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Implementierung und Erweiterung eines Energiemanagements

Nachfolgend finden Sie umfassende Informationen: Lesen Sie alles Wissenswerte zum Inhalt der Förderung und den Voraussetzungen - viele Fragen zur Antragstellung werden direkt beantwortet:

  • Was wird gefördert?

    Gefördert werden die erstmalige Einrichtung sowie die Erweiterung eines Energiemanagements (EM). Das EM soll durch das stetige Erfassen und Steuern von Energie-Verbrauchsdaten die Energieverbräuche kontinuierlich reduzieren. Mithilfe externer Dienstleister und/oder einer zusätzlichen Personalstelle sollen dafür die organisatorischen Strukturen in der Verwaltung verankert werden.

    Bezuschusst werden Ausgaben für

    • Software (zuwendungsfähige Ausgaben bis maximal 20.000 Euro, siehe auch Nr. 7.4 a) KRL),
    • Messtechnik (zuwendungsfähige Ausgaben bis maximal 50.000 Euro, siehe auch Nr. 7.4 a) KRL),
    • die Durchführung von Gebäudebewertungen (zuwendungsfähige Ausgaben richten sich nach der Bruttogeschossfläche, siehe auch Nr. 7.4 a) KRL),
    • Fachpersonal, das im Rahmen des Vorhabens zusätzlich beschäftigt wird, im Umfang von mindestens einer 50 % Teilzeitstelle,
    • Dienstleister, die beim Aufbau und Betrieb des EM unterstützen – bis maximal 45 Beratertage für die Einführung eines EM und bis maximal 20 Beratertage sofern bereits ein Klimaschutzteilkonzept „Klimaschutz in eigene Liegenschaften und Portfoliomanagement“ vorliegt,
    • die Erstzertifizierung des EM nach einem anerkannten Zertifizierungssystem 
    • sowie Dienstreisen für Weiterqualifizierungen an bis zu 15 Tagen.

    Warum es sich für Sie lohnt:

    • Mithilfe des Energiemanagements sinken die Energieverbräuche in den Liegenschaften Ihrer Kommune beziehungsweise Ihrer Organisation – und somit kontinuierlich auch Ihre Energiekosten.  
    • Durch die Energieeinsparungen helfen Sie, die Treibhausgasemissionen zu verringern und ihre Treibhausgasbilanz zu verbessern.

    Und so geht’s:

    • Um einen Antrag stellen zu können, muss Ihnen ein Beschluss des obersten Entscheidungsgremiums über den Aufbau und dauerhaften Betrieb eines Energiemanagements vorliegen. 
  • Wer wird gefördert?

    Gefördert werden Kommunen und Organisationen, die bisher noch kein Energiemanagement – gemäß den Anforderungen im Technischen Annex – eingeführt haben. Die Erweiterung kann von Kommunen und Organisationen beantragt werden, deren Energiemanagement nur rund ein Drittel des Wärmeverbrauchs der Liegenschaften abdeckt. 

    Alle Antragsberechtigten finden sich unter Nummer 5.1 der Kommunalrichtlinie.

  • Förderquoten
    • Der Zuschuss beträgt 70 % der förderfähigen Gesamtausgaben.
    • Finanzschwache Kommunen und Antragstellende aus Braunkohlegebieten (gemäß § 2 Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen vom 8. August 2020) können 90 % der förderfähigen Gesamtausgaben als Zuschuss erhalten.
      • Als finanzschwach gelten Kommunen, die nachweislich an einem landesrechtlichen Hilfs- oder Haushaltssicherungsprogramm teilnehmen oder denen die Finanzschwäche durch die Kommunalaufsicht bescheinigt wird.
      • Antragstellende aus Braunkohlerevieren müssen keinen gesonderten Nachweis erbringen, um von der erhöhten Förderquote zu profitieren. Hier genügt die Zuordnung über Ihre Postleitzahl. Bitte beachten Sie, dass Sie die erhöhte Förderquote explizit im easy-Online-Formular (siehe „Antragsverfahren und Antragstellung“) beantragen müssen.
  • Antragsverfahren und Antragstellung

    Förderanträge können Sie das ganze Jahr über stellen. 

    Bitte füllen Sie dazu folgende Unterlagen aus (siehe Links & Downloads):

    • eine Vorhabenbeschreibung gemäß Mustervorlage,
    • einen easy-Online-Antrag 4.1.2 Implementierung und Erweiterung eines Energiemanagements,
    • Beschluss des obersten Entscheidungsgremiums über den Aufbau und beabsichtigten dauerhaften Betrieb eines Energiemanagements.

