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Klimaquartier Ellener Hof

Ökologisch-soziales Modellprojekt Stadtleben Ellener Hof, Ellener Feld und Blockdiek in Bremen

Die Bremer Heimstiftung und der BUND Bremen motivieren Bürger*innen, sich für Klimaschutz in ihrem Quartier einzusetzen. Auf einem zehn Hektar großen Gelände des Ellener Hofs entwickelt die Bremer Heimstiftung ein „ökologisch-soziales Modellquartier“. Klimaschutzinteressierte sind in Werkstätten aktiv und können eine Tauschstation nutzen. Ein Gemeinschaftsgarten sowie Lebensmittelrettung spricht auch Nachbarschaften an. Mit Tauschpartys, Flohmärkten und Upcycling wird Ressourcenschutz praktiziert. Umweltbildung in Schulen vermittelt praktischen Klimaschutz ebenso wie Veranstaltungen zum Energiesparen.

Klimaquartier Ellener Hof Logo
Projektinformationen
Projektnehmer

Bremer Heimstiftung
Arend Stühl, Projektleiter
Ludwig-Roselius-Allee 181
28327 Bremen

Telefon: 0421 67342795
E-Mail: arend.stuehl@bremer-heimstiftung.de 
Web: www.bremer-heimstiftung.de

Projektlaufzeit

01.10.2018 bis
30.09.2022

Projektkontakt

BUND Landesverband Bremen e. V.
Katja Muchow, Stellvertretende Geschäftsführerin BUND Landesverband Bremen e. V. und Projektleitung Klimaquartier Ellener Hof
Am Dobben 44
28203 Bremen

Telefon: 0421 7900245
E-Mail: katja.muchow@bund-bremen.net
Website: www.bund-bremen.net

Fördersumme

674.561 Euro

Förderkennzeichen

03KKA0006A/B und 03KKA0016A/B

Förderprogramm

Klimaschutz im Alltag

Elektro-Selbsthilfe-Werkstatt
Elektro-Selbsthilfe-Werkstatt
© BUND LV Bremen
Lastenrad
Lastenrad
© BUND LV Bremen
Infostand
Infostand
© BUND LV Bremen
Aufräumaktion
Aufräumaktion
© BUND LV Bremen
Hochbeet
Hochbeet
© BUND LV Bremen
Elektro-Selbsthilfe-Werkstatt
Lastenrad
Infostand
Aufräumaktion
Hochbeet

Auf einen Blick 

Gemeinsam mit Bürger*innen und Multiplikator*innen wurde ein Aktionsplan mit 30 Klimaschutzmaßnahmen vor Ort entwickelt. Zahlreiche Arbeitsgruppen sind an der Umsetzung der Maßnahmen beteiligt. Das sind die Handlungsfelder:

Ernährung
Ein Handlungsfeld ist der Bereich Ernährung mit „Foodsaving“, einem Gemeinschaftsgarten mit ökologisch angebautem Gemüse, einem Schulgarten sowie einem Lebensmittelautomaten mit Bio- und regionalen Angeboten.

Konsum, Ressourcenschutz und Abfallvermeidung
Ein weiteres Handlungsfeld ist Konsum, Ressourcenschutz und Abfallvermeidung mit Werkstätten: regelmäßige Nähtreffs und -workshops, um aus alten Kleidern und Reststoffen neue Kleidung zu schaffen; Holzbau zum Reparieren von Möbeln und die Selbsthilfewerkstatt für Elektrokleingeräte. Die Tauschstation mit Spielen, Büchern, Geschirr, Dekorationsartikeln und anderem nutzen die Bürger*innen dazu, Gebrauchtes weiter zu nutzen statt neue Ware zu kaufen.

Tauschpartys für Kleidung und Alltagsgegenstände sowie Flohmärkte haben sich etabliert und ermöglichen eine weitere Nutzung, schaffen Bewusstsein für das Konsumverhalten, vermeiden CO2 und Ressourceneinsatz und machen auch Spaß.

Mobilität
Das Handlungsfeld Mobilität umfasst ein Lastenrad für den Transport von Waren und ersetzt Autofahrten. In der anliegenden Grundschule werden Familien informiert, wie wichtig es für Schüler*innen ist, selbstständig und damit autofrei zur Schule zu gelangen. In den Kitas wurde ein Prozess zur Reduzierung der „Elterntaxis“ begonnen, gebrauchte Fahrräder werden gesammelt und über die Fahrradwerkstatt an Bewohner*innen mit wenig Einkommen weitergereicht.

Energiesparen
Das Handlungsfeld Energiesparen motiviert bei Veranstaltungen das eigene Verhalten zu ändern um Energie zu sparen und gibt dazu Hilfsmittel an die Hand. In einem Pilotprojekt wurden bei älteren Heizungen mit einem hohen Gasverbrauch die Heizungseinstellungen optimiert. Die Einsparungen betrugen bis zu 30 Prozent. Ein Solarbalkonmodul und eine solarbetriebene Verschattungsanlage an der Pflegeschule dienen als Anschauungsobjekte. Außerdem wurde in zwei Veranstaltungen über Solarenergie informiert.

