in vier Sprachen verfügbar gemacht.

Checkliste der Erfolgsfaktoren

  • Intensive Betreuung von Praxiserprobungen von Mehrwegalternativen in der Gastronomie
  • Initiierung und Durchführung der bundesweiten „Essen in Mehrweg“-Aktionstage
  • Zusammenstellung wichtiger Basisinformationen in der Hintergrundstudie und Aufarbeitung von aktuellen Informationen für verschiedene Zielgruppen
  • Bereitstellung von Informations- und Werbematerialien für Mehrwegmultiplikator*innen und Gastronom*innen
  • Durchführung regelmäßiger Netzwerkveranstaltungen

LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit e. V. (Koordination und Projektleitung)
ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung
Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband Bremen e. V.

Rheinstraße
12161 Berlin
Berlin