    Reichen Sie den Antrag einschließlich der Vorhabenbeschreibung  über easy-Online ein. Wenn Sie über eine qualifizierte elektronische Signatur verfügen, ist Ihre Antragstellung damit abgeschlossen. 
    Sofern Sie nicht über eine qualifizierte elektronische Signatur verfügen, drucken Sie bitte alle Unterlagen nach dem Absenden aus, lassen sie durch die bevollmächtigten Personen unterzeichnen und senden sie innerhalb von zwei Wochen postalisch an:

    Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH 
    Stresemannstraße 69 
    10963 Berlin

    Für den von Ihnen beantragten Förderschwerpunkt gelten die im Technischen Annex (siehe Links & Downloads) festgelegten Anforderungen und Voraussetzungen - bitte beachten Sie diese bei der Antragstellung.

    Bitte beachten Sie: Die Ausschreibung der Personalstelle(n) darf nur in Absprache mit der Projektträgerin erfolgen, damit der Projektstart und das Einstellungsdatum zusammenpassen.

  • Weitere Informationen

    Folgt in Kürze.

  • Antworten auf häufig gestellte Fragen

    Was ist ein Energiemanagementsystem (EMS)?

    Ein EMS führt durch die systematische (PDCA-Zyklus) und kontinuierliche Erfassung und Steuerung des Strom-, Wärme- und Wasserverbrauchs dazu, dass die Energieverbräuche und die damit verbundenen Kosten reduziert werden. Es umfasst alle Tätigkeiten, die geplant und durchgeführt werden, um bei gleicher Leistung den geringsten Energieeinsatz sicherzustellen, unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden, Arbeitsabläufe zu optimieren und die Treibhausgasbilanz einer Organisation zu verbessern.

    Können Antragstellende zwei Mal den Förderschwerpunkt zur Implementierung und Erweiterung eines Energiemanagementsystems aus der Kommunalrichtlinie 2022 beantragen – zunächst als Implementierung und danach als Erweiterung? 

    Nein. Eine Förderung wird lediglich einmalig pro Antragstellenden gewährt – entweder als Implementierung ODER als Erweiterung. Die Einordnung erfolgt entsprechend der Bewilligungsvoraussetzungen gemäß Nr. 4.1.2 der Kommunalrichtlinie sowie dem Technischen Annex. Eine frühere Förderung "Energiemanagementsysteme" aus der bis Ende 2021 gültigen Richtlinie ist jedoch kein Ausschlusskriterium für eine Beantragung. Entscheidend ist, dass die Bewilligungsvoraussetzungen der aktuellen Kommunalrichtlinie erfüllt werden.

    Ist eine Förderung möglich, wenn Kommunen beziehungsweise Organisationen bereits über Teile des Energiemanagements verfügen?

    Auch Interessenten, die ihre EMS professionalisieren wollen, sollen von der Förderung profitieren. Daher können Sie sich mit Ihrer individuellen Situation an das SK:KK oder an den Projektträger ZUG wenden und direkt klären, was in Ihrem Fall förderfähig ist. Der Abstimmungsaufwand kann in diesem Fall etwas höher sein, um den effizienten Einsatz der Fördermittel zu gewährleisten. 

    In unserem Klimaschutzkonzept ist im Maßnahmenkatalog die Einführung eines EMS aufgeführt und die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes wurde durch den Gemeinderat beschlossen. Muss ein separater Beschluss für den EMS-Antrag eingereicht werden?

    Ja. Die Kommunalrichtlinie gibt als Bewilligungsvoraussetzung den Beschluss durch das oberste Entscheidungsgremium über den Aufbau und den beabsichtigten dauerhaften Betrieb eines EMS vor. 

    Zu den förderfähigen Maßnahmen zählt der Einsatz fachkundiger externer Dienstleister – und zwar im Umfang von bis zu 45 beziehungsweise 20 Beratungstagen. In welchen Fällen wird der volle, wann der reduzierte Satz an Beratertagen bewilligt?

    Der volle Satz an Beratertagen für die Implementierung eines EMS kann auch bei einem lückenhaft bestehenden EMS gewährt werden, bei dem nur Teile der Definition des Technischen Annex eingeführt sind. Reduzierte Beratertage (20 Tage) werden hingegen in folgenden Fällen bewilligt: 
    a) Es handelt sich um eine Erweiterung gemäß Kommunalrichtlinie, das heißt ein EMS nach Definition im Technischen Annex deckt nur rund ein Drittel des Wärmeverbrauchs der Liegenschaften ab. 
    b) Es liegt ein Klimaschutz-Teilkonzept für Liegenschaften vor.

