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Stadt Dortmund

25.000 Euro Preisgeld für die Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudemodernisierung - AMeG
Kommunen

Die Stadt Dortmund erhielt die Auszeichnung für das Projekt „AMeG – Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudemodernisierung“. Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien sowie Mieterinnen und Mieter wurden kultursensibel angesprochen und über Möglichkeiten baulicher Maßnahmen sowie energiesparenden Handelns informiert und zur Umsetzung motiviert.

  • Projektteam „AMeG – Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudemodernisierung“
    © hearts&minds/Difu

Pioniere der kultursensiblen Beratung

Mit einem Anteil von etwa dreißig Prozent gibt es in Dortmund vergleichsweise viele Immobilienbesitzende sowie Mieterinnen und Mieter mit Migrationshintergrund, in deren Eigentum bzw. Nutzung sich statistisch ca. 10.000 Gebäude befinden. Im Hinblick auf das Erreichen der städtischen Klimaschutzziele durch energetische Gebäudesanierung also eine wichtige Zielgruppe, die aktiv angesprochen werden sollte. Die Stadt Dortmund hat mit ihrem Projekt einen effektiven Weg gefunden, Menschen mit Migrationshintergrund zu erreichen, und von 2014 bis 2016 insgesamt 16 Veranstaltungen rund um die Themen Energieeinsparung und Gebäudemodernisierung durchgeführt. 237 Teilnehmende besuchten neun Workshops, die in unterschiedlichen Sprachen angeboten wurden: neun in türkischer, fünf in deutscher und je ein Workshop in französischer und arabischer Sprache.

Video zum ausgezeichneten Projekt

 

Herr Ullrich Sierau (Oberbürgermeister) zur Verwendung des Preisgeldes:

„Mich freut diese Auszeichnung unseres integrativen und partizipativen Ansatzes sehr. Das Preisgeld soll die Dortmunderinnen und Dortmunder direkt unterstützen und daher in den Klimaschutzfonds des Umweltamtes fließen."

Mutige Kehrtwende vom Quartiers- zum Communityansatz

Von Beginn an war daher klar, dass nur eine kultursensible Ansprache der Zielgruppe Erfolg bringen und Menschen mit Migrationshintergrund zum Mitmachen bewegen würde. Um Parallelstrukturen zu vermeiden, sollten die Angesprochenen dazu motiviert werden, bereits vorhandene Anlaufstellen zum Thema Energieeffizienz zu nutzen. Dazu verfolgte das Projektteam zunächst einen quartiersorientierten Ansatz und konzentrierte seine Aktivitäten auf drei Stadtteile mit einem hohen Migrationsanteil. Bald zeigte sich jedoch, dass ein solcher Quartiersansatz nicht den gewünschten Erfolg brachte, da nur wenige Menschen den Einladungen zu Veranstaltungen in die städtischen Räume folgten. Daraufhin wurde das Projekt einerseits auf die gesamte Stadt ausgeweitet und andererseits eine andere Form des Kontaktes gewählt. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit Multiplikatoren, wie kulturellen Vereinen oder religiösen Gemeinschaften, konnten die städtischen Beratungsangebote schließlich in deren Räumen, wie beispielsweise Moscheen, vorgestellt werden. Diese mutige Kehrtwendung vom Quartiers- zum Communityansatz stellte sich als effektives Vorgehen heraus, um mehr Menschen zu erreichen und das Projekt zu einem Erfolg zu machen.

Für das Projekt konnten im Förderprogramm „Energiewende Ruhr“ der Stiftung Mercator 190.000 Euro für die Fachhochschule Dortmund eingeworben werden. Aus den Projekterfahrungen wurden 24 konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt, die als Anleitung zur Nachahmung für andere Kommunen vorliegen. Vielleicht springt der Funke der kultursensiblen Beratung auch bei anderen Kommunen über, die ihre Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund beim Erreichen der lokalen Klimaschutzziele einbinden möchten.

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Ansprechpartner:
Gabriele Mallasch
Stadt Dortmund
Umweltamt
Telefon: 0231/5026794
E-Mail: umweltamt@stadtdo.de

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