Weitere Angebote und Aktivitäten
Bildungsangebote zu Themen des Klimaschutzes in Schulen und anderen Einrichtungen des Quartiers vertiefen die Projektaktivitäten.

„Klimacoaches“ sind als Ansprechpersonen und Klimaschutzvermittler*innen aktiv. Sie unterstützen beim Planen und Durchführen von eigenen Klimaschutzaktivitäten wie Flohmärkten oder Tauschbörsen.

Eine differenzierte Öffentlichkeitsarbeit – zum Beispiel über die projekteigene Webseite, Beiträge in den sozialen Medien, Plakate, Flyer, Infotafeln, Artikel in der regionalen Presse – trägt zu einem hohen Bekanntheitsgrad und positiver öffentlicher Wahrnehmung des Projekts bei.

Was sollte das Projekt erreichen 

  • Einsparung von Treibhausgasen und Beitrag zum Ressourcenschutz
  • Bürger*innenbeteiligung bei der Erstellung des Aktionsplans und  auch während der Umsetzung der einzelnen Klimaschutzmaßnahmen
  • Gewinnung von ehrenamtlich Aktiven und Verstetigung der Aktivitäten in verschiedenen Gruppen (Garten, Werkstätten, Veranstaltungen)
  • Ausbildung von „Klimacoaches“ und Einbindung in das Projekt
  • Einbeziehen von Bewohner*innen aus den anliegenden Quartieren Ellener Feld und Blockdiek, um damit sozial-ökologische Aspekte  einzubinden

Was hat das Projekt erreicht?

  • Werkstätten zum Ressourcenschutz etabliert: Nähwerkstatt, Holzwerkstatt, Selbsthilfewerkstatt für Elektrogeräte
  • Klimafreundliche Ernährung gestärkt: Bio-Lebensmittelautomat, großer Gemeinschaftsgarten, „Foodsaving“
  • Verhaltensänderung bei individueller Mobilität und beim Energiesparen
  • Klimaquartier Ellener Hof hat Vorbildcharakter für Bremen und das Umland, Besuch von Gruppen und Politiker*innen, Akzeptanz im Stadtteil
  • Einsparung von Treibhausgasen: circa 900 Tonnen CO2 über die gesamte Projektlaufzeit
  • Ressourceneinsparung durch Mehrfachnutzung von Kleidern und Gegenständen
  • Bildungsarbeit an Schulen umgesetzt
  • Ausweitung der Aktivitäten und Angebote in das umliegende Quartier des Stadtleben Ellener Hofs
  • Sozial-ökologische Transformation erfolgreich umgesetzt

Wie geht es weiter?

  • Verstetigung des Projektes durch Anschlussfinanzierung des Förderprogramms der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität und Stadtentwicklung gesichert, vor allem für Projektkoordination und fachlichen Input
  • Weitere Stärkung der eigenständigen Gruppen, die sich im Garten, in der Nähwerkstatt, bei der Reparatur von Elektrogeräten, in der Holzwerkstatt, bei der Planung von Veranstaltungen und anderen Aktivitäten engagieren
  • Bei Tauschpartys, Flohmärkten und „Foodsaving“ wollen die Klimacoaches weiter an der Organisation mitwirken.

Beitrag zum Klimaschutz

  • Einsparung von Treibhausgasen in allen Lebensbereichen
  • Beitrag zum Ressourcenschutz
  • Lebensstiländerung
  • Klimaschutz verbindet und stärkt Lebensqualität
  • Vorbildfunktion mit Nachahmcharakter im Klimaschutz, Ausstrahlung in andere Quartiere und über Bremen hinaus

Checkliste der Erfolgsfaktoren

  • Bürger*innenbeteiligung: schafft Akzeptanz, generiert Unterstützung im Stadtteil, ist Basis für Eigenaktivität, stärkt Selbstwirksamkeit
  • Klimaschutz gemeinsam im Team umsetzen: fördert Kreativität, Flexibilität und Solidarität; es stärkt die Lebensqualität und macht Spaß
  • Vielseitigkeit der Mitmachangebote (informativ, kreativ und niedrigschwellig): gewährleistet breite Beteiligungsformen
  • Investive Mittel: Schaffen notwendige Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Maßnahmen. So dient die große Multifunktionshalle als Dreh- und Angelpunkt für zahlreiche Aktivitäten. Da in der Halle beispielsweise Material, Gerät oder Erntegut untergebracht werden kann und Zusammenkünfte wie Besprechungen oder Pflanzenbörsen durchgeführt werden können. Ohne die Halle wären die Holzwerkstatt und der Gemeinschaftsgarten und eine geplante Abholstation für die „solidarische Landwirtschaft“ nicht möglich.
Weiterführende Informationen