    Was ist eine Energiemanagement-Software?

    Eine im Sinne der Kommunalrichtlinie zuwendungsfähige Energiemanagement-Software hilft bei der elektronischen Datenverarbeitung und dient der Auswertung sowie Bewertung messtechnischer Verbrauchsdaten.

    Was ist bei der Messtechnik zu beachten?

    Zuwendungsfähig sind sowohl mobile als auch fest installierte Messtechnik, Zähler und Sensorik. Die Messtechnik muss in unmittelbarem Bezug zum EMS stehen, um diesem die notwendigen Daten zu liefern. Nicht zuwendungsfähig sind hingegen Messstellen, Übergabepunkte oder Zähler des Energieversorgers. 

    Was beeinhaltet eine Gebäudebewertung?
    Eine Gebäudebewertung liefert auf Basis einer systematischen Analyse des Gebäudes einen Überblick über den energetischen Zustand. Sie macht deutlich, welcher Handlungsbedarf besteht und enthält eine Schätzung der Investitionskosten. Daraus wird eine Prioritätenliste der Klimaschutzmaßnahmen abgeleitet, die technisch und wirtschaftlich am effektivsten umzusetzen sind. Bei der Darstellung der Sanierungsmaßnahmen ist die Zielsetzung eines Gebäudebestands im Niedrigstenergiehaus-Standard gemäß EU-Richtlinie (EU) 2018/844 zur Gesamteffizienz von Gebäuden bis zum Jahr 2050 zu berücksichtigen.

    Gebäudebewertungen können für maximal 100 Gebäude beantragt werden. Antragsteller, die mehr als 100 Liegenschaften besitzen, müssen die verschiedenen Gebäudetypen sinnvoll "clustern" und daraus maximal 100 Gebäude auswählen. Untersuchungen von Gebäuden, deren Bauantrag nach dem 30.09.2009 gestellt wurde, sind nicht zuwendungsfähig.

    Bisher waren Gebäude, die nach 2002 errichtet wurden, von der Förderung im Bereich der Gebäudebewertung ausgeschlossen. Ist das weiterhin gültig?

    Mit Inkrafttreten der Kommunalrichtlinie 2022 gilt für den Förderschwerpunkt Energiemanagement im Bereich Gebäudebewertung: Bei der Gebäudebewertung sind Gebäude ausgeschlossen, deren Bauantrag nach dem 30.09.2009 gestellt wurde. Grund dafür ist die EnEV 2009, die für alle Bauanträge ab dem 01.10.2009 galt und ein deutlich höheres Energieeffizienzniveau verlangte. Eine Gebäudebewertung mit Blick auf energetische Sanierungen ist für diese Immobilien deshalb nicht sinnvoll. 

    Muss das geförderte EMS zertifiziert werden?

    Die Zertifizierung des EMS ist ein optionaler Bestandteil der Förderung. Sofern hierfür Ausgaben beantragt werden, muss die Zertifizierung nach einem anerkannten Zertifizierungssystem (zum Beispiel KOM-EMS) erfolgen. Der Nachweis über die erfolgte Zertifizierung ist zum Abschluss des Vorhabens mit dem Verwendungsnachweis nachzuweisen.

    Was beinhaltet ein Energiebericht und wofür wird er benötigt?

    Im Energiebericht werden alle für das Energiemanagement relevanten Handlungsfelder, Prozesse, Verbrauchs- und Erzeugungsstellen systematisch und zusammenfassend erfasst, Einsparpotenziale identifiziert und Handlungsempfehlungen gegeben. In fortlaufenden jährlichen Energieberichten werden die Ergebnisse der Implementierung des Energiemanagements dokumentiert.

    Wann muss ein Energiebericht eingereicht werden?

    Der jüngste Energiebericht ist in digitaler Form mit dem Verwendungsnachweis beim Projektträger einzureichen.
     

Kommen Sie mit uns ins Gespräch über

  • spezifische Fachfragen zu den Förderschwerpunkten
  • zuwendungsfähige Ausgaben für Ihr Förderprojekt
  • das Ausfüllen von Formularen und online-Tools
  • Fristen, Termine oder unerwartete Herausforderungen im laufenden Projekt
Ihr Ansprechpartner
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
  • Links & Downloads
    Vorhabenbeschreibung 4.1.2 Energiemanagement

    xlsx | 413.37 KB

    Vorlage Kooperationsvereinbarung

    pdf | 759.64 KB

    Kommunalrichtlinie

    pdf | 300.38 KB

    Technischer Annex

    pdf | 213.78 KB