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28. Sep 2026

Kommunalrichtlinie: 1,4 Millionen Euro für Radweg im Landkreis Böblingen

Sicher und klimafreundlich mit dem Rad von Rutesheim nach Weissach-Flacht und zurück: Ein neuer Radweg im Landkreis Böblingen soll das künftig ermöglichen. Gefördert wird das Projekt über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI).

Zwei Männer übergeben vor einem Bürogebäude eine Förderurkunde über rund 1,4 Millionen Euro.
Thomas Kralinski, Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium, überreicht den Förderbescheid an Verkehrsdezernent Gernot Kämmerer
© Landratsamt Böblingen

Ausreichend Sicherheitsabstand zur Fahrbahn, eine neue Querungshilfe und drei Meter Breite: Das sind die zentralen Merkmale des geplanten neuen Radwegs zwischen Rutesheim und Weissach-Flacht im Landkreis Böblingen. Für den Bau stellt das Bundesumweltministerium dem Landkreis 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Den Förderbescheid übergab kürzlich Thomas Kralinski, Leiter der Abteilung Nationaler und Europäischer Klimaschutz im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

Klimaschutz vor Ort erlebbar machen

Thomas Kralinski: „Klimaschutz ist immer konkret. Klimaschutz braucht neben dem Willen der Beteiligten auch vernünftige finanzielle und personelle Ressourcen. Genau da setzen wir mit der NKI an: Mit unseren Fördermitteln unterstützen wir Kommunen wie den Landkreis Böblingen dabei, Klimaschutz vor Ort umzusetzen und erlebbar zu machen. Der neue Rad- und Fußweg ermöglicht ein sicheres Nebeneinander, schützt das Klima und ermöglicht es insbesondere Berufspendlern und Schülern schnell und komfortabel mit dem Rad zur Arbeit und Schule zu kommen.“

Gernot Kämmerer, Verkehrsdezernent des Landkreises Böblingen: „Wir investieren in den Erhalt sowie den verkehrssicheren Ausbau unserer Infrastruktur im aktuellen Standard und in durchgängige, alltagstaugliche Radverbindungen, um den Radverkehrsanteil am Verkehrsaufkommen wesentlich zu erhöhen. Dabei gelingt es uns immer wieder, die verfügbaren Fördermittel von Bund und Land auszuschöpfen und damit Projekte zu ermöglichen, die sonst nicht umsetzbar wären. Diese Unterstützung ist unabdingbar, um den Bürgerinnen und Bürgern eine gute und moderne Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung stellen zu können.“

Umfassende Neugestaltung geplant

Der neue Radweg ersetzt den bestehenden, zu schmalen und sanierungsbedürftigen Radweg. Auch der derzeit zu geringe Sicherheitsabstand zur Fahrbahn wird mit dem Neubau vergrößert. Im Zuge der Baumaßnahmen soll zudem die Straßenentwässerung im Wasserschutzgebiet erneuert werden.

Rund 3,1 Millionen Euro investiert der Landkreis in die umfassende Neugestaltung des Radwegs. Mehr als 2,3 Millionen Euro Fördermittel von Bund und Land stehen dafür inzwischen zur Verfügung. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.