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Klimaschutz finanzieren

Die Finanzierung von Klimaschutzvorhaben stellt Kommunen häufig vor Herausforderungen. Wir zeigen die gängigsten Finanzierungswege und -modelle, mit deren Hilfe Klimaschutz vor Ort möglich wird, im Überblick.

Ein Sparschwein vor blauem Hintergrund. Eine Hand steckt eine Münze in das Sparschwein.
Mit dem Vorhandensein ausreichender finanzieller Ressourcen steht und fällt das kommunale Klimaschutzengagement.
© Billion Photos - Shutterstock

Es klingt vielleicht paradox: Um mithilfe von Klimaschutzmaßnahmen Treibhausgasemissionen und Energiekosten einzusparen, muss zuerst einmal Geld investiert werden, um eben jene Maßnahmen umsetzen zu können. Doch in vielen Kommunen fehlt dafür das Geld. Die Coronapandemie, die hohen Energiepreise und anderweitig gestiegene Kosten, etwa im Bausektor, haben die Haushaltslage vielerorts weiter verschlechtert: Klimaschutzbelange konkurrieren mit anderen Bereichen, in die ebenfalls dringend investiert werden muss, um Haushaltsmittel. Liegt gar ein Haushaltssicherungskonzept vor, scheint der Spielraum für freiwillige Aufgaben wie den Klimaschutz verschwindend gering.

Dabei lohnen sich Investitionen in den Klimaschutz vor Ort auch bei schwieriger Finanzlage – und das gleich mehrfach. Denn die positiven Effekte von Klimaschutzmaßnahmen gehen weit über den Schutz des Klimas hinaus: Sie steigern die Lebensqualität vor Ort und sorgen durch sinkende Energiekosten für finanzielle Entlastung. Gleichzeitig kurbeln klimafreundliche Investitionen die regionale Wertschöpfung an.  Beispielsweise lösen Investitionen von Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer  finanzielle Umsätze aus, an denen in der Regel auch die lokale Wirtschaft beteiligt ist – etwa in Form fachgerechter Planung, Handwerksleistungen oder Wartungsarbeiten. Im Ergebnis verlassen weniger Finanzmittel die Region, während der Anteil solcher Gelder, die in der Kommune und Region verbleiben, erhöht wird – es entsteht regionale Wertschöpfung.

Verschiedene Finanzierungsmodelle im Überblick